Service "Cash im Shop" DKB-Kunden können bald per Smartphone Geld bei Rewe abheben
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Kunden der DKB können ab diesem Sommer mit dem Smartphone im Handel Geld abheben. Foto: DKB
Wer ein Girokonto bei der DKB hat, kann das Abheben dadurch während der Ladenöffnungszeiten mit seinen regulären Einkäufen verbinden. Der Kunde muss dafür zwei Apps der Direktbank auf seinem Smartphone installiert haben: die DKB-Banking-App und die DKB-pushTAN-App (beide sind für iPhones und Geräte mit Android verfügbar). Der Kunde öffnet an der Kasse die DKB-Banking-App und wählt die Funktion „Cash im Shop“. Anschließend wählt er einen Betrag zwischen 50 und 300 Euro aus und bestätigt die Abhebung mit einer TAN. Diese Nummer wird automatisch in der pushTAN-App erzeugt und in die Banking-App übertragen. Der Nutzer muss sie also nicht abtippen. Anschließend wird ein Barcode generiert und auf dem Smartphone angezeigt, der an der Kasse eingelesen wird. Daraufhin erhält der Kunde sein Bargeld. Die Abhebung wird ihm in der App unmittelbar angezeigt. Einen Mindesteinkaufswert muss der Kunde nicht erreichen, um Geld abheben zu können.
Das Smartphone wird immer stärker zum Werkzeug für Bankgeschäfte
Die Deutsche Kreditbank bietet „Cash im Shop“ zusammen mit dem Dienstleister Barzahlen an. Über dessen Infrastruktur können Kunden deutschlandweit in mehr als 10.000 Niederlassungen unterschiedlicher Händler bereits andere grundlegende Bankdienste nutzen: Sie können mit Barcodes an den Kassen Rechnungen bezahlen und Bargeld auf ihr Girokonto einzahlen. Ein konkreteres Startdatum als für die neue Abhebefunktion außer „diesen Sommer“ nannten DKB und Barzahlen bisher nicht.Neu ist die Idee, im Einzelhandel Bargeld abzuheben, nicht. Kunden von Rewe-Märkten beispielsweise können dort schon seit 2003 ab einem Einkaufswert von 20 Euro mit ihrer Girocard Bargeld abheben. In den zu derselben Mutter gehörenden Penny-Märkten ist das seit 2008 möglich.
Allerdings wird mit Angeboten wie „Cash im Shop“ zunehmend das Smartphone zum Werkzeug für einfache Bankgeschäfte. Das zuletzt wegen überraschender Kontokündigungen öffentlich gescholtene Unternehmen Number26 bietet unter dem Titel Cash26 seit vergangenem Herbst ebenfalls Bargeldabhebungen im Handel an – nach demselben Prinzip wie jetzt die DKB und ebenfalls zusammen mit dem Partner Barzahlen.
Wer solche Dienste nutzt, kann die Girocard oder Kreditkarte immer öfter im Geldbeutel stecken oder gleich zu Hause liegen lassen. Mit Mobile Payment übers Smartphone wird eine Plastikkarte künftig auch zum Bezahlen im Laden nicht mehr vonnöten sein. Stattdessen zückt der Kunde sein Smartphone mit NFC-Chip und einer zugehörigen App und setzt die Zahlung darüber in Gang. Bis dies zum Standardvorgang wird, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Die Mobile-Payment-Landschaft ist zersplittert. Mobilfunkanbieter mischen auf dem Markt ebenso mit wie Apple und Google. Die beiden letztgenannten bieten schon seit längerem Bezahldienste an, allerdings noch nicht hierzulande. Einen Starttermin für Deutschland ist bisher weder für Android Pay noch für Apple Pay bekannt.
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