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Euro-Krise: Standard & Poors stuft Spaniens Bonität herab
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Spanien rutscht immer tiefer in Krise. Die Bonität des Landes wurde nur knapp über Ramschniveau eingestuft.
Standard & Poors (S&P) hat Spaniens Bonität um zwei Stufen herabgesenkt. Wie die US-amerikanische Ratingagentur am Mittwochabend mitteilte, bleibt auch der Ausblick für das Land weiterhin negativ. Spanien droht damit in den kommenden Monaten eine weitere Herabstufung. Die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes liegt nun nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau - ab dieser Einstufung gelten Anleihen als spekulative Anlage.
Die Herabstufung von BBB+ auf BBB- begründet S&P mit der tiefen Rezession in Spanien, die sich im Jahr 2013 sogar noch weiter verschärfen soll. Dadurch werde der Handlungsspielraum der Regierung zusätzlich eingeschränkt. Medienberichten zufolge hatte Luis Maria Linde, der Präsident der spanischen Zentralbank, bereits Anfang Oktober vor dem Parlament erklärt, dass das Bruttoinlandsprodukt im kommenden Jahr mit voraussichtlich 1,5 Prozent etwa dreimal so stark schrumpfen werde wie ursprünglich angenommen.
Als weitere Gründe führte die Ratingagentur die soziale Unzufriedenheit im Land sowie Spannungen zwischen der Regierung in Madrid und den regionalen Parlamenten an. Diese würden sich angesichts der harten Sparmaßnahmen und steigenden Arbeitslosenzahlen in Zukunft weiter verschärfen, hieß es in der Mitteilung. Maßgeblich für den negativen Kreditausblick sei allerdings auch die generelle Entwicklung im Euro-Raum. S&P zweifelt an der Bereitschaft, die spanischen Schulden zu vergemeinschaften. Der Euro-Zone fehle der Agentur zufolge eine klare politische Richtung.
Obwohl die internationalen Geldgeber den spanischen Banken bereits Hilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro zugesagt haben, hat das Land offiziell noch immer keine Unterstützung aus dem permanenten Rettungsschirm ESM beantragt. Auch dieser Umstand wurde von S&P kritisiert. Die spanische Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy würde mit ihrem Zögern eine Erhöhung der Abwärtsrisiken für Spaniens Bonität in Kauf nehmen. Sollten sich die Hilfen der Euro-Zone als unzureichend erweisen und das Land die politische Unterstützung für seine Reformen verlieren, drohe Spanien eine neuerliche Herabstufung.
Als weitere Gründe führte die Ratingagentur die soziale Unzufriedenheit im Land sowie Spannungen zwischen der Regierung in Madrid und den regionalen Parlamenten an. Diese würden sich angesichts der harten Sparmaßnahmen und steigenden Arbeitslosenzahlen in Zukunft weiter verschärfen, hieß es in der Mitteilung. Maßgeblich für den negativen Kreditausblick sei allerdings auch die generelle Entwicklung im Euro-Raum. S&P zweifelt an der Bereitschaft, die spanischen Schulden zu vergemeinschaften. Der Euro-Zone fehle der Agentur zufolge eine klare politische Richtung.
Obwohl die internationalen Geldgeber den spanischen Banken bereits Hilfen in Höhe von 100 Milliarden Euro zugesagt haben, hat das Land offiziell noch immer keine Unterstützung aus dem permanenten Rettungsschirm ESM beantragt. Auch dieser Umstand wurde von S&P kritisiert. Die spanische Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy würde mit ihrem Zögern eine Erhöhung der Abwärtsrisiken für Spaniens Bonität in Kauf nehmen. Sollten sich die Hilfen der Euro-Zone als unzureichend erweisen und das Land die politische Unterstützung für seine Reformen verlieren, drohe Spanien eine neuerliche Herabstufung.
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