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Pressekonferenz der Volks- und Raiffeisenbanken BVR pessimistisch: Weitere fünf Jahre ohne Zinserhöhung
| fbu

Für BVR-Präsidentin Marija Kolak ist keine Zinswende in Sicht. (Foto: BVR)
Müssen sich Sparer bald auf flächendeckend negative Zinsen einstellen? Anlass zu dieser Sorge gibt die heutige Pressekonferenz der Volks- und Raiffeisenbanken.
Strafzinsen für Privatkunden galten in den vergangenen Jahren immer wieder als eines der Schreckgespenster, das im Zuge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) bei vielen Beobachtern der Bankenszene herumspukte. Die Ankündigung von EZB-Chef Mario Draghi, nach welcher beim Leitzins bis mindestens Mitte nächsten Jahres nicht mit einer Erhöhung zu rechnen sei, machte in dieser Hinsicht wenig Mut. Genauso verhalten war auch das Echo auf die Verkündung der Personalie seiner designierten Nachfolgerin Christine Lagarde, von der eine Fortführung dieses Kurses erwartet wird.
Auf der jährlichen Pressekonferenz des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), die am heutigen Donnerstag in Frankfurt am Main stattfand, ging man sogar noch einen Schritt weiter: „Wir rechnen nicht mit einer Wende beim Leitzins in den kommenden fünf Jahren“, sagte Marija Kolak, die Präsidentin des BVR. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf das Privatkundengeschäft sagte sie: „Wir werden uns darauf einstellen müssen.“
Die Zentralbank verlangt bereits seit 2016 von den Privatbanken einen negativen Einlagezins von -0,4 Prozent für Geld, das die Institute kurzfristig bei der EZB anlegen. Mit dem Ausbleiben der Zinswende werde es nun immer schwerer, die Profitabilität im Privatkundengeschäft zu sichern, so Kolak. Für die Genossenschaftsbanken könnte dann über kurz oder lang kein Weg mehr an negativen Zinsen für private Anleger vorbeiführen. Dieses Vorgehen bildet im Augenblick noch die absolute Ausnahme bei den über 900 Volks- und Raiffeisenbanken. Lediglich für sehr hohe Anlagesummen – etwa über 500.000 Euro – wurden bei einigen Tagesgeld- und Girokonten Minuszinsen eingeführt.
Diese Ausnahme gilt auch für manche Sparkassen sowie private Banken. Sollte sich jedoch dauerhaft keine Änderung oder, wie vielfach vermutet, gar eine Verschärfung des EZB-Strafzinses einstellen, könnten schon bald auch auf Kleinanleger ungemütliche Zeiten zukommen. Die aktuelle Situation brachte BVR-Präsidentin Kolak mit zwei Worten trocken auf den Punkt: „Zinswende adé!“
Auf der jährlichen Pressekonferenz des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), die am heutigen Donnerstag in Frankfurt am Main stattfand, ging man sogar noch einen Schritt weiter: „Wir rechnen nicht mit einer Wende beim Leitzins in den kommenden fünf Jahren“, sagte Marija Kolak, die Präsidentin des BVR. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf das Privatkundengeschäft sagte sie: „Wir werden uns darauf einstellen müssen.“
Die Zentralbank verlangt bereits seit 2016 von den Privatbanken einen negativen Einlagezins von -0,4 Prozent für Geld, das die Institute kurzfristig bei der EZB anlegen. Mit dem Ausbleiben der Zinswende werde es nun immer schwerer, die Profitabilität im Privatkundengeschäft zu sichern, so Kolak. Für die Genossenschaftsbanken könnte dann über kurz oder lang kein Weg mehr an negativen Zinsen für private Anleger vorbeiführen. Dieses Vorgehen bildet im Augenblick noch die absolute Ausnahme bei den über 900 Volks- und Raiffeisenbanken. Lediglich für sehr hohe Anlagesummen – etwa über 500.000 Euro – wurden bei einigen Tagesgeld- und Girokonten Minuszinsen eingeführt.
Diese Ausnahme gilt auch für manche Sparkassen sowie private Banken. Sollte sich jedoch dauerhaft keine Änderung oder, wie vielfach vermutet, gar eine Verschärfung des EZB-Strafzinses einstellen, könnten schon bald auch auf Kleinanleger ungemütliche Zeiten zukommen. Die aktuelle Situation brachte BVR-Präsidentin Kolak mit zwei Worten trocken auf den Punkt: „Zinswende adé!“
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