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Geld versenden unter Freunden Kwitt und Co können bald deutlich mehr
| rkr
Mit „Kwitt“ oder „Geld senden & anfordern“ könnten Nutzer bald an fast alle Bekannte und Freunde Geld verschicken. Die Sparkassen und VR-Banken planen offenbar, ihre Dienste zu vernetzen. Außerdem wird die Funktion bald deutlich schneller.
Kwitt und Geld senden & anfordern könnten bald deutlich praktikabler werden als bisher.
Die Sparkassen wollen bei ihrer Geldversand-Funktion offenbar mit den Volks- und Raiffeisenbanken zusammenarbeiten. Das berichtet das Handelsblatt und beruft sich dabei auf Verbandskreise. Und damit nicht genug – auch erste private Banken hätten bereits Interesse bekundet, sich am gemeinsamen Bezahlsystem zu beteiligen.
Wer beim von den Sparkassen angebotenen Dienst Kwitt oder bei Geld senden & anfordern von den VR-Banken registriert ist, kann anderen Nutzern mit ein paar Wischern per Smartphone Geld überweisen. Doch endet der Komfort bisher, wenn der Empfänger einen anderen oder gar keinen derartigen Dienst nutzt – zumindest für den Empfänger. Der muss nämlich erstmal seine Kontodaten angeben, um das Geld zu erhalten.
Bleibt es bei der Ankündigung, spielt es künftig wohl keine Rolle mehr, ob der Empfänger bei Kwitt oder bei Geld senden & anfordern registriert ist. Die Nutzer beider Systeme könnten dann beliebig untereinander Zahlungen und Zahlungsaufforderungen verschicken. Sollten auch die wichtigsten Privatbanken das System unterstützen, wäre hierzulande schnell ein flächendeckendes Bezahlsystem eingerichtet, das Überweisungen unter Privatpersonen so einfach macht wie das Verschicken von Whatsapp-Nachrichten. Schließlich entfällt bei beiden Diensten die Eingabe der IBAN und bei kleinen Beträgen auch die TAN.
So einfach und schnell wie Whatsapp
Nur so schnell wie Whatsapp wäre der Geldversand nicht. Noch nicht. Denn die Sparkassen haben mittlerweile auch bekannt gegeben, dass Kwitt-Überweisungen künftig in Echtzeit funktionieren sollen. Bisher war das nur möglich, wenn beide Nutzer Kunde derselben Sparkasse sind. Andernfalls dauert die Zahlung wie eine reguläre Banküberweisung etwa ein bis zwei Werktage. Voraussetzung für die sekundenschnelle Überweisung wäre laut Internetseite der Sparkassen, dass beide beteiligte Geldhäuser die Echtzeitüberweisung unterstützen.
Technisch sollte das bereits im Sommer dieses Jahres möglich sein. Ab dann werden die Sparkassen nämlich das sogenannte Instant Payment einführen, die Möglichkeit Geld innerhalb von Sekunden zu überweisen. "Die Sparkassen werden geschlossen ab Mitte 2018 teilnehmen", zitiert heise.de einen Verbandsprecher. Bei den Genossenschaftsbanken sollen die schnellen Überweisungen ab Ende dieses Jahres möglich sein.