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EZB-Direktor Asmussen: Zinsen in Deutschland werden steigen
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Brechen für Sparer endlich bessere Zeiten an? EZB-Direktor Asmussen prognostiziert ein Wachstum der Renditen.
Die Sparzinsen in Deutschland werden aller Voraussicht nach künftig steigen. Das prognostizierte Jörg Asmussen, Direktor der Europäischen Zentralbank (EZB), während eines Interviews mit Spiegel Online. Die deutsche Bevölkerung brauche sich trotz Wirtschaftskrise und lockerer EZB-Politik nicht vor einer Inflation zu fürchten. Das allmähliche Wachstum in Europa werde sich mittelfristig auch positiv auf Sparzinsen auswirken.
Derzeit zahle der Bund für eine Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit zum Teil bereits weniger als 1,5 Prozent Zinsen, sagte der EZB-Direktor. Dabei handle es sich jedoch um einen außergewöhnlichen Zustand, welcher sich in jedem Fall wieder normalisieren werde.
Das niedrige Zinsniveau könne jedoch nicht ausschließlich auf den Leitzins der EZB zurückgeführt werden - auch Deutschlands Ruf als sicherer Hafen für Anleger sei ausschlaggebend, so der EZB-Direktor weiter. Von diesem hatte die Bundesrepublik das gesamte Jahr 2012 über profitiert: Der Staat konnte beim Schuldenmachen paradoxerweise sogar noch Geld verdienen. Bei 21 von 70 Auktionen von Staatsanleihen konnte Bundesfinanzminister Schäuble ein Plus verzeichnen, anstatt – wie üblich – Zinsen zu zahlen.
Das allmähliche Abklingen der Euro-Krise stärkt derzeit das Vertrauen der Investoren in Krisenländer. Dies äußert sich beispielsweise in den sinkenden Risikoaufschlägen für Papiere aus Italien und Spanien. Die beiden Euro-Länder konnten in den ersten drei Wochen dieses Jahres große Mengen unbesicherter Anleihen herausgeben und sich so viel frisches Geld beschaffen. Asmussen zufolge sei dies vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Obwohl sich die Eurozone noch immer nicht im Normalzustand befände, sieht der EZB-Direktor die Lage an den Finanzmärkten klar verbessert. Diese habe bereits zur Folge, dass die Zinsen für deutsche Staatsanleihen klettern.
Das niedrige Zinsniveau könne jedoch nicht ausschließlich auf den Leitzins der EZB zurückgeführt werden - auch Deutschlands Ruf als sicherer Hafen für Anleger sei ausschlaggebend, so der EZB-Direktor weiter. Von diesem hatte die Bundesrepublik das gesamte Jahr 2012 über profitiert: Der Staat konnte beim Schuldenmachen paradoxerweise sogar noch Geld verdienen. Bei 21 von 70 Auktionen von Staatsanleihen konnte Bundesfinanzminister Schäuble ein Plus verzeichnen, anstatt – wie üblich – Zinsen zu zahlen.
Das allmähliche Abklingen der Euro-Krise stärkt derzeit das Vertrauen der Investoren in Krisenländer. Dies äußert sich beispielsweise in den sinkenden Risikoaufschlägen für Papiere aus Italien und Spanien. Die beiden Euro-Länder konnten in den ersten drei Wochen dieses Jahres große Mengen unbesicherter Anleihen herausgeben und sich so viel frisches Geld beschaffen. Asmussen zufolge sei dies vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Obwohl sich die Eurozone noch immer nicht im Normalzustand befände, sieht der EZB-Direktor die Lage an den Finanzmärkten klar verbessert. Diese habe bereits zur Folge, dass die Zinsen für deutsche Staatsanleihen klettern.
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