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Draghi deutet Niedrigzinsen bis Ende 2016 an
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Die europäischen Sparer müssen sich vermutlich auf eine langfristige Niedrigzinsphase einstellen.
Der Leitzins könnte offenbar noch für mindestens zweieinhalb Jahre auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren. Entsprechende Andeutungen machte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, in einem Interview mit der niederländischen Zeitung De Telegraaf. Auf die Frage, wie lang die Niedrigzinsphase noch anhalten werde, antwortete er, dass die EZB den Banken bis Ende 2016 den Zugang zu unbegrenzter Liquidität gewähren werde.
Die Notenbank hatte den Leitzins zu Beginn des laufenden Monats auf ein historisches Tief von 0,15 Prozent gesenkt. Zudem liegt seitdem der Einlagenzins für Banken mit minus 0,1 Prozent erstmals im negativen Bereich. Zusätzlich hatte die EZB langfristige Kredite von insgesamt bis zu 400 Milliarden Euro für Geschäftsbanken angekündigt - diese erhalten das Geld jedoch nur dann, wenn sie es direkt über Darlehen in die Wirtschaft pumpen.
Dieses Programm wird Draghi zufolge vier Jahre lang laufen. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Zinsen über einen längeren Zeitraum hinweg niedrig bleiben. Sobald die Konjunktur stärker anziehe, würden sie wieder steigen. Die Wirtschaft der Eurozone erhole sich derzeit immer noch schleppend und ungleichmäßig.
Der EZB-Präsident wies zudem erneut darauf hin, dass die niedrige Inflationsrate besonders für die kriselnden Euro-Länder problematisch sei: Durch die niedrige Teuerung könnten Schulden schwieriger abgebaut werden - dies sei jedoch in weiten Teilen des Euro-Raums von enormer Bedeutung, sagte Draghi. Sollte sich die Inflationsprognose nicht verbessern, müsse die Notenbank mit einem massiven Ankaufprogramm für Wertpapierkäufe reagieren. Dies werde allerdings erst dann diskutiert, wenn tatsächlich akuter Bedarf besteht. Die Bundesbank hatte in den vergangenen Monaten immer wieder vor einer derartigen Maßnahme gewarnt, da der breite Ankauf von Staatsanleihen einer verbotenen Staatsfinanzierung gleichkäme.
Dieses Programm wird Draghi zufolge vier Jahre lang laufen. Dies sei jedoch nur möglich, wenn die Zinsen über einen längeren Zeitraum hinweg niedrig bleiben. Sobald die Konjunktur stärker anziehe, würden sie wieder steigen. Die Wirtschaft der Eurozone erhole sich derzeit immer noch schleppend und ungleichmäßig.
Der EZB-Präsident wies zudem erneut darauf hin, dass die niedrige Inflationsrate besonders für die kriselnden Euro-Länder problematisch sei: Durch die niedrige Teuerung könnten Schulden schwieriger abgebaut werden - dies sei jedoch in weiten Teilen des Euro-Raums von enormer Bedeutung, sagte Draghi. Sollte sich die Inflationsprognose nicht verbessern, müsse die Notenbank mit einem massiven Ankaufprogramm für Wertpapierkäufe reagieren. Dies werde allerdings erst dann diskutiert, wenn tatsächlich akuter Bedarf besteht. Die Bundesbank hatte in den vergangenen Monaten immer wieder vor einer derartigen Maßnahme gewarnt, da der breite Ankauf von Staatsanleihen einer verbotenen Staatsfinanzierung gleichkäme.
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