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US-Investor Soros kritisiert deutsche Krisenpolitik
| sbi

Deutschland soll nach Meinung eines Starinvestors Gemeinschaftsanleihen akzeptieren oder den Euro verlassen.
Nach Meinung von US-Starinvestor George Soros sollte Deutschland der Einführung sogenannter Euro-Bonds zustimmen - oder aus der Währungsunion austreten. Das sagte der bekannte Hedgefonds-Manager Medienberichten zufolge während einer Rede im Center for Financial Studies an der Frankfurter Goethe-Universität. Sollte die Bundesregierung nicht handeln, drohe sich die der Schuldenkrise noch vor den Bundestagswahlen im September zu verschärfen –Deutschland könne in die Rezession stürzen.
Das Problem sei, dass Berlin nur etwas unternehme, wenn es unbedingt notwendige ist, sagte Soros. Ein Fehler, der teuer werden könne. Zudem warnte er vor den Gefahren der Krise für die Europäische Union. Auf Dauer seien die aktuellen Ungleichgewichte in der Region politisch nicht tragbar. Die EU könne bereits im kommenden Jahr an den aktuellen Problemen zerbrechen, wenn nichts unternommen werde, so Soros.
Die Bundesregierung lehnt die Einführung von Euro-Bonds bislang strikt ab. Der Grund: Bei den Papieren handelt es sich um gemeinschaftliche Anleihen aller Mitgliedsländer - die Euro-Staaten würden gemeinsam Schulden aufnehmen und dafür haften. Dadurch würde sich die Bonität von Krisenstaaten verbessern, die in der Folge eine geringere Zinslast tragen müssten – für wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland würden die Kredite allerdings teurer. Zuletzt wurde das Thema von der Agenda der EU gestrichen.
Otmar Issing, der frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, wies Soros Vorstoß indes zurück. Euro-Bonds, mit denen die Staatschulden eines Landes mit dem Geld der Steuerzahler anderer Länder finanziert werden, verstießen gegen die Grundprinzipien der westlichen Demokratie. Ein Euro-Austritt Deutschlands hätte laut Soros zudem keine dramatischen Folgen: Die Gemeinschaftswährung würde stark abgewertet, wodurch die deutschen Forderungen gegenüber anderen Euro-Staaten deutlich an Wert verlieren würden. Zusätzlich stiege die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone aufgrund des niedrigeren Wechselkurses.
Die Bundesregierung lehnt die Einführung von Euro-Bonds bislang strikt ab. Der Grund: Bei den Papieren handelt es sich um gemeinschaftliche Anleihen aller Mitgliedsländer - die Euro-Staaten würden gemeinsam Schulden aufnehmen und dafür haften. Dadurch würde sich die Bonität von Krisenstaaten verbessern, die in der Folge eine geringere Zinslast tragen müssten – für wirtschaftlich starke Länder wie Deutschland würden die Kredite allerdings teurer. Zuletzt wurde das Thema von der Agenda der EU gestrichen.
Otmar Issing, der frühere Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank, wies Soros Vorstoß indes zurück. Euro-Bonds, mit denen die Staatschulden eines Landes mit dem Geld der Steuerzahler anderer Länder finanziert werden, verstießen gegen die Grundprinzipien der westlichen Demokratie. Ein Euro-Austritt Deutschlands hätte laut Soros zudem keine dramatischen Folgen: Die Gemeinschaftswährung würde stark abgewertet, wodurch die deutschen Forderungen gegenüber anderen Euro-Staaten deutlich an Wert verlieren würden. Zusätzlich stiege die Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone aufgrund des niedrigeren Wechselkurses.
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