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EZB leiht Banken der Euro-Zone eine halbe Billion
| sbi

Mit dem EZB Stützungskredit in Höhe von 489,2 Billionen Euro soll das Bankensystem stabilisiert werden.
Die Europäische Zentralbank (EZB) greift den Banken der Euro-Zone mit einer Rekordsumme kräftig unter die Arme. Die Notenbank gewährt 523 Geldinstituten der Euro-Zone einen Stützungskredit in Höhe von insgesamt 489,2 Milliarden Euro. Der vereinbarte Zinssatz liegt bei lediglich einem Prozent - allerdings müssen die Banken das geliehene Kapital binnen drei Jahren zurückzahlen. Das teilte die EZB am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Refinanzierungsgeschäft soll einen Absturz des Finanzmarktes verhindern.
Es ist das erste von zwei geplanten Kreditgeschäften dieser Art. Die EZB hatte den Banken der Euro-Zone im Vorfeld zugesichert, alle Kreditanfragen zu erfüllen - letztlich belief sich die Summe auf knapp eine halbe Billion Euro. Damit liegt das Kreditvolumen deutlich über den Erwartungen von verschiedenen Volkswirtschaftsexperten, die Medienberichten zufolge mit einer Summe von etwa 300 Milliarden Euro gerechnet hatten. Für die günstigen Darlehen mussten die Finanzinstitute zwar Sicherheiten hinterlegen, allerdings können sie dafür zum Teil Papiere nutzen, für die sie an anderen Märkten keine Interessenten finden.
2012 müssen die Banken der Euro-Zone Schulden in Höhe von insgesamt 725 Milliarden Euro begleichen. Hierfür müssen sich die Institute wiederum neues Geld leihen - auf dem privaten Markt ist das aber kaum noch möglich. Viele Kreditinstitute haben in Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder investiert, was den Bankensektor stark verunsichert. "Von außerhalb verleiht fast niemand mehr Geld an Banken in der Euro-Zone", sagt Dieter Hein, Finanzexperte beim Analysehaus Fairesearch. Durch den Stützungskredit soll verhindert werden, dass die Kreditvergabe an Unternehmen eingeschränkt wird. Denn in diesem Szenario würde der Euro-Zone eine Kreditklemme mit fatalen wirtschaftlichen Folgen blühen. Die Kreditaktion soll nun die Planungssicherheit der Banken erhöhen.
Bereits Anfang Dezember hatte die EZB das Refinanzierungsgeschäft angekündigt. Der Stützungskredit verfügt über die bisher längste Laufzeit - spätestens nach 13 Monaten mussten Banken bislang die EZB-Kredite zurückzahlen. Die Politik setzt darauf, dass die Finanzinstitute das geliehene Geld in Staatsanleihen investieren. Kritiker warnen jedoch vor einer erhöhten Inflationsgefahr, da das Refinanzierungsgeschäft eine indirekte Staatsfinanzierung bedeute.
2012 müssen die Banken der Euro-Zone Schulden in Höhe von insgesamt 725 Milliarden Euro begleichen. Hierfür müssen sich die Institute wiederum neues Geld leihen - auf dem privaten Markt ist das aber kaum noch möglich. Viele Kreditinstitute haben in Staatsanleihen angeschlagener Euro-Länder investiert, was den Bankensektor stark verunsichert. "Von außerhalb verleiht fast niemand mehr Geld an Banken in der Euro-Zone", sagt Dieter Hein, Finanzexperte beim Analysehaus Fairesearch. Durch den Stützungskredit soll verhindert werden, dass die Kreditvergabe an Unternehmen eingeschränkt wird. Denn in diesem Szenario würde der Euro-Zone eine Kreditklemme mit fatalen wirtschaftlichen Folgen blühen. Die Kreditaktion soll nun die Planungssicherheit der Banken erhöhen.
Bereits Anfang Dezember hatte die EZB das Refinanzierungsgeschäft angekündigt. Der Stützungskredit verfügt über die bisher längste Laufzeit - spätestens nach 13 Monaten mussten Banken bislang die EZB-Kredite zurückzahlen. Die Politik setzt darauf, dass die Finanzinstitute das geliehene Geld in Staatsanleihen investieren. Kritiker warnen jedoch vor einer erhöhten Inflationsgefahr, da das Refinanzierungsgeschäft eine indirekte Staatsfinanzierung bedeute.
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