Europäische Kommission Überweisungen in EU-Länder ohne Euro sollen billiger werden
| nze

Überweisungen auch in Nicht-Euro-Länder sollen künftig nicht mehr kosten als eine Transaktion im Inland.
Aus der Sicht von Dombrovskis wird damit vor allem eine Ungleichbehandlung der 150 Millionen EU-Bürger beseitigt, in deren Staaten der Euro nicht Landeswährung ist. Außer Bulgarien und Kroatien geht es um Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn, außerdem Dänemark und Großbritannien. Umgekehrt sollen auch Menschen in Euro-Ländern profitieren, die in eines dieser Länder Geld überweisen. Verbraucher und Unternehmen sollen durch die Neuregelung eine Milliarde Euro pro Jahr sparen, sagte Dombrovskis am Mittwoch in Brüssel. Die derzeitigen Kosten für Überweisungen behindern aus seiner Sicht den Binnenmarkt.
Zahlungen in anderen Währungen außer dem Euro werden nicht günstiger werden. Laut dem EU-Kommissar werden allerdings die meisten Zahlungen in der Gemeinschaftswährung abgewickelt. Außerdem sei eine Regelung, die auch Geldtransfers in anderen Währungen verbilligt, aufwändiger gewesen.
Mehr Kostendurchblick bei Kartenzahlungen
Wer in einem Nicht-Euro-Land innerhalb der EU mit Karte bezahlt oder am Automaten Geld abhebt, soll außerdem künftig sofort erfahren, welche Kosten auf ihn zukommen. Häufig können Verbraucher an Geldautomaten oder Kartenterminals wählen, ob sie einen Betrag in der Landeswährung bezahlen beziehungsweise abheben oder diesen gleich in Euro umrechnen lassen wollen. Welche Option günstiger ist, ist bisher in der Regel nicht ersichtlich – Verbraucher sehen oft erst Tage später auf ihrem Kontoauszug, welcher Betrag abgebucht wurde. Wer etwa in Bulgarien nicht in Lew bezahlen möchte, sondern in Euro, lässt den Betrag automatisch umrechnen. Zu welchem Kurs dies geschieht und welche Gebühr der zwischengeschaltete Dienstleister hierfür verlangt, bleibt zunächst unsichtbar.Künftig soll der Verbraucher die Kosten beider Optionen sofort angezeigt bekommen und sich so gezielt für die günstigere entscheiden können. Für diese Regelung sieht die EU-Kommission eine Übergangszeit von drei Jahren vor. Die Europäische Bankenaufsicht soll Zeit haben, Transparenz-Standards zu entwickeln. Anbieter von Zahlungsdiensten sollen innerhalb dieser Frist ihre Geräte oder deren Software umrüsten können.
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