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Geld sparen: Wie kann ich am besten 100 Euro monatlich anlegen?

  • Bevor Sie Geld langfristig anlegen, sollten Sie ausrechnen, wie hoch Ihre Budget ist, das Sie regelmäßig in eine Sparrate investieren können. 100 Euro können dabei ein guter Start sein.
  • Dabei bieten sich verschiedene Anlagemöglichkeiten, abhängig von Ihrem Sparziel und Ihrer persönlichen Risikobereitschaft, an.
  • Bei der Wahl der richtigen Geldanlage spielt auch die Frage, für was Sie genau sparen, eine Rolle. Für ein finanzielles Polster im Rentenalter bieten sich andere Maßnahmen an als für eine Anschaffung in absehbarer Zeit.

Zuletzt überarbeitet von:
Anna N. Baumgart, Online Redakteurin Finanzen bei CHECK24

Was bringt es, 100 Euro regelmäßig monatlich anzusparen?

Wenn Sie 100 Euro im Monat beiseitelegen, können Sie über Jahre hinweg gesehen eine beachtliche Summe zusammensparen. Würden Sie es unverzinst auf dem Girokonto liegen lassen, kämen innerhalb von 25 Jahren bereits 30.000 Euro zusammen. Sie können aber deutlich mehr aus Ihren 100 Euro im Monat machen, wenn Sie sie gewinnbringend anlegen. Zudem können Sie nur so das Geld vor einem Wertverlust durch die Inflation schützen.

Beispiele zur Vermögensentwicklung bei einer Sparrate von 100 Euro

Im folgenden Beispiel zeigen wir Ihnen, wie schnell sich Ihre Anlage von 100 Euro im Monat, also 1.200 Euro jährlich, entwickeln würde, wenn Sie eine Rendite von nur drei Prozent im Jahr erhalten. Entscheidend bei der Rechnung ist eine Wiederanlage der Zinsen. Nur so greift der sogenannte Zinseszinseffekt. Das bedeutet, dass die Zinsen wiederum mitverzinst werden und sich so die Wertentwicklung beschleunigt.

Zinsen

Einzahlung + Zinsertrag

Jahr 1: 1.200 Euro

36 Euro

1.236 Euro

Jahr 2: 2.436 Euro

73 Euro

2.509 Euro

Jahr 3: 3.709 Euro

111 Euro

3.820 Euro

Jahr 4: 5.020 Euro

151 Euro

5.171 Euro

Jahr 5: 6.371 Euro

191 Euro

6.562 Euro

Beträge gerundet, ohne Berücksichtigung von Steuern.

Wie Sie sehen, haben Sie nach nur fünf Jahren mehr als 6.500 Euro angespart.

Monatlich Geld investieren: Die richtige Sparrate für die Rücklage

Um mehr aus Ihren Ersparnissen zu machen, sollten Sie für sich selbst die Frage beantworten, wie viel Geld Sie im Monat zur Seite legen und sparen können.

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Eigene Finanzen analysieren

Erstellen Sie zunächst eine einfache Haushaltsrechnung, in der Sie Ihre monatlichen Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellen. Aus der Differenz, sofern sie positiv ist, ergibt sich abzüglich eines finanziellen Polsters für ungeplante Ausgaben Ihr Budget für einen Sparplan. Oft lässt sich dieses noch steigern, indem Sie Ihre finanzielle Situation einem Finanzcheck unterziehen, mit dem Sie Einsparmöglichkeiten aufdecken.

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Notgroschen aufbauen

Bevor Sie beginnen, sich mit einer monatlichen Sparrate und möglichen Renditechancen auseinanderzusetzen, sollten Sie sich ein finanzielles Sicherheitspolster aufbauen. Nicht alle Kapitalanlagen lassen eine flexible Geldentnahme zu oder Sie müssen im Zweifel mit Gewinneinbußen rechnen. In der Regel sind drei Monatsgehälter ein guter Puffer, um auf unerwartete Ausgaben reagieren zu können.

