Oft können Sie Ihren Sparbetrag erhöhen, wenn Sie ein paar einfache Tricks im Alltag, wie zum Beispiel die Umschlagmethode, berücksichtigen. Wir sagen Ihnen, wie Sie schnell und ohne großen Aufwand mehr aus Ihren Einküften machen.


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Anna N. Baumgart, Online Redakteurin Finanzen bei CHECK24
Wenn Sie 100 Euro im Monat beiseitelegen, können Sie über Jahre hinweg gesehen eine beachtliche Summe zusammensparen. Würden Sie es unverzinst auf dem Girokonto liegen lassen, kämen innerhalb von 25 Jahren bereits 30.000 Euro zusammen. Sie können aber deutlich mehr aus Ihren 100 Euro im Monat machen, wenn Sie sie gewinnbringend anlegen. Zudem können Sie nur so das Geld vor einem Wertverlust durch die Inflation schützen.
Im folgenden Beispiel zeigen wir Ihnen, wie schnell sich Ihre Anlage von 100 Euro im Monat, also 1.200 Euro jährlich, entwickeln würde, wenn Sie eine Rendite von nur drei Prozent im Jahr erhalten. Entscheidend bei der Rechnung ist eine Wiederanlage der Zinsen. Nur so greift der sogenannte Zinseszinseffekt. Das bedeutet, dass die Zinsen wiederum mitverzinst werden und sich so die Wertentwicklung beschleunigt.
| Zinsen | Einzahlung + Zinsertrag | |
| Jahr 1: 1.200 Euro | 36 Euro | 1.236 Euro |
| Jahr 2: 2.436 Euro | 73 Euro | 2.509 Euro |
| Jahr 3: 3.709 Euro | 111 Euro | 3.820 Euro |
| Jahr 4: 5.020 Euro | 151 Euro | 5.171 Euro |
| Jahr 5: 6.371 Euro | 191 Euro | 6.562 Euro |
Wie Sie sehen, haben Sie nach nur fünf Jahren mehr als 6.500 Euro angespart.
Um mehr aus Ihren Ersparnissen zu machen, sollten Sie für sich selbst die Frage beantworten, wie viel Geld Sie im Monat zur Seite legen und sparen können.
Die 50-30-20-Faustformel bietet nur einen Richtwert. In einer Großstadt wie München zum Beispiel müssen Mieter oft mehr als 50 Prozent des Nettoeinkommens für ihre Grundbedürfnisse einplanen. Entsprechend weniger bleibt für einen 100 Euro-Anlageplan übrig. Wieder andere haben nach der Analyse ihrer Finanzen mehr zur Verfügung und können 200 Euro im Monat einsetzen oder sogar mehr.
Um sicherzustellen, dass Sie regelmäßig Geld beiseite legen, ist ein Anlageplan sinnvoll. Das bedeutet, dass Sie die 100 Euro, die Sie einsetzen möchten, automatisiert in eine verzinste Geldanlage investieren, ohne selbst jeden Monat aktiv werden zu müssen. Sie sollten also nach einem Ansparplan suchen, der Ihnen möglichst gute Konditionen bietet. Dazu bietet sich ein ETF-, Depot- oder Tagesgeldvergleich an.
Die Wahl der Anlage richtet sich nach Ihren finanziellen Zielen und danach, wie hoch Ihre Risikoneigung ist, wie viel Wissen Sie dazu aufbauen und wie schnell Sie auf Ihr Geld zugreifen möchten. Allgemein erhalten Sie mehr Rendite auf Produkte mit höherem Risiko, wie zum Beispiel Aktien. Konservative Anlagemöglichkeiten bieten dafür eine absehbare Verzinsung und eine gute Absicherung Ihrer Einlagen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Anlagemöglichkeiten vor.
Noch immer nutzen viele Sparer das klassische Sparbuch. Sparbücher bieten allerdings so gut wie keine Zinsen und sind deshalb keine gewinnbringende Kapitalanlage. Zudem müssen Sie eine Kündigungsfrist von drei Monaten beachten, wenn Sie Ihr Geld zwischendurch nutzen möchten.
Ein Tagesgeldkonto ist risikoarm, kostenlos und bietet Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität. Sie können täglich auf Ihr Guthaben zugreifen und auch zusätzliches Geld anlegen. Der Zinssatz ist variabel, liegt aber normalerweise über dem eines Girokontos.
Ein Fondssparplan für zum Beispiel den ETF (Exchange Traded Fund) MSCI World eignet sich gut, um monatlich Geld zu sparen, gehört aber zu den langfristigen Sparzielen, weil sich Kosten amortisieren müssen. Eine feste Rendite gibt es nicht, da diese Geldanlagen Schwankungen unterliegen. Die Rendite-Aussichten sind nach bisherigen Marktentwicklungen besser als bei zum Beispiel einer Tagesgeldanlage. Gleichzeitig müssen Sie mögliche Depot- und Transaktionskosten bedenken, die Rendite schmälern können.
Wenn Sie in Immobilien anlegen möchten, müssen Sie nicht selbst ein Haus oder eine Wohnung kaufen. Es gibt zahlreiche Immobilienfonds, die Sie mit 100 Euro im Monat besparen können. Auch eine solche Geldanlage sollte langfristig gedacht werden, da sie mit Fixkosten wie Transaktions- und Verwaltungsgebühren verbunden ist.
