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Mastercard: Rechtsstreit senkt Gewinn

| lsc

Stapel bunter Kreditkarten

Mastercards Umsatzsteigerung belasten hohe Bonus-Zahlungen an Geschäftspartner.

Gewinnrückgang bei Mastercard: Die Kreditkartengesellschaft verbucht im Frühjahrsquartal einen Gewinn von 921 Millionen US-Dollar – ein Prozent weniger als noch im vorherigen Quartal. Das gab das Unternehmen am Mittwoch bekannt. Grund dafür ist ein Rechtsstreit in Großbritannien. Auch der Umsatz konnte kaum gesteigert werden.
Mastercard machte im Frühjahrsquartal einen Umsatz von 2,39 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von 0,9 Prozent. Finanzanalysten hätten im Schnitt einen Umsatz von 2,41 Milliarden Dollar erwartet. Doch die Boni und Rabatte, die Mastercard Geschäftspartnern bei Vertragsabschlüssen oder -verlängerungen einräumt, fallen in puncto Umsatzsteigerung negativ ins Gewicht. 28 Prozent der Bruttoeinnahmen entfielen auf diese Belohnungen. Zum Vergleich: Beim Konkurrenten Visa sind es lediglich 16 Prozent.

Mastercard verdient mit Gebühren, die fällig werden, wenn Verbraucher mit ihrer Kreditkarte bargeldlos bezahlen. Das Geschäftsmodell von Mastercard spezifizierend erklärt Jürgen Uthe, stellvertretender Deutschland-Chef von Mastercard im Check24-Interview: „Mastercard verdient sein Geld mit Gebühren für die Nutzung der Marke, die Bereitstellung der Infrastruktur und die Verarbeitung und Verrechnung der Transaktionen. Diese Kosten tragen die dem Netzwerk angeschlossenen Banken.“