Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unserer Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.
Zur Cookierichtlinie
DIW-Prognose: Deutscher Haushalt wird bis 2017 Milliarden-Überschuss erzielen
| asz

Es klingelt in der Staatskasse - Ökonomen erwarten für 2017 einen Haushaltsüberschuss von 28 Milliarden Euro
Der deutsche Staatshaushalt wird sich in den kommenden Jahren offenbar massiv erholen: Im Jahr 2017 werden die öffentlichen Kassen einen Überschuss von 28 Milliarden Euro erzielen. Das geht aus einer Berechnung des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor, über die das Handelsblatt berichtet. Grund für die verbesserte Finanzsituation ist dem Institut zufolge die positive Lohnentwicklung in der Bundesrepublik.
Demnach werden die Bruttolohn- und -gehaltssummen der Deutschen zwischen 2012 und 2017 um jährlich 3,25 Prozent steigen. Steigen die Löhne, nehmen auch der Staat mehr Lohnsteuer und die Sozialkassen höhere Beiträge ein. Zwischen 2008 und 2012 kletterten die Löhne in Deutschland lediglich um einen Prozentpunkt pro Jahr. Bis 2017 werden die Sozialkassen dem DIW zufolge einen Überschuss von 50 Milliarden Euro erzielen.
Die Forscher gehen bei ihren Berechnungen zudem vom geltenden Steuerrecht aus - die von SPD, Grünen und Linken geforderten Steuererhöhungen sind demnach nicht berücksichtigt. Zuletzt hatte die Bundesrepublik in den fünfziger Jahren einen Haushaltsüberschuss erzielt – mit dem erwirtschafteten Geld werden in der Regel Rücklagen für künftige Investitionen gebildet.
DIW-Chef Marcel Fratzscher hatte zuvor die Sparmentalität der Deutsche kritisiert: In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am Montag sagte er, die Deutschen sollten mehr Geld ausgeben, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Er kritisierte zudem, dass Verbraucher ihr Erspartes aktuell zu stark bei maroden Banken anlegen oder in ausländische Finanzprodukte wie amerikanische Subprime-Immobilienkredite investieren würden. Bei diesem Finanzinstrument wurden in den USA vor allem bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2007 die Hypothekenforderungen von Schuldnern mit schlechter Bonität an Dritte weiterverkauft. Die Deutschen sollten ihr Kapital lieber im eigenen Land anlegen, so Fratzscher.
Die Forscher gehen bei ihren Berechnungen zudem vom geltenden Steuerrecht aus - die von SPD, Grünen und Linken geforderten Steuererhöhungen sind demnach nicht berücksichtigt. Zuletzt hatte die Bundesrepublik in den fünfziger Jahren einen Haushaltsüberschuss erzielt – mit dem erwirtschafteten Geld werden in der Regel Rücklagen für künftige Investitionen gebildet.
DIW-Chef Marcel Fratzscher hatte zuvor die Sparmentalität der Deutsche kritisiert: In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung am Montag sagte er, die Deutschen sollten mehr Geld ausgeben, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Er kritisierte zudem, dass Verbraucher ihr Erspartes aktuell zu stark bei maroden Banken anlegen oder in ausländische Finanzprodukte wie amerikanische Subprime-Immobilienkredite investieren würden. Bei diesem Finanzinstrument wurden in den USA vor allem bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2007 die Hypothekenforderungen von Schuldnern mit schlechter Bonität an Dritte weiterverkauft. Die Deutschen sollten ihr Kapital lieber im eigenen Land anlegen, so Fratzscher.
Weitere Nachrichten über Konto-Kredit
- 12.08.2016
Inflationsrate erneut gestiegen: Diese Posten auf dem Einkaufszettel wurden im Juli teurer
Die Verbraucherpreise sind im Juli erneut gestiegen. Für welche Waren und Dienstleistungen die Deutschen mehr bezahlen mussten und für welche weniger. » mehr
- 11.08.2016
Zinstief verändert Sparverhalten der Deutschen: Jeder Fünfte spart jetzt anders
Ein Fünftel aller Sparer hat von den Niedrigzinsen genug und inzwischen sein Sparverhalten geändert. Auf diese Bankkunden trifft das besonders zu. » mehr
- 03.08.2016
Überweisen im Whatsapp-Tempo: Wie Instant Payment unser Leben verändern könnte
In wenigen Jahren wird es möglich sein, Geld innerhalb von Sekunden zu versenden. Für Verbraucher könnte sich damit einiges ändern. » mehr