Die Rendite lässt sich – ähnlich wie bei Aktienfonds und ETFs – nicht vorhersagen. Auch ein Verlust des angelegten Geldes ist möglich.
Neben Fonds und Tagesgeldanlagen gibt es weitere Möglichkeiten wie Anleihen oder Versicherungen. Die verschiedenen Produkte setzen mehr oder weniger Wissen über die Börse und das Produkt selbst voraus.
| Anlageart | Risiko | Benötigtes Wissen | Kosten | Renditechancen | Liquidität |
| Tagesgelder | sehr niedrig (Einlagensicherung bis 100.000 €) | kaum nötig | kostenlos | niedrig (oft knapp über/unter Inflation) | sehr hoch, täglich verfügbar |
| ETF-Investmentplan (Aktien-ETF, z. B. MSCI World) | mittel | Grundwissen sinnvoll | sehr niedrig | hoch, langfristig historisch ca. 6 – 8 % p. a. | hoch, zu Öffnungszeiten der Handelsplätze handelbar |
| Aktienfonds (aktiv gemanagt) | mittel | Grundwissen, Fondsauswahl wichtig | höher | hoch, aber oft nicht besser als ETF nach Kosten | hoch, zu Öffnungszeiten der Handelsplätze handelbar |
| Offene Immobilienfonds | niedrig bis mittel | je nach Produkt | mittel bis hoch | moderat (ca. 2 – 4 % p. a.) | eingeschränkt (Mindesthaltefrist, Kündigungsfristen) |
| Fondsgebundene Lebens-/ Rentenversicherung | abhängig vom Fonds | Vertragsdetails wichtig (Kosten, Laufzeit) | hoch (Abschluss-, Verwaltungskosten) | durch Kosten oft geschmälert | sehr niedrig (Kündigung meist verlustreich) |
| Rentenfonds/ Anleihen-ETF | niedrig bis mittel | Grundwissen zu Zinsen/Laufzeiten hilfreich | niedrig bis mittel | niedrig bis moderat | hoch |
| Gold-Sparplan | mittel | Grundwissen sinnvoll | mittel (Spread, Lagerung bei physischem Gold) | moderat, dient oft als Absicherung | hoch bis mittel |
| Crowdinvesting | hoch (Ausfallrisiko) | hoch, Plattform- und Projektprüfung nötig | unterschiedlich, plattform-/projektabhängig | hoch, aber unsicher | niedrig |
| Kryptowährungen-Sparplan | sehr hoch (extreme Volatilität) | hoch | niedrig bis mittel | niedrig bis hoch, sehr spekulativ | hoch |
Festgeld bietet eine sichere und planbare Spareinlage mit fester Laufzeit und Zinshöhe. Da das Geld aber einmalig für einen bestimmten Zeitraum festgelegt wird, eignet es sich nicht für den Einsatz von monatlich 100 Euro, sondern bietet sich eher für einen etwas höheren Betrag an, auf den Sie nur auf absehbare Zeit verzichten können oder wollen.
Ja, Geld, das Sie zur freien Verfügung haben, können Sie anlegen. Wenn es sich dabei um einen festen Betrag handelt, den Sie jeden Monat beiseitelegen möchten, können Sie dafür einen Sparplan einrichten. Die Höhe des angelegten Geldes richtet sich dabei nach Ihrem persönlichen Budget.
Monatliches Sparen lohnt sich prinzipiell ab jedem Betrag – auch 25 oder 50 Euro im Monat können langfristig einen Unterschied machen. Entscheidend ist weniger die Höhe als die Regelmäßigkeit. Der Zinseszins sorgt dafür, dass auch kleine regelmäßige Beträge über die Jahre wachsen. Beispiel: 50 Euro monatlich über 20 Jahre ergeben bei einer angenommenen Rendite von 3 Prozent p. a. bereits über 16.000 Euro – deutlich mehr als die eingezahlten 12.000 Euro. Diese Annahme ist je nach Anlageform konservativ (z. B. Tagesgeld) oder realistisch (z. B. breit gestreuter ETF-Sparplan).
100 Euro monatlich sind ein sehr guter Startbetrag: Er ist für die meisten Haushalte gut machbar und ermöglicht den Einstieg in verschiedene Anlageformen ohne hohe Mindestanlagen. Wichtig ist, dass Sie eine Dauerüberweisung oder einen Sparplan einrichten, damit das Sparen zur Gewohnheit wird.
Ja, Eltern können schon früh Geld für die Zukunft ihres Nachwuchses gewinnbringend beiseite legen. So kann zum Beispiel mithilfe günstiger Sparprodukte das Geld für ein späteres Studium oder die erste Mietwohnung angesammelt werden. Zudem verfügen Kinder über eigene Sparerpauschbeträge, die für die steuerfreie oder -reduzierte Gewinnausschüttung genutzt werden können.
Großeltern können monatlich Geld für ihr Enkelkind anlegen. Dabei ist es möglich, dass sie die Anlage auf ihren eigenen Namen laufen lassen und dem Enkel bei Erreichen der Volljährigkeit übertragen. In diesem Fall müssen die Großeltern Steuern bedenken, die sowohl während der Ansparphase als auch bei der Übertragung, also der Schenkung, anfallen können. Alternativ können die Eltern ein Konto für ihr Kind anlegen, auf das die Großeltern monatlich einzahlen.
Für 100 Euro monatlich eignen sich vor allem Tagesgeld und ETF-Sparpläne – je nachdem, wie lange Sie das Geld arbeiten lassen möchten.
Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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