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Finanztest empfiehlt Prepaid-Kreditkarten

| asz

Stapel mit vielen Kreditkarten

Prepaid-Kreditkarten funktionieren auf Guthabens-Basis und schützen Verbraucher daher vor Überschuldung.

Prepaid-Kreditkarten stellen eine sinnvolle Alternative zu klassischen Kreditkarten dar - sowohl im In- als auch im Ausland. Zu diesem Ergebnis kam das Magazin Finanztest bei einem Vergleich von 24 Prepaid-Kreditkarten von unterschiedlichen Anbietern. Demnach bieten die Karten auf Guthabenbasis zum Großteil die gleichen Funktionen wie klassische Kreditkarten. Bei der Anschaffung müssen Verbraucher jedoch meist tiefer in die Tasche greifen – lediglich für fünf der getesteten Karten fällt keine Jahresgebühr an.
Die Experten von Finanztest raten Verbrauchern zudem, auch zusätzlich zur Jahresgebühr anfallende Kosten im Auge zu behalten, wenn sie sich für eine Kreditkarte entscheiden: Denn bei einigen Kreditkarten kostet es zwischen fünf und 7,50 Euro, wenn Bargeld am Automaten abgehoben wird – alternativ kann auch ein bestimmter Prozentsatz des abgehobenen Betrages anfallen. Zusätzlich werden je nach Anbieter zwischen einem und 1,90 Prozent der Transaktionssumme fällig, wenn mit der Karte im Ausland gezahlt wird. Unter den getesteten Kreditkarten waren lediglich Zahlungen mit der Mastercard Prepaid Card des britischen Unternehmens Kalixa kostenlos.

Die Karten auf Guthabenbasis eignen sich laut Finanztest vor allem für Verbraucher, die aufgrund einer schlechten Bonität oder einem unregelmäßigen Einkommen keine klassische Kreditkarte erhalten: Vor der Ausstellung einer Prepaid-Karte wird die Schufa-Akte des Verbrauchers überhaupt nicht angefragt, da sich Verbraucher auf diese Weise nicht weiter verschulden können. Die Experten des Magazins raten daher insbesondere Selbstständigen und Freiberuflern zu diesen Kreditkarten.

Prepaid-Kreditkarten bieten Verbrauchern zudem einen entscheidenden Vorteil: Da die Karte praktisch mit Guthaben aufgeladen wird, verfügt sie über ein natürliches Limit - geht sie verloren oder wird sie gestohlen, verliert der Besitzer maximal diese Summe. Eva Raabe von der Verbraucherzentrale Kassel sagte zusätzlich, dass eine Überschuldung bei Prepaid-Kreditkarten im Vergleich zu klassischen revolvierenden Kreditkarten generell nicht möglich sei. Daher sind sie laut Finanztest auch eine sinnvolle Alternative für Kinder und Jugendliche: Vierzehn der getesteten Karten erhalten auch Personen, die noch nicht volljährig sind.