Bundesregierung erwägt Einführung von Dispo-Warnhinweisen
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Hohe Dispo-Zinsen: Die Bundesregierung erwägt gesetzliche Warnhinweise, sobald der Kunde ins Minus rutscht.
Die Verbraucherschützer fordern bereits seit Jahren eindeutige Warnhinweise, die deutschen Banken sind hingegen gespaltener Meinung. Jürgen Fitschen, Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, sprach sich erst kürzlich gegen die Hinweise aus. Die Commerzbank steht der Idee hingegen deutlich aufgeschlossener gegenüber. Privatkunden-Vorstand Martin Zielke etwa sagte gegenüber der Süddeutschen Zeitung, er sei nicht gegen eine gesetzliche Regelung. Die Commerzbank selbst hat jedoch bislang auch noch keine Warnhinweise eingerichtet.
Einer Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen (iff) zufolge überziehen vor allem Arbeitslose und Alleinerziehende ihr Konto. Gerade diese Personengruppen sind auf das Geld angewiesen - daran würden auch Warnhinweise nichts ändern. Michael Knobloch vom iff-Institut stuft explizite Warnhinweise als wenig hilfreich ein, da Kunden ihren Kontostand auch durch Onlinebanking oder Kontoauszüge einsehen könnten. Zudem kritisiert der iff-Wissenschaftler die Formulierung "Warnhinweis". Denn nicht jeder, der den Dispo nutze, müsse auch davor gewarnt werden. Nicht der Überziehungskredit sei das Problem, sondern dessen falsche Nutzung. Das Konto zu überziehen sei eine gute Alternative, um etwa finanzielle Engpässe zu überbrücken. Die Herausforderung sei vielmehr, die Dispo-Zinsen insgesamt niedrig zu halten, sagte Knobloch.
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