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BaFin kritisiert Niedrigzinspolitik der EZB
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Euro-Symbol vor der EZB: Die Notenbanker wollen den Leitzins über längere Zeit nicht anheben.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht in der aktuellen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Belastung für Banken und Bausparkassen. Viele Anbieter hätten derzeit Probleme, die hohen Renditeversprechen der Vergangenheit an den Märkten zu erwirtschaften, sagte BaFin-Präsidentin Elke König laut „Börsen-Zeitung“ während einer Bankentagung. Zudem wachse die Gefahr eines plötzlichen Zinsanstieges, der neue Löcher in die Bilanzen der Geldhäuser reißen könnte.
Sollte das Zinsniveau nicht steigen, werde die Branche weiter gegensteuern und über neue Lösungen und Geschäftsmodelle nachdenken müssen, sagte König weiter. Die Medizin, die Banken und Staaten derzeit von der EZB verabreicht wird, habe Nebenwirkungen wie jede andere auch.
Anfang Mai hatte die Notenbank den Leitzins auf 0,5 Prozent gesenkt - dieser liegt damit so tief wie noch nie seit Bestehen der Währungsunion. Auch laut Commerzbank-Privatkundenvorstand Martin Zielke wirkt sich diese Maßnahme spürbar auf die Ertragssituation der Finanzinstitute aus. Jede Bank müsse ihr Geschäftsmodell radikal umbauen, um im Privatkundengeschäft erfolgreich zu sein. Kleinere Kurskorrekturen beim Geschäftsmodell würden künftig nicht mehr ausreichen.
Auch Lebensversicherer und Bausparkassen haben seit längerem mit der Niedrigzinspolitik zu kämpfen. Letztere stehen vor dem Problem, dass ihre Kunden weiterhin ihre bestehenden Verträge mit vergleichsweise hohen Guthabenzinsen besparen – sie die versprochenen Renditen am Markt jedoch nicht mehr erwirtschaften können. Die höchsten Garantien müssen die deutschen Lebensversicherungen erfüllen. Die BaFin hält die Branche deshalb bereits seit 2011 an, eine sogenannte Zinszusatzreserve zu bilden – die sich wiederum von Jahr zu Jahr negativer auf die Bilanzen der Gesellschaften auswirkt.
Anfang Mai hatte die Notenbank den Leitzins auf 0,5 Prozent gesenkt - dieser liegt damit so tief wie noch nie seit Bestehen der Währungsunion. Auch laut Commerzbank-Privatkundenvorstand Martin Zielke wirkt sich diese Maßnahme spürbar auf die Ertragssituation der Finanzinstitute aus. Jede Bank müsse ihr Geschäftsmodell radikal umbauen, um im Privatkundengeschäft erfolgreich zu sein. Kleinere Kurskorrekturen beim Geschäftsmodell würden künftig nicht mehr ausreichen.
Auch Lebensversicherer und Bausparkassen haben seit längerem mit der Niedrigzinspolitik zu kämpfen. Letztere stehen vor dem Problem, dass ihre Kunden weiterhin ihre bestehenden Verträge mit vergleichsweise hohen Guthabenzinsen besparen – sie die versprochenen Renditen am Markt jedoch nicht mehr erwirtschaften können. Die höchsten Garantien müssen die deutschen Lebensversicherungen erfüllen. Die BaFin hält die Branche deshalb bereits seit 2011 an, eine sogenannte Zinszusatzreserve zu bilden – die sich wiederum von Jahr zu Jahr negativer auf die Bilanzen der Gesellschaften auswirkt.
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