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CO2-Steuer in Deutschland

05.01.2026

Aktuelles zur CO2-Steuer

  • Der CO2-Preis liegt 2026 zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO2. 2024 waren es 45 € pro Tonne. 
  • Durch die höhere CO2-Abgabe seit Anfang des Jahres steigen die Kosten für Heizöl und Erdgas um 35-50 € pro Haushalt im Jahr.
  • Seit 2023: Vermieter müssen sich an CO2-Kosten ihrer Mieter beteiligen.

 

Was ist die CO2-Steuer?

Die CO2-Steuer, auch CO2-Abgabe oder CO2-Preis genannt, ist eine Umweltsteuer auf die Emission von Treibhausgasen. Dadurch erhalten Emissionen einen Preis. So sollen Anreize zur Emissionsreduktion geschaffen werden. In Deutschland wurde 2021 die CO2-Steuer auf Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel eingeführt. Damit verteuerten sich die Brennstoffe umso mehr, je mehr Kohlendioxid sie bei ihrer Verbrennung freisetzen. Zugleich schuf der Staat damit Anreize, Häuser energetisch zu sanieren oder Heizungen auf erneuerbare Energien umzurüsten.

Generell gibt es auf dem Strommarkt schon lange einen EU-weiten Emissionshandel. Seit 2013 müssen beispielsweise alle Kraftwerksbetreiber für das Verbrennen von Kohle oder Gas entsprechende Treibhausgas-Zertifikate kaufen. Hinter dem umgangssprachlichen Begriff der CO2-Steuer verbirgt sich also der Handel mit CO2-Zertifikaten.

Wie hoch ist die CO2-Steuer im Jahr 2026?

Die Bundesregierung hat die CO2-Abgabe für Verbraucher im Jahr 2026 auf 55 € bis 65 € pro Tonne angehoben. Dadurch erhöhen sich die Heizkosten für Gas- und Heizölkunden deutlich.

CHECK24 hat berechnet, wie hoch die Belastung für Verbraucher ist:

  • Seit dem 01.01.2026 beträgt der Preis für CO2-Emissionen in Deutschland 55 € bis 65 € pro Tonne.
  • Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh muss ein durchschnittlicher Haushalt nun eine jährliche CO2-Abgabe von 221-261 € entrichten.
  • Bei Ölheizungen sind die Kosten höher. Bei einem Heizölverbrauch von 2.000 Liter werden 291-345 € jährlich fällig.

„Die CO2-Steuer wurde Anfang des Jahres auf 55-65 Euro pro Tonne angehoben, was zu steigenden Heizkosten führt. Daher sollten Verbraucher*innen spätestens zur neuen Heizperiode ab Herbst einen Gasvergleich durchführen und rechtzeitig nach günstigeren Alternativen suchen."

– Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei CHECK24 (05. Januar 2026)

Vermieter oder Mieter: Wer übernimmt die CO2-Kosten?

Mieter, deren Heizung mit Gas oder Heizöl betrieben wird, mussten die CO2-Steuer bisher alleine übernehmen. Ab 2023 muss sich der Vermieter an der CO2-Steuer beteiligen:

  • Je energieeffizienter das Gebäude, desto niedriger fallen die CO2-Kosten für den Vermieter aus.
  • Gestaffelt nach Effizienzgrad des Gebäudes, übernimmt der Vermieter künftig bis zu 95 Prozent der CO2-Kosten. 
  • Bei einem Hocheffizienzhaus muss die Abgabe komplett vom Mieter übernommen werden.  
     
Nebenkostenabrechnung prüfen

Prüfen Sie ab 2023 Ihre Nebenkostenabrechnung, ob sich Ihr Vermieter an den CO2-Kosten beteiligt. Fehlt dort die Einstufung des Gebäudes nach dem Stufenmodell oder die Offenlegung der CO2-Kosten, dürfen Sie die Heizkosten um 3 Prozent kürzen (nach § 7 Abs. 4 CO2KostAuftG).

