Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unserer Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.
Zur Cookierichtlinie
EZB-Studie: Zyprer und Griechen deutlich reicher als Deutsche
| asz

Vor allem der Besitz von Eigenheim macht die Südeuropäer zu den reichsten Bürgern der Eurozone.
Eine Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) erbrachte erstaunliche Ergebnisse: Ausgerechnet Haushalte der kriselnden Euro-Länder Zypern, Griechenland und Spanien sollen demnach mit die größten Vermögen innerhalb der Eurozone besitzen. Der am Dienstag veröffentlichten Erhebung zufolge, über die verschiedene Medien berichteten, verfügen deutsche Haushalte über ein mittleres Nettovermögen von 51.400 Euro - griechische Haushalte besitzen demnach mit 101.900 Euro knapp doppelt so viel.
Spanische Haushalte verfügen den Ergebnissen zufolge über 182.700 Euro, zyprische sogar über 266.900 Euro. Innerhalb der Eurozone sind die Luxemburger Haushalte mit einem mittleren Nettovermögen von 397.800 Euro am reichsten. Als Nettovermögen wird derjenige Anteil des Gesamtvermögens (beispielsweise Geld, Anlagen, Immobilien) bezeichnet, der nach Abzug sämtlicher Schulden und Verbindlichkeiten bleibt. Die in der Studie dargestellten Werte stellen nicht den Durchschnitt der Vermögen einzelner Haushalte dar sondern den Median. Dieser bildet immer die Mitte einer Reihe - 50 Prozent der Werte sind höher, 50 Prozent niedriger. Für die Erhebung hatte die EZB zwischen 2008 und 2010 die Daten von mehr als 62.000 Haushalten in 15 Euroländern analysiert.
Die Studie wird jedoch vor allem aufgrund methodischer Ungereimtheiten kritisiert: Für die Erhebung wurde etwa nicht das Vermögen einzelner Personen ermittelt, sondern das Gesamtvermögen von Haushalten. Da in jedem Land im Schnitt unterschiedlich viele Menschen in einem Haushalt leben, kommen so enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zustande. In der Bundesrepublik wohnen etwa nur durchschnittlich zwei Personen in einem Haushalt - in Spanien sind es 2,7, auf Zypern und Malta sogar 2,8 beziehungsweise 2,9.
Zudem wurde bei der Ermittlung der Vermögen der Euro-Haushalte nicht berücksichtigt, welchen realen Marktwert etwa die Immobilien der Haushalte haben – die Hausbesitzer sollten vielmehr selbst angeben, für wie wertvoll sie ihre Wohneigentum halten. Christoph Schröder vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln kritisiert zudem, dass die Daten für Spanien beispielsweise bereits 2008 erhoben wurden. Die Immobilienpreisblase auf der iberischen Halbinsel platzte erst später - der damit verbundene Wertverfall der Immobilien wurde in der Studie jedoch nicht mehr berücksichtigt.
Die Studie wird jedoch vor allem aufgrund methodischer Ungereimtheiten kritisiert: Für die Erhebung wurde etwa nicht das Vermögen einzelner Personen ermittelt, sondern das Gesamtvermögen von Haushalten. Da in jedem Land im Schnitt unterschiedlich viele Menschen in einem Haushalt leben, kommen so enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern zustande. In der Bundesrepublik wohnen etwa nur durchschnittlich zwei Personen in einem Haushalt - in Spanien sind es 2,7, auf Zypern und Malta sogar 2,8 beziehungsweise 2,9.
Zudem wurde bei der Ermittlung der Vermögen der Euro-Haushalte nicht berücksichtigt, welchen realen Marktwert etwa die Immobilien der Haushalte haben – die Hausbesitzer sollten vielmehr selbst angeben, für wie wertvoll sie ihre Wohneigentum halten. Christoph Schröder vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln kritisiert zudem, dass die Daten für Spanien beispielsweise bereits 2008 erhoben wurden. Die Immobilienpreisblase auf der iberischen Halbinsel platzte erst später - der damit verbundene Wertverfall der Immobilien wurde in der Studie jedoch nicht mehr berücksichtigt.
Weitere Nachrichten über Konto-Kredit
- 12.08.2016
Inflationsrate erneut gestiegen: Diese Posten auf dem Einkaufszettel wurden im Juli teurer
Die Verbraucherpreise sind im Juli erneut gestiegen. Für welche Waren und Dienstleistungen die Deutschen mehr bezahlen mussten und für welche weniger. » mehr
- 11.08.2016
Zinstief verändert Sparverhalten der Deutschen: Jeder Fünfte spart jetzt anders
Ein Fünftel aller Sparer hat von den Niedrigzinsen genug und inzwischen sein Sparverhalten geändert. Auf diese Bankkunden trifft das besonders zu. » mehr
- 03.08.2016
Überweisen im Whatsapp-Tempo: Wie Instant Payment unser Leben verändern könnte
In wenigen Jahren wird es möglich sein, Geld innerhalb von Sekunden zu versenden. Für Verbraucher könnte sich damit einiges ändern. » mehr