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EZB-Chef Draghi befürwortet Abschaffung des 500-Euro-Scheins
| asz

Die noch ausstehende Entscheidung des EZB-Rats könnte das Aus für den 500-Euro-Schein bedeuten.
Das Aus für den 500-Euro-Schein scheint näher zu rücken: Laut verschiedener Medienberichte fordert Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), die größte Banknote der Währungsunion zeitnah abzuschaffen. Durch die Abschaffung des lila Scheines will Draghi illegalen Geschäften einen Riegel vorschieben.
Da der Schein Draghi zufolge in großem Maße von Kriminellen bei gesetzeswidrigen Geschäften eingesetzt wird, würde man mit seiner Abschaffung dazu beitragen Korruption, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu erschweren und einzudämmen. Zeitgleich unterstützte Draghi damit ein bereits im Jahr 2013 von der Bank of America gefordertes Argument zur Abschaffung des 500-Euro-Scheines: Die US-Banker hatten damals das Aus des Scheines gefordert, da dieser häufig als Wertanlage benutzt werde und damit als „Matratzengeld“ verkomme. Um auch außerhalb von Bankkonten Geld anzusparen, würde sich ebenso gut der 200-Euro-Schein eignen, so der EZB-Chef laut einem Onlinebericht der Tageszeitung Die Welt.
Laut des Handelsblatt-Berichtes habe der EZB-Rat bereits den notenbankinternen Banknotenausschuss (Banco) damit beauftragt, die technischen Voraussetzungen für die Abschaffung des größten Euro-Scheines zu klären. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate solle der Ausschuss klären, wie der Schein konkret aus dem Verkehr gezogen werden kann – erst dann werde der EZB-Rat über die tatsächliche Abschaffung entscheiden. Eine finale Entscheidung in Hinblick auf die Abschaffung des 500-Euro-Scheines sei nach wie vor offen, so eine EZB-Sprecherin. Laut Zahlen der Notenbank sind aktuell mehr als 600 Millionen 500-Euro-Scheine mit einem Gesamtwert von mehr als 300 Milliarden Euro im Umlauf – ein Viertel davon im Ausland.
Tatsächliche Abschaffung muss vom EZB-Rat beschlossen werden
Die Abschaffung der einen Banknote stehe jedoch nicht in Zusammenhang mit der Verringerung des Bargeldes in der Währungsunion, sagte Draghi im Rahmen einer Anhörung im Europäischen Parlament. Vor einer derartigen schleichenden Abschaffung des Bargeldes hatte kürzlich insbesondere die Deutsche Bundesbank gewarnt. Eine endgültige Entscheidung bezüglich der Abschaffung der Banknote muss jedoch der 25-köpfige Rat der Europäischen Notenbank fällen. Einem Onlinebericht des Handelsblattes zufolge sei eine entsprechende Absichtserklärung bereits vom EZB-Rat unterzeichnet. Diese schriftliche Willenserklärung wird als deutliches Indiz für eine zeitnahe Abschaffung des 500-Euro-Scheines gedeutet.Laut des Handelsblatt-Berichtes habe der EZB-Rat bereits den notenbankinternen Banknotenausschuss (Banco) damit beauftragt, die technischen Voraussetzungen für die Abschaffung des größten Euro-Scheines zu klären. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Monate solle der Ausschuss klären, wie der Schein konkret aus dem Verkehr gezogen werden kann – erst dann werde der EZB-Rat über die tatsächliche Abschaffung entscheiden. Eine finale Entscheidung in Hinblick auf die Abschaffung des 500-Euro-Scheines sei nach wie vor offen, so eine EZB-Sprecherin. Laut Zahlen der Notenbank sind aktuell mehr als 600 Millionen 500-Euro-Scheine mit einem Gesamtwert von mehr als 300 Milliarden Euro im Umlauf – ein Viertel davon im Ausland.
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