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Finanztest: Teure Risikolebensversicherungen kosten fast dreimal so viel

München, 20.1.2020 | 18:32 | mst

Finanztest hat aktuelle Tarife der Risikolebensversicherung untersucht. Beim Preis unterscheiden sich die Angebote teils erheblich, die Leistungen sind hingegen meist gleich.
 

Eltern mit zwei Kindern auf CouchFamilien mit kleinen Kindern sollten mit einer Risikolebensversicherung vorsorgen.
Der Todesfallschutz einer Risikolebensversicherung muss nicht teuer sein. Das zeigt ein aktueller Test der Stiftung Warentest in der Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 02/2020).
 
Die Tester haben die Tarife von 37 Anbietern für einen 35-jährigen Modellkunden untersucht. Der Todesfallschutz für eine Versicherungssumme von 250.000 Euro und einer Laufzeit von 30 Jahren ist bereits ab einer Monatsrate von 20 Euro zu haben.

Finanztest hebt hervor, dass die Tarife einer Risikolebensversicherung grundsätzlich günstig sind. Da die Versicherung nur im Todesfall zahlt, ist sie deutlich preiswerter als eine Kapitallebensversicherung. Sie koste daher nur etwa ein Zehntel.
 
Liegt eine schwere Krankheit mit tödlichem Verlauf vor, zahlen einige Tarife im Test die Versicherungssumme bereits vor dem Tod aus. Trotzdem lohnt sich laut Stiftung Warentest ein Vergleich der einzelnen Anbieter.

Unterschiede bei den Leistungen sind eher gering

Teure Verträge kosteten mitunter fast dreimal so viel wie günstige. Dabei seien die Unterschiede in den Leistungen eher gering, sagte die Expertin der Stiftung Warentest, Annegret Jende. Wer eine Police sucht, könne daher beruhigt in erster Linie auf den Preis schauen.
 
Raucher müssen allerdings mit höheren Beiträgen rechnen. Sie zahlen laut Finanztest das Doppelte oder in Einzelfällen sogar das Dreifache wie Nichtraucher. Wie gesundheitliche Beschwerden bewertet werden, hängt von der jeweiligen Gesellschaft ab. So kann ein überstandener Herzinfarkt zu einer Ablehnung führen, während ein anderer Anbieter den Versicherten ohne Risikozuschlag annimmt.
 
Auch riskante Hobbys wie Tauchen, Fallschirmspringen oder Motorradfahren werden laut Finanztest durchaus unterschiedlich bewertet. Je nach Hobby könne es vorkommen, dass ein Versicherer einen Zuschlag verlange, während einer anderer gar nicht erst danach frage. Hier sollten Verbraucher möglichst mehrere Angebote einholen.
 

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