Studie: Banken verlangen zu hohe Zinsen für Dispokredite
| sbi

Ein überzogenes Girokonto ist teuer: Einer Studie zufolge erheben Banken zu hohe Zinsen für Dispokredite.
Die Banken rechtfertigen ihre horrenden Gebühren mit hohen Kosten, die durch die Abwicklung von Krediten entstehen, sowie dem vermeintlich hohen Ausfallrisiko. Der Studie zufolge liegt die Ausfallquote bei Dispokrediten jedoch bei lediglich 0,3 Prozent und bei Konsumkrediten bei 2,5 Prozent. Zudem habe sich den Experten zufolge der Bearbeitungs- und Verwaltungsaufwand für die Kredite nicht erhöht. Darüber hinaus müssen die Banken gegenwärtig kaum Zinsen zahlen. Zurzeit liegt der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), zu dem sich die Banken Geld leihen, auf einem historisch niedrigen Niveau von 0,75 Prozent.
Nach einer Erhebung von Stiftung Warentest vom Herbst 2011 verlangen Banken im Schnitt 12,4 Prozent für den Dispokredit - der höchste Zinssatz lag bei 18,25 Prozent. Medienberichten zufolge liegt der aktuell durchschnittliche Dispozinssatz laut Warentest-Bankexpertin Stephanie Pallasch zwischen zehn und elf Prozent. Nach dem Gutachten des Verbraucherschutzministeriums summieren sich die Dispokredite der Bundesbürger auf insgesamt 40 Milliarden Euro.
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