Mit dem Klick auf „geht klar” ermöglichen Sie uns Ihnen über Cookies ein verbessertes Nutzungserlebnis zu servieren und dieses kontinuierlich zu verbessern. So können wir Ihnen bei unseren Partnern personalisierte Werbung und passende Angebote anzeigen. Über „anpassen” können Sie Ihre persönlichen Präferenzen festlegen. Dies ist auch nachträglich jederzeit möglich. Mit dem Klick auf „Nur notwendige Cookies” werden lediglich technisch notwendige Cookies gespeichert.
Wählen Sie, welche Cookies Sie auf check24.de akzeptieren. Die Cookierichtlinie finden Sie hier.
Notwendig
Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unserer Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.
Wir möchten für Sie unseren Service so gut wie möglich machen. Daher verbessern wir unsere Services und Ihr Nutzungserlebnis stetig. Um dies zu tun, möchten wir die Nutzung des Services analysieren und in statistischer Form auswerten.
Um Ihnen unser Angebot kostenfrei anbieten zu können, finanzieren wir uns u.a. durch Werbeeinblendungen und richten werbliche und nicht-werbliche Inhalte auf Ihre Interessen aus.Dafür arbeiten wir mit ausgewählten Partnern zusammen. Ihre Einstellungen können Sie jederzeit mit Klick auf Datenschutz im unteren Bereich unserer Webseite anpassen.Ausführlichere Informationen zu den folgenden ausgeführten Verarbeitungszwecken finden Sie ebenfalls in unserer Datenschutzerklärung.
Historischer Tiefststand: EZB senkt Leitzins auf unter 1,0 Prozent
| sbi
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag den Leitzins auf 0,75 Prozent gesenkt. Damit ist der Zinssatz auf einem historischen Tiefstand angekommen: Erstmals seit Einführung des Euro 1999 rutschte er auf unter 1,0 Prozent. Wie der EZB-Rat in Frankfurt am Main mitteilte, soll dadurch ein Einbruch der Wirtschaft innerhalb der Eurozone verhindert werden. Auch die hohe Arbeitslosigkeit innerhalb der Eurozone habe Anlass zu der Maßnahme gegeben. Zudem habe die rückläufige Inflationsrate den Schritt begünstigt.
Erstmals seit Einführung des Euro hat die EZB den Leitzins auf unter 1,0 Prozent gesenkt.
Durch die Leitzinssenkung sollen in erster Linie die kriselnden Banken in Spanien und Italien entlastet werden, die aus dem wirtschaftsstärkeren Teilen des Euroraums kaum mehr Kredite erhalten. Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatte sich bereits im Vorfeld der Ratssitzung gegen einen niedrigeren Leitzins ausgesprochen. Die Leitzinssenkung würde den Krisenstaaten zwar helfen. Sie kritisierte aber, dass wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland, die keine Lockerung der Geldpolitik benötigten, ebenfalls von der Zinssenkung betroffen wären. Lagarde plädierte vielmehr für eine Fortführung der Anleihekäufe der EZB - durch den Aufkauf von Staatsanleihen könnte kriselnden Ländern direkt geholfen werden.
An den Finanzmärkten war der Schritt der Zentralbank bereits erwartet worden. Peter Praet, Chefvolkswirt der EZB, hatte bereits in der vergangenen Woche klargestellt, es gebe keine Doktrin, dass der Leitzins nicht unter einem Prozent liegen könne. Zum Leitzins leihen sich Banken Geld bei der EZB. Zusätzlich bildet er die Mindestverzinsung für Kredite, die in Euro vergeben werden. In der Regel wirken sich die Veränderungen beim Leitzins zeitnah auf die Zinssätze am Geld- und Kapitalmarkt aus.
Unternehmen und Verbraucher in Deutschland werden von der Leitzinssenkung profitieren: Banken können sich günstiger Geld leihen und diese Ersparnisse an ihre Kunden weitergeben - die Zinsen für Unternehmens- und Verbraucherkredite sinken. Dadurch könnten die Investitionsbereitschaft von Firmen und die Konsumfreude der Bürger steigen. Ob das auch auf andere Euro-Länder zutreffen wird, ist hingegen fraglich: Nach Einschätzung von Gustav Horn vom Institut Makroökonomie (IMK) müssten die Banken in erster Linie Risiken abbauen und die Kreditvergabe weiter beschränken.