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Dispokredit: Jeder fünfte Deutsche überzieht sein Konto

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Taschenrechner und Geldbündel

Trotz hoher Zinsen wird der flexible Dispokredit von den Deutschen besonders gerne genutzt.

Im internationalen Vergleich zählen die Deutschen zu den Spitzenreitern, wenn es darum geht, das Girokonto zu überziehen: Jeder fünfte Bundesbürger nutzt seinen Dispokredit permanent oder mindestens einmal im Monat. Knapp 23 Prozent der Deutschen überziehen ihr Konto zumindest mehrmals im Jahr. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsunternehmens Ipsos im Auftrag der Direktbank ING-DiBa. Demnach schöpfen dabei nach eigenen Angaben 13,8 Prozent der Befragten einen Kreditrahmen von mehr als 1.500 Euro aus – bei fast 18 Prozent sind es immerhin zwischen 500 und 1.500 Euro.
Im Allgemeinen  nehmen die Deutschen jedoch deutlich zurückhaltender ein Darlehen (Ratenkredit, Kreditkarte, Dispo, Kredit bei Freunden oder Familie) auf als die Bürger anderer Länder: Lediglich in den Niederlanden werden weniger Kredite in Anspruch genommen.

Während die Bundesbürger den Dispokredit anderen Darlehensarten vorziehen, bevorzugen die Verbraucher der meisten anderen Länder Ratenkredite: So zahlen etwa 40 Prozent der Türken und Rumänen sowie 38 Prozent der Luxemburger einen Ratenkredit ab – bei den Deutschen sind es dagegen nur 20 Prozent. Spitzenreiter im Bereich Kontoüberziehung ist Tschechien: Hier sind aktuell 25 Prozent der Befragten in Form eines Dispokredits verschuldet. Mit 19 Prozent folgt Rumänien auf Platz drei. Den dritten Platz belegt Deutschland mit derzeit 18 Prozent.

Im Rahmen der Studie befragte Ipsos 1.003 volljährige Verbraucher aus Deutschland sowie insgesamt 12.637 Verbraucher aus der Türkei, den Niederlanden, Österreich, Luxemburg, Rumänien, Polen, Italien, Frankreich, Spanien, Tschechien, Belgien und dem Vereinigten Königreich.