Sicher investieren Wie die Einlagensicherung die Spareinlagen von Anlegern in Deutschland schützt
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Die Einlagensicherung schützt bei einer Bankenpleite das Geld der Sparer. Foto: Formatoriginal/500pxg/gettyimages
Was ist die Einlagensicherung?
Die Einlagensicherung ist ein Sicherungssystem der Banken, das die Anlagen von Privatanlegern in Deutschland und der Europäischen Union (EU) schützt. Gesichert sind dabei Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten sowie Sparguthaben und Sparbriefe. Alle Banken zahlen dafür regelmäßig in den Einlagensicherungsfonds ein, bei dem sie Mitglied sind. Gerät eine Bank in Schieflage, springt die jeweilige Einlagensicherung ein und entschädigt die betroffenen Sparer aus den eingezahlten Beiträgen. Zu unterscheiden ist zwischen✓ der gesetzlichen Einlagensicherung,
✓ der freiwilligen Einlagensicherung und
✓ institutssichernden Einlagensystemen.
So funktioniert die Einlagensicherung in Deutschland
Schutzsystem für das Geld der Sparer: Die Darstellung zeigt, wie die Einlagensicherung in Deutschland funktioniert.
Bei Bankpleiten in Ländern der EU kümmert sich die Einlagensicherung des jeweiligen Anlagelandes um die Entschädigung der betroffenen Bankkunden. Gesetzlich geschützt sind – wie bei der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung, laut der EU-Einlagensicherungsrichtlinie maximal 100.000 Euro pro Kunde und Bank.
Wann bekommen Sparer ihr Geld zurück?
Kommt eine Bank in Zahlungsschwierigkeiten und steht kurz vor der Pleite, dann greift die zuständige Finanzaufsicht ein, in Deutschland ist das die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Sie verhängt zunächst ein sogenanntes Moratorium über die betroffene Bank. Praktisch bedeutet das, dass diese Bank während dieser Zeit weder Geld annehmen noch auszahlen kann. Lediglich zur Tilgung ihrer Schulden darf sie Zahlungen akzeptieren. Stellt die BaFin einen Entschädigungsfall fest, leitet die zuständige Entschädigungseinrichtung ein Entschädigungsverfahren ein, über das die Kunden der Bank ihre Einlagen zurückbekommen.Entschädigungsverfahren: Wie Anleger ihr Geld zurückbekommen
Stellt die Finanzaufsichtsbehörde BaFin einen Entschädigungsfall fest, leitet sie ein Entschädigungsverfahren ein. Dann müssen die geschädigten Sparer ihre Einlagen samt Zinsen innerhalb von sieben Arbeitstagen erstattet bekommen.
Gemäß der Richtlinie 2014/49/EU des Europäischen Parlaments gilt ab dem Jahr 2024 EU-weit eine Erstattungsfrist von sieben Arbeitstagen ab Vorliegen aller Voraussetzungen. So müssen Bankkunden zum Beispiel ein Auszahlungskonto für die Erstattung angeben.Wie erkennen Sparer die Einlagensicherung einer Bank?
Eine Bank ist gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Kunden zu sagen, mit welcher Einlagensicherung sie die angelegten Gelder absichert. Dazu stellen die Banken ihren Kunden einen Informationsbogen zur Verfügung, in dem die entsprechenden Fakten über das für die jeweilige Bank zuständige Einlagensicherungssystem enthalten sind. So muss die Bank zum Beispiel mitteilen, ob sie nur die gesetzliche oder darüber hinaus auch eine freiwillige Einlagensicherung anbietet.Gibt es einen Unterschied zwischen deutscher und ausländischer Einlagensicherung?
Jede Bank, die in Deutschland tätig ist, muss Mitglied eines Einlagensicherungssystems sein. Welche Einlagensicherung ausländische Banken in Deutschland nutzen, ist abhängig davon, ob die jeweilige Bank
✓ ein selbstständiges Tochterunternehmen nach deutschem Recht oder
✓ lediglich eine Zweigstelle ist.
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