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Trotz niedrigem Leitzins: Firmenkredite im Euro-Raum bleiben teuer
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Viele mittelständische Unternehmen schrecken aufgrund der hohen Kreditzinsen vor Investitionen zurück.
Trotz kontinuierlicher Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) kommt die schwächelnde Wirtschaft im Euro-Raum nicht in Schwung. Medienberichten zufolge zeigen die von der EZB veröffentlichten Daten für Februar, dass die Kreditkosten für Unternehmen innerhalb der Währungsunion weit auseinanderdriften - und in vielen Euro-Ländern sogar deutlich gestiegen sind.
Im Vergleich zum Vormonat haben die durchschnittlichen Kreditzinsen für den Euro-Raum weiter angezogen. Besonders hohe Zinsen werden für Darlehen mit einer Kreditsumme bis zu einer Million Euro fällig. Dies wirkt sich in erster Linie negativ auf kleine und mittelständische Unternehmen aus. Vor allem für Firmen in Krisenländern wird es immer teurer, sich mit frischem Kapital zu versorgen. Beispielsweise werden für spanische Unternehmen im Schnitt über fünf Prozent Zinsen fällig, wenn sie Summen bis zu einer Million Euro aufnehmen. Firmen in Deutschland zahlen dagegen nur etwa drei Prozent.
Die EZB sieht die Finanzierung von Unternehmen in angeschlagenen Euro-Ländern auf Dauer gefährdet. EZB-Präsident Mario Draghi zufolge prüfe man derzeit verschiedene Optionen, um dieser Fragmentierung entgegenzuwirken. Zunächst müsse die aktuelle Situation jedoch genau untersucht werden. Der historisch niedrige Leitzins sollte die Geschäftsbanken ursprünglich dazu anregen, die günstigen Kreditbedingungen an die Wirtschaft weiterzugeben.
Aufgrund dieser Entwicklung zweifeln mittlerweile viele Experten an der Wirkungsweise der ständigen Leitzinssenkungen. Für die EZB ist eine solche Liquiditätsflut jedoch die einfachste Möglichkeit, die Realwirtschaft der Euro-Zone in Schwung zu bringen. Alternativ könnten der Sicherheitenrahmen für Anleihen gelockert, Unternehmenskredite angekauft oder günstiges Zentralbankgeld mit Zweckbindung an Banken vergeben werden, erklärt Ökonom Gilles Moec von der Deutschen Bank. Diese Maßnahmen seien jedoch deutlich schwieriger umzusetzen.
Die EZB sieht die Finanzierung von Unternehmen in angeschlagenen Euro-Ländern auf Dauer gefährdet. EZB-Präsident Mario Draghi zufolge prüfe man derzeit verschiedene Optionen, um dieser Fragmentierung entgegenzuwirken. Zunächst müsse die aktuelle Situation jedoch genau untersucht werden. Der historisch niedrige Leitzins sollte die Geschäftsbanken ursprünglich dazu anregen, die günstigen Kreditbedingungen an die Wirtschaft weiterzugeben.
Aufgrund dieser Entwicklung zweifeln mittlerweile viele Experten an der Wirkungsweise der ständigen Leitzinssenkungen. Für die EZB ist eine solche Liquiditätsflut jedoch die einfachste Möglichkeit, die Realwirtschaft der Euro-Zone in Schwung zu bringen. Alternativ könnten der Sicherheitenrahmen für Anleihen gelockert, Unternehmenskredite angekauft oder günstiges Zentralbankgeld mit Zweckbindung an Banken vergeben werden, erklärt Ökonom Gilles Moec von der Deutschen Bank. Diese Maßnahmen seien jedoch deutlich schwieriger umzusetzen.
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