Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen: Das Wichtigste zusammengefasst
- Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung versichern gesunde Personen, wie auch Personen mit bereits bestehenden Gesundheitsproblemen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen.
- Mit einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen haben Sie unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand die Gelegenheit, bereits zu Lebzeiten das Finanzielle zu regeln. So können sich Ihre Angehörigen auf das Wesentliche konzentrieren.
- Bei Verzicht auf die Gesundheitsprüfung sind die Tarife mit einem laufenden Beitrag an eine Wartezeit gebunden. In dieser Zeit besteht kein, bzw. kein voller Versicherungsschutz.
- Im Falle eines Unfalltods haben die Hinterbliebenen auch bei noch laufender Wartezeit bei vielen Anbietern vollen Anspruch auf die vertraglich festgelegte Versicherungsleistung.
Dieser Inhalt wird regelmäßig geprüft von:
David Goldschmitt, CHECK24-Experte für Sterbegeldversicherungen
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Gesundheitsfragen?
- Auswirkungen des Verzichts auf Gesundheitsfragen
- Vor- und Nachteile ohne Gesundheitsfragen
- Für wen sinnvoll?
- Beiträge sparen
- Häufige Fragen
Was sind Gesundheitsfragen im Rahmen der Sterbegeldversicherung?
- In der Regel stellen Anbieter von Sterbegeldversicherungen Gesundheitsfragen, um mehr über den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers zu erfahren. So bewerten Versicherer ihr Risiko und die Wahrscheinlichkeit eines Versicherungsfalles während der Laufzeit der Versicherung.
- Was genau die Gesundheitsprüfung beinhaltet, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer. Manche Anbieter stellen Gesundheitsfragen, die beantwortet werden müssen. Anderen genügt eine Bestätigung, dass Sie in den letzten 5 Jahren nicht an bestimmten Vorerkrankungen gelitten haben. Manche Versicherer erkundigen sich nach Ihrer Medikamenteneinnahme. Eine ärztliche Untersuchung ist nicht notwendig.
Werden in der Gesundheitsprüfung Falschangaben gemacht, verfällt im schlimmsten Fall der Versicherungsschutz und die Sterbegeldversicherung kann die Leistungen verweigern.
Diese Auswirkungen hat der Verzicht auf Gesundheitsfragen auf die Sterbegeldversicherung
Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen ist an diverse Rahmenbedingungen geknüpft:
- Die monatlichen Beiträge sind normalerweise höher als bei Tarifen mit einer Gesundheitsprüfung.
- Für gewöhnlich sind Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen nach dem Abschluss immer mit einer Wartezeit verbunden. Die Dauer dieser Wartezeit unterscheidet sich je nach Anbieter und liegt etwa zwischen 6 und 36 Monaten.
- Verstirbt die versicherte Person während der Frist, leistet die Versicherung nur anteilig. Manche Versicherer leisten, abhängig von der bereits verstrichenen Wartezeit, einen prozentualen Anteil der Versicherungssumme. Andere zahlen die bisher eingezahlten Beträge oder Teile davon zurück. In manchen Fällen hat das Eintrittsalter Einfluss auf die anteilige Leistung der Versicherung im Todesfall während der Wartezeit.
- Der volle Leistungsanspruch besteht erst, wenn die Wartezeit vollständig verstrichen ist. Eine Ausnahme hierfür ist oft der Unfalltod. Wenn der Todesfall während der Wartezeit durch einen Unfall eintritt, erstatten viele Versicherer sofort die volle Versicherungssumme. Einige verdoppeln diese dann sogar.
Personen, die die Gesundheitserklärung abgeben können, sollten sich zur bestmöglichen Absicherung für eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit entscheiden.
Vor- und Nachteile einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen
Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsfragen sind im Vergleich zu Tarifen mit Gesundheitsfragen an einige Bedingungen geknüpft. Jedoch bringen Sie einen entscheidenden Vorteil, der Tarife ohne Gesundheitsprüfung in manchen Fällen zu einer passenden Wahl macht.
Vorteile
- Versicherungsabschluss trotz Vorerkrankung möglich
- Kürzere Leistungsfallprüfung
- keine Gefahr der vorvertraglichen Anzeigepflichtsverletzung
- Versicherung einer anderen Person teilweise ohne Unterschrift möglich
Nachteile
- Meist höhere Beitragskosten
- Fast immer mit einer Wartezeit verbunden
Für wen ist eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen sinnvoll?