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50-30-20-Regel

Eine einfache Faustregel zur Analyse Ihres Sparbudgets ist die 50-30-20-Regel. Diese geht davon aus, dass Sie 50 Prozent Ihres Nettoeinkommens für Grundbedürfnisse wie die Miete und Lebensmittel zurückhalten. 30 Prozent dienen Hobbys und Freizeit. Die restlichen 20 Prozent können Sie sparen. Je nachdem, wie viel genau übrigbleibt, können Sie das gesamte Budget in eine Anlage investieren oder auf mehrere aufteilen.

Eine Grafik, die die 50-30-20-Regel darstellt, welche die Aufteilung der Ausgaben auf Grundbedürfnisse, Hobbys und Freizeit sowie das Sparbudget zeigt.
CHECK24 Hinweis

Der persönliche Sparplan ist individuell

Die 50-30-20-Faustformel bietet nur einen Richtwert. In einer Großstadt wie München zum Beispiel müssen Mieter oft mehr als 50 Prozent des Nettoeinkommens für ihre Grundbedürfnisse einplanen. Entsprechend weniger bleibt für einen 100 Euro-Anlageplan übrig. Wieder andere haben nach der Analyse ihrer Finanzen mehr zur Verfügung und können 200 Euro im Monat einsetzen oder sogar mehr.

Monatlich Geld anlegen: Wie und wo kann ich monatlich sparen?

Um sicherzustellen, dass Sie regelmäßig Geld beiseite legen, ist ein Anlageplan sinnvoll. Das bedeutet, dass Sie die 100 Euro, die Sie einsetzen möchten, automatisiert in eine verzinste Geldanlage investieren, ohne selbst jeden Monat aktiv werden zu müssen. Sie sollten also nach einem Ansparplan suchen, der Ihnen möglichst gute Konditionen bietet. Dazu bietet sich ein ETF-, Depot- oder Tagesgeldvergleich an.

Die Wahl der Anlage richtet sich nach Ihren finanziellen Zielen und danach, wie hoch Ihre Risikoneigung ist, wie viel Wissen Sie dazu aufbauen und wie schnell Sie auf Ihr Geld zugreifen möchten. Allgemein erhalten Sie mehr Rendite auf Produkte mit höherem Risiko, wie zum Beispiel Aktien. Konservative Anlagemöglichkeiten bieten dafür eine absehbare Verzinsung und eine gute Absicherung Ihrer Einlagen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Anlagemöglichkeiten vor.

Sparbuch

Noch immer nutzen viele Sparer das klassische Sparbuch. Sparbücher bieten allerdings so gut wie keine Zinsen und sind deshalb keine gewinnbringende Kapitalanlage. Zudem müssen Sie eine Kündigungsfrist von drei Monaten beachten, wenn Sie Ihr Geld zwischendurch nutzen möchten.

Tagesgeld

Ein Tagesgeldkonto ist risikoarm, kostenlos und bietet Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität. Sie können täglich auf Ihr Guthaben zugreifen und auch zusätzliches Geld anlegen. Der Zinssatz ist variabel, liegt aber normalerweise über dem eines Girokontos.

Indexfonds oder andere Investmentfonds

Ein Fondssparplan für zum Beispiel den ETF (Exchange Traded Fund) MSCI World eignet sich gut, um monatlich Geld zu sparen, gehört aber zu den langfristigen Sparzielen, weil sich Kosten amortisieren müssen. Eine feste Rendite gibt es nicht, da diese Geldanlagen Schwankungen unterliegen. Die Rendite-Aussichten sind nach bisherigen Marktentwicklungen besser als bei zum Beispiel einer Tagesgeldanlage. Gleichzeitig müssen Sie mögliche Depot- und Transaktionskosten bedenken, die Rendite schmälern können.

Immobilienfonds

Wenn Sie in Immobilien anlegen möchten, müssen Sie nicht selbst ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Es gibt zahlreiche Immobilienfonds, die Sie mit 100 Euro im Monat besparen können. Auch eine solche Geldanlage sollte langfristig gedacht werden, da sie mit Fixkosten wie Transaktions- und Verwaltungsgebühren verbunden ist.
Die Rendite lässt sich – ähnlich wie bei Aktienfonds und ETFs – nicht vorhersagen. Auch ein Verlust des angelegten Geldes ist möglich.

