Mit dem Klick auf „geht klar” ermöglichen Sie uns Ihnen über Cookies ein verbessertes Nutzungserlebnis zu servieren und dieses kontinuierlich zu verbessern. So können wir Ihnen bei unseren Partnern personalisierte Werbung und passende Angebote anzeigen. Über „anpassen” können Sie Ihre persönlichen Präferenzen festlegen. Dies ist auch nachträglich jederzeit möglich. Mit dem Klick auf „Nur notwendige Cookies” werden lediglich technisch notwendige Cookies gespeichert.
Wählen Sie, welche Cookies Sie auf check24.de akzeptieren. Die Cookierichtlinie finden Sie hier.
Notwendig
Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unserer Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.
Wir möchten für Sie unseren Service so gut wie möglich machen. Daher verbessern wir unsere Services und Ihr Nutzungserlebnis stetig. Um dies zu tun, möchten wir die Nutzung des Services analysieren und in statistischer Form auswerten.
Um Ihnen unser Angebot kostenfrei anbieten zu können, finanzieren wir uns u.a. durch Werbeeinblendungen und richten werbliche und nicht-werbliche Inhalte auf Ihre Interessen aus.Dafür arbeiten wir mit ausgewählten Partnern zusammen. Ihre Einstellungen können Sie jederzeit mit Klick auf Datenschutz im unteren Bereich unserer Webseite anpassen.Ausführlichere Informationen zu den folgenden ausgeführten Verarbeitungszwecken finden Sie ebenfalls in unserer Datenschutzerklärung.
IW-Studie: Junge Deutsche profitieren von niedrigen Zinsen
| hdu
Sorgt die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) für mehr Ungleichheit zwischen armen und reichen Bundesbürgern? Das hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) untersucht. Das Ergebnis: Besonders junge Menschen, die eine Immobilie abbezahlen, profitieren von den niedrigen Darlehenszinsen. Ältere Bürger, die tendenziell über mehr Ersparnisse verfügen, erhalten hingegen kaum noch Zinsen auf ihr Erspartes. Damit finde eine Umverteilung zwischen Verschuldeten und Sparern statt.
Macht die Niedrigzinspolitik der EZB die Armen ärmer und die Reichen reicher?
Laut den IW-Berechnungen begünstigt die Niedrigzinspolitik der EZB den Rückgang der Vermögensungleichheit in Deutschland. Die zehn Prozent der Haushalte mit dem geringsten Vermögen haben tendenziell höhere Schulden und wenig Erspartes. Dank niedrigerer Kreditzinsen sparen sie bei der Darlehensaufnahme mehr Geld ein als ihnen durch die geringen Guthabenzinsen verloren geht. Anders sieht es bei den nahezu schuldenfreien Haushalten mit geringem Vermögen aus – ihnen entsteht durch die geringen Zinserträge ein Nachteil.
Reiche erhalten weniger Zinsen – Aktien haben kaum Effekt
Das vermögensreichste Haushaltszehntel dagegen hat weniger Schulden als Spareinlagen. Weil diese Gruppe immerhin fast 14 Prozent ihres Vermögens zinsbringend angelegt hat, musste sie durch die niedrigen Zinserträge ein Minus hinnehmen. Auch ihre Aktien- und Immobilieninvestments brachten ihnen gegenüber anderen Einkommensgruppen kaum einen Vorteil ein, da der Anteil dieser Anlageklassen am Gesamtvermögen über sämtliche Einkommensgruppen hinweg in etwa gleich sei. IW-Direktor Michael Hüther kommt daher zu dem Schluss: „Die Ungleichheit von Vermögen in Deutschland hat durch die aktuell niedrigen Zinsen und steigenden Aktienkurse nicht zugenommen. Der einzige echte Profiteur in Deutschland ist der Staat, der deutlich weniger Zinsen zahlen muss als früher.“
Schulden vs. Erspartes: Jung profitiert, Alt verliert
Von der EZB-Politik profitieren damit, so das Wirtschaftsinstitut, eher jüngere Menschen, denn sie haben im Durchschnitt mehr Schulden und besitzen weniger Vermögen. Viele von ihnen haben gerade erst eine Immobilie gekauft und mit einer Hypothek finanziert. Für diese Zielgruppe bringen die niedrigen Darlehenszinsen eine deutliche finanzielle Erleichterung mit sich, so die Ökonomen. Das Gegenteil trifft vor allem auf die ältere Generation zu, die besonders von den sinkenden Zinsen auf Erspartes betroffen ist: Der Studie zufolge gingen der Altersgruppe von 65 bis 74 Jahren im Jahr 2014 im Vergleich zu 2008 je Haushalt 642 Euro an Einlagezinsen verloren, sie sparte aber durchschnittlich nur 126 Euro an Kreditzinsen.