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Zypern: Kleinanleger sollen von Zwangsabgabe verschont bleiben
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Das zyprische Bankensystem ist lahmgelegt. Weder am Automaten noch am Schalter ist derzeit Geld erhältlich.
Die Finanzminister der Euro-Länder haben auf die europaweiten Proteste gegen die Zwangsabgabe für zyprische Bankkunden reagiert und der Regierung des Inselstaates mehr Freiraum gewährt. Medienberichten zufolge hat das hoch verschuldete Land nun die Möglichkeit, die Vermögen von Kleinanlegern zu schützen. Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem empfahl der Regierung in Nikosia, Spareinlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde zu garantieren.
Die endgültige Entscheidung über die Gestaltung der Zwangsabgabe liegt allerdings im Ermessen Zyperns. Die Regierung erwägt offenbar, lediglich Ersparnisse bis 20.000 Euro abzusichern. Alle Beträge die darüber hinausgehen, würden weiterhin mit der Sondersteuer belastet werden. Das zyprische Parlament wird am Dienstag über das Rettungspaket abstimmen, welches auch die Zwangsabgabe beinhaltet. Die Banken des Landes sollen bis einschließlich Mittwoch weiter geschlossen bleiben.
Durch die Abgabe soll Zypern mindestens 5,8 Milliarden Euro einnehmen. Diese Summe soll das rund zehn Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket aus dem Euro-Rettungsschirm ESM ergänzen. Sollten Kleinanleger nun ungeschoren davonkommen, müssten im Gegenzug große Vermögen entsprechend stärker belastet werden. Finanzexperten halten es sogar für möglich, dass Spareinlagen über 100.000 Euro mit bis zu 15 Prozent besteuert werden könnten.
Nicht nur bei der zyprischen Bevölkerung war die Zwangsabgabe auf massive Kritik gestoßen und als undemokratisch und unsozial bezeichnet worden – auch außerhalb des Landes hagelte es massive Kritik. Ökonomen befürchten zudem, dass die Maßnahme das Vertrauen in europäische Banken stark schädigen könnte. In Folge dessen könnte ein sogenannter Bank Run ausgelöst werden: Anleger würden sämtliche Ersparnisse schnellstmöglich abheben und so den Geldhäusern die finanzielle Grundlage entziehen. Für das europäische Finanzsystem hätte dies verheerende Folgen.
Durch die Abgabe soll Zypern mindestens 5,8 Milliarden Euro einnehmen. Diese Summe soll das rund zehn Milliarden Euro umfassenden Hilfspaket aus dem Euro-Rettungsschirm ESM ergänzen. Sollten Kleinanleger nun ungeschoren davonkommen, müssten im Gegenzug große Vermögen entsprechend stärker belastet werden. Finanzexperten halten es sogar für möglich, dass Spareinlagen über 100.000 Euro mit bis zu 15 Prozent besteuert werden könnten.
Nicht nur bei der zyprischen Bevölkerung war die Zwangsabgabe auf massive Kritik gestoßen und als undemokratisch und unsozial bezeichnet worden – auch außerhalb des Landes hagelte es massive Kritik. Ökonomen befürchten zudem, dass die Maßnahme das Vertrauen in europäische Banken stark schädigen könnte. In Folge dessen könnte ein sogenannter Bank Run ausgelöst werden: Anleger würden sämtliche Ersparnisse schnellstmöglich abheben und so den Geldhäusern die finanzielle Grundlage entziehen. Für das europäische Finanzsystem hätte dies verheerende Folgen.
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