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Deutsche Verbraucher schenken Banken jährlich Milliarden Euro an Zinsen
| sbi

Die Zinserträge auf Girokonten sind verschwindend gering, andere Geldanlagen bringen mehr Rendite.
Der Banken Freud ist des Verbrauchers Leid: Statt sich eingehend über Anlagemodelle und preiswerte Kredite zu informieren, schenken deutsche Bankkunden den Kreditinstituten jährlich vier Milliarden Euro an Zinsen durch zu teure Dispokredite und gering verzinste Girokonten.
Ein großer Teil der deutschen Verbraucher lagert sein Geld auf dem Girokonto - und lässt sich so viel Geld durch die Finger gehen, denn ein gut verzinstes Festgeld- oder Tagesgeldkonto wirft eine deutlich höhere Rendite ab. Auch durch die leichtfertige Nutzung des Dispositionskredits lassen Verbraucher viel Geld liegen. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung verlieren Bankkunden auf diese Weise ganze 4,3 Milliarden Euro im Jahr. Zu diesem Ergebnis gelangte Udo Kessler, ein Düsseldorfer Finanzexperte. Für seine Untersuchung zog der Fachmann Angaben der FMH-Finanzberatung und der Deutschen Bundesbank heran. Günstiger und ertragreicher geht es in jedem Fall.
Dem Monatsbericht für Mai der Deutschen Bundesbank zufolge umfasst das Gesamtvermögen an Sichteinlagen auf allen bestehenden Girokonten und Tagesgeldkonten der Verbraucher schätzungsweise 570,6 Milliarden Euro. Davon schlummern nach Angaben der Studie etwa 199,7 Milliarden Euro, also 35 Prozent der Gesamtsumme, auf kaum verzinsten Girokonten. Wäre dieses Geld auf einem Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von durchschnittlich 1,4 Prozent, würde der daraus gewonnene Zinsertrag 2,5 Milliarden Euro umfassen. Führt man die Berechnung mit Tagesgeldzinsen von 2,0 Prozent durch, würden Gewinne über 3,7 Milliarden Euro erzielt.
Statt zur Umschuldung des Dispokredits einen preiswerten Ratenkredit zu nutzen, schlagen sich viele mit zu hohen Sollzinsen herum. Werden die daraus resultierenden Verluste dazu addiert, entsteht ein finanzieller Schaden von 4,3 Milliarden Euro für Privatkunden. Anstelle teurer Dispozinsen von durchschnittlich 11,3 Prozent könnten Darlehen gewählt werden, die über einen Zweidrittelzins von 7,9 Prozent und weniger verfügen.
Dem Monatsbericht für Mai der Deutschen Bundesbank zufolge umfasst das Gesamtvermögen an Sichteinlagen auf allen bestehenden Girokonten und Tagesgeldkonten der Verbraucher schätzungsweise 570,6 Milliarden Euro. Davon schlummern nach Angaben der Studie etwa 199,7 Milliarden Euro, also 35 Prozent der Gesamtsumme, auf kaum verzinsten Girokonten. Wäre dieses Geld auf einem Tagesgeldkonto mit einem Zinssatz von durchschnittlich 1,4 Prozent, würde der daraus gewonnene Zinsertrag 2,5 Milliarden Euro umfassen. Führt man die Berechnung mit Tagesgeldzinsen von 2,0 Prozent durch, würden Gewinne über 3,7 Milliarden Euro erzielt.
Statt zur Umschuldung des Dispokredits einen preiswerten Ratenkredit zu nutzen, schlagen sich viele mit zu hohen Sollzinsen herum. Werden die daraus resultierenden Verluste dazu addiert, entsteht ein finanzieller Schaden von 4,3 Milliarden Euro für Privatkunden. Anstelle teurer Dispozinsen von durchschnittlich 11,3 Prozent könnten Darlehen gewählt werden, die über einen Zweidrittelzins von 7,9 Prozent und weniger verfügen.
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