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Wirtschaftsweiser Bofinger verteidigt die Geldpolitik der EZB
| sbi

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht wegen der Anleihekäufe und langfristigen Krediten in der Kritik.
Der Volkswirtschaftler Peter Bofinger, einer der Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, hat die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verteidigt. Die Inflationsgefahr werde durch das Staatsanleihekaufprogramm und die EZB-Kredite nicht steigen, sagte er der ARD. Die Banken mit billigem Geld zu versorgen, sei der richtige Weg, so Bofinger weiter.
Die lockere Geldpolitik der Notenbank ist auch innerhalb des EZB-Rats umstritten. Erst kürzlich hatte sich zudem Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats, in einem kritischen Schreiben gegen den Kurs von EZB-Chef Mario Draghi gewandt. Weidmann hatte den Kauf von Staatsanleihen und Kredite zu Billigzinsen kritisiert und vor gleichzeitig vor steigenden Risiken gewarnt. Die Geldflut der EZB sorge nur für eine trügerische Ruhe. Draghi wies die Kritik Weidmanns zurück und sagte, dass die gesamte Zentralbank eine "Hüterin der Preisstabilität" sei.
Die Bundesbank musste 2011 Wagnisrückstellungen von 4,1 Milliarden Euro vornehmen - 2010 betrug die Summe noch 1,6 Milliarden Euro. Mit Wagnisrückstellungen bereitet sich die Bundesbank auf mögliche Verluste vor, die beispielsweise aus den angekauften Anleihen kriselnder Euro-Länder resultieren. Wegen der gestiegenen Risiken beklagte die Bundesbank im vergangenen Jahr zudem starke Gewinneinbrüche: so dass sie nur 643 Millionen Euro für den Bundeshaushalt überweisen konnte - das sind 70 Prozent weniger als noch 2010. Die Euro-Krise zu bekämpfen sei Aufgabe der Politik und nicht der Zentralbank, so der Bundesbank-Chef.
Die Banken haben sich in den vergangenen Monaten untereinander immer seltener Geld geliehen, da viele Institute risikobelastete Staatsanleihen besitzen. Um die Kreditvergabe zu sichern und die Konjunktur am Laufen zu halten, hatte die EZB den europäischen Banken im Dezember und Februar dreijährige Kredite zum Leitzinssatz von 1,0 Prozent angeboten - normalerweise vergibt die Zentralbank keine solch langfristigen Verbindlichkeiten. Insgesamt betrug das Kreditvolumen 1,018 Billionen Euro.
Die Bundesbank musste 2011 Wagnisrückstellungen von 4,1 Milliarden Euro vornehmen - 2010 betrug die Summe noch 1,6 Milliarden Euro. Mit Wagnisrückstellungen bereitet sich die Bundesbank auf mögliche Verluste vor, die beispielsweise aus den angekauften Anleihen kriselnder Euro-Länder resultieren. Wegen der gestiegenen Risiken beklagte die Bundesbank im vergangenen Jahr zudem starke Gewinneinbrüche: so dass sie nur 643 Millionen Euro für den Bundeshaushalt überweisen konnte - das sind 70 Prozent weniger als noch 2010. Die Euro-Krise zu bekämpfen sei Aufgabe der Politik und nicht der Zentralbank, so der Bundesbank-Chef.
Die Banken haben sich in den vergangenen Monaten untereinander immer seltener Geld geliehen, da viele Institute risikobelastete Staatsanleihen besitzen. Um die Kreditvergabe zu sichern und die Konjunktur am Laufen zu halten, hatte die EZB den europäischen Banken im Dezember und Februar dreijährige Kredite zum Leitzinssatz von 1,0 Prozent angeboten - normalerweise vergibt die Zentralbank keine solch langfristigen Verbindlichkeiten. Insgesamt betrug das Kreditvolumen 1,018 Billionen Euro.
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