Welche Vorteile und Nachteile hat die CO2-Steuer?

Die CO2-Steuer ist für Energiehändler eine große Herausforderung und für viele Verbraucher bedeutet sie Preiserhöhungen. Wir haben die Vor- und Nachteile der CO2-Steuer gegenübergestellt.
 

Vorteile

Energieintensive Unternehmen werden direkt in die Verantwortung genommen. Energiehändler müssen klimafreundlichere Techniken fördern, sonst zahlen sie drauf. So wird klimafreundliches Handeln begünstigt.

Auch bei den Verbrauchern soll klimafreundliches Verhalten gefördert werden. Um hohe Diesel- und Benzinpreise zu vermeiden, könnten beispielsweise Pendler auf ein Elektroauto umsteigen oder öfter das Fahrrad benutzen.
 

Nachteile

Deutsche Verbraucher und Unternehmen werden ohnehin durch eine hohe Steuerlast strapaziert. Hierzu gehören bereits zahlreiche umweltbezogene Steuern, wie etwa die Stromsteuer oder die Kraftwerkssteuer. Obwohl sie stetig erhöht werden, lässt der Klimaschutzeffekt auf sich warten.

Durch die CO2-Steuer werden die CO2-Emissionen nicht verhindert. Sie soll lediglich ein Anreiz sein, weniger COzu verbrauchen. Ob sich das Verhalten von Verbrauchern und Unternehmen dadurch ändern lässt, bleibt offen.

Häufige Fragen zur CO₂-Steuer

Seit wann gilt die CO₂-Steuer in Deutschland?

Die CO₂-Abgabe oder auch CO₂-Steuer auf Heizöl, Gas, Benzin und Diesel gilt seit Januar 2021. Bisher existieren bereits CO₂-Steuern für besonders energieintensive Unternehmen, wie zum Beispiel Fluggesellschaften. Seit 2021 gilt die CO₂-Steuer auch für den Verkehrs- und Wärmesektor.

Wie funktioniert der CO₂-Handel?

Energiehändler müssen sogenannte Verschmutzungszertifikate erwerben. Je mehr CO₂ die Unternehmen voraussichtlich ausstoßen, desto mehr Zertifikate müssen sie kaufen. Die Zertifikate werden über den nationalen Emissionshandel verkauft.

Was ist das Ziel der CO₂-Steuer?

Mit diesem neuen Emissionshandel will die Bundesregierung die Energiehändler motivieren, auf klimaschonende Technologien umzusteigen. Die Mehrkosten dürfen die Energiehändler 1:1 an die Energieversorger und Endverbraucher weitergeben.

Was passiert mit den Einnahmen der CO₂-Steuer?

Die CO2-Steuer soll in Förderprogramme fließen und Verbraucher bei Energie- und Mobilitätskosten entlasten.

Wie hoch ist die CO₂-Steuer 2026?

Aktuell liegt die CO2-Abgabe bei 55-65 € pro Tonne.

Wie wirkt sich die CO₂-Abgabe auf meine Gaskosten aus?

Die CO2-Abgabe erhöht die Kosten für Gas, da Gasanbieter die zusätzlichen Kosten für den CO2-Ausstoß, die durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen, an die Verbraucher weitergeben. Je mehr Gas Sie verbrauchen, desto stärker wirken sich die steigenden CO2-Kosten auf Ihre Monatsabrechnung aus. Diese Abgabe wird jährlich erhöht, was zu einer kontinuierlichen Verteuerung des Gaspreises führt.

Wie hoch ist die CO₂-Abgabe in den kommenden Jahren?

Im Jahr 2025 lag die CO2-Abgabe bei 55 Euro pro Tonne. Seit Anfang 2026 wurde sie auf 55-65 Euro pro Tonne erhöht, da die Abgabe schrittweise steigt, um die Klimaziele zu erreichen.


Energieexpertin Johanna Röttig
Johanna Röttig
CHECK24 Energieexpertin
Letzte Änderung am 05.01.2026

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