SPD fordert gesetzliche Obergrenze für Abhebungen an Fremdautomaten
| sbi

Wer Geld an Fremdautomaten abhebt, muss zum Teil hohe Gebühren zahlen. Die SPD fordert eine gesetzliche Obergrenze.
Das Bundesverbraucherschutzministerium hatte Ende des vergangenen Jahres noch angekündigt, dass die Gebühren für Fremdabhebungen allmählich sinken würden. Die Transparenzregeln, die auf Druck von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) eingeführt wurden, hätten Wirkung gezeigt. Die Transparenzregeln verpflichten Banken und Sparkassen seit 2011 dazu, an ihren Geldautomaten vor jeder Abhebung anzuzeigen, wie viel Fremdkunden zahlen müssen. Bevor die Vorschrift in Kraft getreten war, hatten vereinzelte Banken bis zu zehn Euro für den Service berechnet. Verbraucher konnten jedoch erst auf ihrem Kontoauszug sehen, wie viel ihnen berechnet wurde.
Verbraucherschützer fordern seit längerem eine gesetzliche Obergrenze für die Gebühren - Aigner ging hingegen davon aus, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken diese aus Wettbewerbsgründen früher oder später freiwillig senken würden. Die privaten Banken hatten sich 2010 auf eine verbindliche Obergrenze von 1,95 Euro geeinigt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken schlossen sich dem jedoch nicht an, da sie bundesweit die meisten Geldautomaten betreiben und dadurch hohe Kosten für die Umrüstung hinnehmen müssten.
Weitere Nachrichten über Konto-Kredit
- 03.09.2024
Automat, Schalter, Supermarkt: Bargeld einzahlen bei ING, DKB & Co. - so geht's
Trotz fehlendem Filialnetz und Bankschalter: So zahlen Kunden einer Direktbank Bargeld auf ihr Girokonto ein. » mehr
- 07.07.2024
Neuer CHECK24 Kontoumzug: Girokonto kostenlos mit nur einem Klick wechseln
Innerhalb von fünf Minuten das Girokonto wechseln? Das geht mit dem neuen Kontoumzug von CHECK24. Mit nur einem Klick werden auch Daueraufträge umgezogen. Das war bisher noch nicht möglich. Wie der neue Service funktioniert und wie schnell es tatsächlich geht. » mehr
- 05.04.2024
Maestro-Logo verschwindet auf Girocards: Was das Maestro-Ende für Bankkunden bedeutet
Der Zahlungsverkehr in Deutschland befindet sich im ständigen Wandel. Zum 1. Juli 2023 wurde die zusätzliche Zahlungsfunktion Maestro auf der Girocard eingestellt. Wir haben die wichtigsten Antworten zum Maestro-Aus zusammengestellt und uns angeschaut, welche Kontokarten Banken ihren Kunden zur Verfügung stellen. » mehr