Möglichkeiten zum monatlich Geld sparen in der Übersicht

Neben Fonds und Tagesgeldanlagen gibt es weitere Möglichkeiten wie Anleihen oder Versicherungen. Die verschiedenen Produkte setzen mehr oder weniger Wissen über die Börse und das Produkt selbst voraus.

Anlageart Risiko Benötigtes Wissen Kosten Renditechancen Liquidität
Tagesgelder sehr niedrig
(Einlagensicherung
bis 100.000 €)
kaum nötig kostenlos niedrig (oft knapp über/unter Inflation) sehr hoch, täglich verfügbar
ETF-Investmentplan
(Aktien-ETF, z. B. MSCI World)
mittel Grundwissen sinnvoll sehr niedrig hoch, langfristig historisch ca. 6 – 8 % p. a. hoch, zu Öffnungszeiten der Handelsplätze handelbar
Aktienfonds (aktiv gemanagt) mittel Grundwissen, Fondsauswahl wichtig höher hoch, aber oft nicht besser als ETF nach Kosten hoch, zu Öffnungszeiten der Handelsplätze handelbar
Offene Immobilienfonds niedrig bis mittel je nach Produkt mittel bis hoch moderat (ca. 2 – 4 % p. a.) eingeschränkt (Mindesthaltefrist, Kündigungsfristen)
Fondsgebundene Lebens-/
Rentenversicherung
abhängig vom Fonds Vertragsdetails wichtig (Kosten, Laufzeit) hoch (Abschluss-, Verwaltungskosten) durch Kosten oft geschmälert sehr niedrig (Kündigung meist verlustreich)
Rentenfonds/
Anleihen-ETF
niedrig bis mittel Grundwissen zu Zinsen/Laufzeiten hilfreich niedrig bis mittel niedrig bis moderat hoch
Gold-Sparplan mittel Grundwissen sinnvoll mittel (Spread, Lagerung bei physischem Gold) moderat, dient oft als Absicherung hoch bis mittel
Crowdinvesting hoch (Ausfallrisiko) hoch, Plattform- und Projektprüfung nötig unterschiedlich, plattform-/projektabhängig hoch, aber unsicher niedrig
Kryptowährungen-Sparplan sehr hoch (extreme Volatilität) hoch niedrig bis mittel niedrig bis hoch, sehr spekulativ hoch

Die Tabelle gibt lediglich eine Einschätzung. Tatsächliche Risiken, Chancen oder Kosten hängen von den einzelnen Produkten ab.

CHECK24 Hinweis

Festgeldkonten für Sparraten ungeeignet

Festgeld bietet eine sichere und planbare Spareinlage mit fester Laufzeit und Zinshöhe. Da das Geld aber einmalig für einen bestimmten Zeitraum festgelegt wird, eignet es sich nicht für den Einsatz von monatlich 100 Euro, sondern bietet sich eher für einen etwas höheren Betrag an, auf den Sie nur auf absehbare Zeit verzichten können oder wollen.

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Wofür soll ich 100 Euro monatlich anlegen?

Eine weitere wichtige Frage ist der Grund für Ihr Sparvorhaben, denn dieser hat einen großen Einfluss auf Ihre Anlagewahl. Wenn Sie zum Beispiel für ein neues Handy oder eine Urlaubsreise sparen, sollten Sie eine Anlageform wählen, die Ihnen möglichst viel Flexibilität bietet. Ein Tagesgeldkonto kann hier zum Beispiel das richtige Produkt sein, da Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen können und normalerweise keine Kosten dafür anfallen.

Wenn Sie langfristig Geld sparen möchten, zum Beispiel für Ihre Rente, empfehlen sich ETFs oder Aktienfonds über einen passenden Broker. Hierfür sollten Sie aber mehrere Jahre auf Ihr Erspartes verzichten können, damit sich die Anlagen und die Kosten dafür lohnen.