- Prinzipiell eignet sich diese Art der Versicherung für alle Personen, für die eine Wartezeit kein Problem darstellt und die aufgrund ihres Gesundheitszustands keinen anderen Versicherungsschutz erhalten würden.
- Dies ist dann der Fall, wenn in den letzten 5 Jahren bestimmte Vorerkrankungen vorlagen und teilweise auch wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden müssen.
- Da für eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung nicht immer eine Unterschrift der versicherten Person benötigt wird, kann sich diese Versicherungsform auch dann eignen, wenn Sie Dritte ohne deren Wissen versichern möchten.
Beiträge sparen durch Vergleich unterschiedlicher Anbieter und Tarife
Mit CHECK24 vergleichen Sie zahlreiche seriöse Anbieter für Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitserklärung. Achten Sie dabei besonders auf die vertragliche Wartezeit der einzelnen Tarife und entscheiden Sie sich in aller Ruhe für das richtige Angebot. Sollten Sie sich noch unsicher sein oder Fragen haben, können Sie sich die Angebote zur Einsicht kostenfrei nach Hause bestellen, per E-Mail anfordern oder unsere Versicherungsexperten kontaktieren. Sie sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr unter der Telefonnummer 089 24 24 12 99 oder per E-Mail an sterbegeld@check24.de für Sie erreichbar und beraten Sie gerne zu Ihrer individuellen Situation.
Häufige Fragen
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Was passiert, wenn die versicherte Person während der Wartezeit verstirbt?
In diesem Fall zahlt die Versicherung nur die bis dahin eingezahlten Beträge – teilweise abzüglich einer Verwaltungsgebühr – oder einen Teil der Versicherungssumme aus. Damit voller Leistungsanspruch besteht, muss die vertraglich festgelegte Wartezeit verstrichen sein. Eine häufige Ausnahme ist der Unfalltod. Oftmals zahlen Sterbegeldversicherungen in diesem Fall auch bei laufender Wartezeit die volle Versicherungssumme aus. Manche Tarife verdoppeln die Versicherungssumme in diesem Fall sogar. Achten Sie dafür auf die Tarifdetails der jeweiligen Anbieter.
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Wie lang ist die Wartezeit bei einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung?
In der Regel liegen die Wartezeiten nach Abschluss einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung – abhängig vom Versicherungsanbieter und Tarif - zwischen 6 Monaten und 36 Monaten.
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Wie wird mit der Versicherungssumme nach dem Ableben des Versicherungsnehmers verfahren?
Verstirbt die versicherte Person, wird die Versicherungssumme ausbezahlt, sobald der Nachweis bei der Versicherung einging. Dieses Sterbegeld ist eigentlich an den Zweck der Bestattung gebunden, jedoch ist dies vertraglich oft nicht fest geregelt. Der Empfänger kann dann nach eigenen Wünschen mit dem Betrag verfahren. Wenn Versicherte sicherstellen wollen, dass das Sterbegeld für die Bestattung verwendet wird, kann beispielsweise der Bestatter Ihrer Wahl als bezugsberechtigte Person angegeben werden.
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Müsste ich für eine Gesundheitsprüfung zu einem Arzt?
In der Regel nein. Vielen Sterbegeldversicherungen genügt heutzutage eine Gesundheitserklärung, in der Sie bestätigen, dass bestimmte Vorerkrankungen bei Ihnen in den letzten 5 Jahren nicht vorlagen. Manchmal sind auch die von Ihnen eingenommenen Medikamente relevant. Sollten Sie dabei allerdings Falschaussagen machen oder wesentliche Aspekte verschweigen, gefährdet das Ihren Versicherungsschutz. Sollten Sie sich bei der Beantwortung also unsicher sein, kann es durchaus sinnvoll sein, Ihren Hausarzt um Auskunft zu bitten.
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Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Eine durchschnittliche Bestattung kostet im Schnitt etwa 8.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten variieren jedoch stark je nach Bundesland und eigenen Wünschen für die Bestattung. Es ist sinnvoll sich im Vorwege über die Höhe der Kosten für die Wunschbestattung zu informieren und die Versicherungssumme entsprechend so zu wählen, dass alle Kosten gedeckt sind. Sollte nach der Zahlung der Bestattungskosten noch ein Restbetrag übrig sein, können Sie zu Lebzeiten bestimmen, wie mit dem Betrag umgegangen werden soll. Möglich wäre beispielsweise eine Auszahlung an die Hinterbliebenen oder eine gemeinnützige Spende.
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