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Deutsche Bundesbank: Erklärungsansätze zur Inflationsentwicklung
| bme

Die Teuerungsrate im Euro-Raum lag im März bei 0,5 Prozent und damit unterhalb der angestrebten Zwei-Prozent-Marke.
In ihrem aktuellen Monatsbericht für April liefert die Notenbank Erklärungsansätze für die derzeit niedrige Inflation. So würden sich etwa die Preise weniger an der realen Volkswirtschaft orientieren, während internationale Einflüsse zunehmen. Dazu zählen etwa die weltweit sinkenden Energiepreise. Die Teuerungsrate im Euro-Raum lag im März bei 0,5 Prozent und damit weit unterhalb der angestrebten Zwei-Prozent-Marke.
Auch Inflationserwartungen spielen dem Bericht zufolge eine entscheidende Rolle. So würden etwa Firmen, die nur in bestimmten Abständen ihre Preise ändern könnten, bereits heute die Preise nach unten anpassen, wenn sie erwarten, dass die Preise in Zukunft sinken. Die Inflationsrate wird von der Statistikbehörde Eurostat für April mit 0,8 Prozent vorhergesagt und damit höher als noch im Vormonat.
Der Bundesbank zufolge könnten die prognostizierten Werte jedoch ungenau sein. Denn anders als früher stände die Auslastung der heimischen Wirtschaft weniger stark in Zusammenhang mit der Inflation. Es sei zudem auch nicht unbedingt ein direkter Zusammenhang zwischen der Höhe der Staatsschulden und dem Preisniveau festzustellen. Als Beispiel dient der Bundesbank dabei Japan: Im Jahr 1994 lag die Staatsverschuldung hier bei 80 Prozent des Bruttoninlandsproduktes, im Jahr 2012 bei 200 Prozent. Das Preisniveau war über diesen Zeitraum hinweg jedoch leicht gefallen, statt wie erwartet anzusteigen.
Trotz des erwarteten Anstiegs der Inflationsrate fürchtet der Internationale Währungsfonds jedoch eine Deflationsspirale und rät deshalb der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Wertpapieren, um die Geldmenge in der Volkswirtschaft zu vergrößern. Sinkende Preise sind gefährlich, weil sie die Wirtschaft lähmen könnte: Konsumenten und Unternehmen kaufen und investieren in diesem Fall weniger, da sie auf noch niedrigere Preise hoffen, sodass sich eine nach unten gerichtete Preisspirale entwickeln würde. Gefahr geht auch von den begrenzten Mitteln aus, die der Geldpolitik im Falle einer Deflation zur Verfügung stehen. Die nominalen Zinssätze beispielsweise könnten nicht substanziell unter null fallen.
Der Bundesbank zufolge könnten die prognostizierten Werte jedoch ungenau sein. Denn anders als früher stände die Auslastung der heimischen Wirtschaft weniger stark in Zusammenhang mit der Inflation. Es sei zudem auch nicht unbedingt ein direkter Zusammenhang zwischen der Höhe der Staatsschulden und dem Preisniveau festzustellen. Als Beispiel dient der Bundesbank dabei Japan: Im Jahr 1994 lag die Staatsverschuldung hier bei 80 Prozent des Bruttoninlandsproduktes, im Jahr 2012 bei 200 Prozent. Das Preisniveau war über diesen Zeitraum hinweg jedoch leicht gefallen, statt wie erwartet anzusteigen.
Trotz des erwarteten Anstiegs der Inflationsrate fürchtet der Internationale Währungsfonds jedoch eine Deflationsspirale und rät deshalb der Europäischen Zentralbank zum Kauf von Wertpapieren, um die Geldmenge in der Volkswirtschaft zu vergrößern. Sinkende Preise sind gefährlich, weil sie die Wirtschaft lähmen könnte: Konsumenten und Unternehmen kaufen und investieren in diesem Fall weniger, da sie auf noch niedrigere Preise hoffen, sodass sich eine nach unten gerichtete Preisspirale entwickeln würde. Gefahr geht auch von den begrenzten Mitteln aus, die der Geldpolitik im Falle einer Deflation zur Verfügung stehen. Die nominalen Zinssätze beispielsweise könnten nicht substanziell unter null fallen.
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