Ein Festgeldkonto bildet einen Mittelweg: Es ist nicht so flexibel wie eine Tagesgeldanlage, bietet Ihnen aber eine sichere und absehbare Rendite. Normalerweise lässt sich Festgeld allerdings nicht mit einem monatlichen Sparplan kombinieren.

Häufige Fragen

Kann man Geld monatlich anlegen?

Ja, Geld, das Sie zur freien Verfügung haben, können Sie anlegen. Wenn es sich dabei um einen festen Betrag handelt, den Sie jeden Monat beiseitelegen möchten, können Sie dafür einen Sparplan einrichten. Die Höhe des angelegten Geldes richtet sich dabei nach Ihrem persönlichen Budget.

Ab welchem Betrag lohnt sich monatliches Ansparen?

Monatliches Sparen lohnt sich prinzipiell ab jedem Betrag – auch 25 oder 50 Euro im Monat können langfristig einen Unterschied machen. Entscheidend ist weniger die Höhe als die Regelmäßigkeit. Der Zinseszins sorgt dafür, dass auch kleine regelmäßige Beträge über die Jahre wachsen. Beispiel: 50 Euro monatlich über 20 Jahre ergeben bei einer angenommenen Rendite von 3 Prozent p. a. bereits über 16.000 Euro – deutlich mehr als die eingezahlten 12.000 Euro. Diese Annahme ist je nach Anlageform konservativ (z. B. Tagesgeld) oder realistisch (z. B. breit gestreuter ETF-Sparplan).

100 Euro monatlich sind ein sehr guter Startbetrag: Er ist für die meisten Haushalte gut machbar und ermöglicht den Einstieg in verschiedene Anlageformen ohne hohe Mindestanlagen. Wichtig ist, dass Sie eine Dauerüberweisung oder einen Sparplan einrichten, damit das Sparen zur Gewohnheit wird.

Ist das Sparen für Kinder sinnvoll?

Ja, Eltern können schon früh Geld für die Zukunft ihres Nachwuchses gewinnbringend beiseite legen. So kann zum Beispiel mithilfe günstiger Sparprodukte das Geld für ein späteres Studium oder die erste Mietwohnung angesammelt werden. Zudem verfügen Kinder über eigene Sparerpauschbeträge, die für die steuerfreie oder -reduzierte Gewinnausschüttung genutzt werden können.

Können Großeltern monatlich Geld für Enkel anlegen?

Großeltern können monatlich Geld für ihr Enkelkind anlegen. Dabei ist es möglich, dass sie die Anlage auf ihren eigenen Namen laufen lassen und dem Enkel bei Erreichen der Volljährigkeit übertragen. In diesem Fall müssen die Großeltern Steuern bedenken, die sowohl während der Ansparphase als auch bei der Übertragung, also der Schenkung, anfallen können. Alternativ können die Eltern ein Konto für ihr Kind anlegen, auf das die Großeltern monatlich einzahlen.

Welche Anlageformen eignen sich am besten für 100 Euro monatlich?

Für 100 Euro monatlich eignen sich vor allem Tagesgeld und ETF-Sparpläne – je nachdem, wie lange Sie das Geld arbeiten lassen möchten.

  • Tagesgeld ist ideal, wenn Sie flexibel bleiben und jederzeit auf Ihr Erspartes zugreifen möchten – etwa für einen Notgroschen oder kurzfristige Sparziele. Sie können per Dauerauftrag monatlich einzahlen und profitieren von attraktiven Zinsen.
  • Für langfristige Ziele (z. B. Altersvorsorge, Vermögensaufbau über 10 Jahre und mehr) ist ein ETF-Sparplan oft die bessere Wahl. Schon 100 Euro monatlich können über die Jahre ein beachtliches Vermögen aufbauen – dank des Zinseszinseffekts.
  • Festgeld eignet sich weniger für monatliche Einzahlungen, da der Anlagebetrag in der Regel einmalig festgelegt wird. 

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.

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