Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unserer Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.
Zur Cookierichtlinie
Finanzaufsicht Bafin in Sorge über Niedrigzinsen
| bme

Die niedrigen Zinsen belasten nicht nur die Sparer, sondern auch die Geldhäuser. Die Bafin plant eine Umfrage.
Die Finanzaufsicht Bafin sorgt sich über die niedrigen Zinsen und will Banken und Versicherer daher genauer prüfen. Das gab die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf ihrer Jahrespressekonferenz am Dienstag bekannt, wie die Online-Ausgabe der FAZ berichtete.
Der Zinsüberschuss macht rund zwei Drittel der operativen Erträge deutscher Geldinstitute aus und ist damit deren wichtigste Ertragsquelle. Die Banken leiden unter den niedrigen Zinsen, so Bafin-Präsident, Felix Hufeld. Aus diesem Grund möchte die Finanzaufsicht eine Umfrage zum Thema Niedrigzinsen bei den Banken durchführen. Befragt werden sollen die rund 1.600 kleineren Geldinstitute, die die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht selbst beaufsichtigt. Die 21 größten deutschen Banken stehen seit November 2014 unter der Aufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) und werden in der Untersuchung daher nicht berücksichtigt. Die Umfrage habe „Stresstest-Charakter“ ergänzt Raimund Röseler, der bei der Bafin für die Bankenaufsicht zuständig ist. Anders als bei dem Stresstest der EZB im vergangenen Jahr, werde aber kein Geldinstitut durchfallen.
Bereits im Januar hatte die damalige Bafin-Chefin Elke König gemahnt, dass kostenlose Girokonten, Depots oder Kreditkarten beim derzeitigen Niedrigzinsniveau keiner wirtschaftlichen Logik entsprechen würden. Die deutschen Geldhäuser sollten risiko- und kostengerechte Preise verlangen, so ihre Forderung. Doch König räumte ein, dass dies wegen des hohen Wettbewerbs oftmals nicht durchsetzbar sei.
Die Finanzaufsicht will auch die Versicherer stärker unter die Lupe nehmen. Diese müssen ihre Kapital-Kennzahlen bis zum 5. Juni bei der Finanzaufsicht einreichen. Banken und Versicherern macht die seit 2008 im Euroraum herrschende Niedrigzinsphase zu schaffen. Während der Leitzins der EZB im Juli 2008 noch bei 4,25 Prozent lag, sank er im Verlauf immer weiter und liegt aktuell bei einer Höhe von 0,05 Prozent.
Bereits im Januar hatte die damalige Bafin-Chefin Elke König gemahnt, dass kostenlose Girokonten, Depots oder Kreditkarten beim derzeitigen Niedrigzinsniveau keiner wirtschaftlichen Logik entsprechen würden. Die deutschen Geldhäuser sollten risiko- und kostengerechte Preise verlangen, so ihre Forderung. Doch König räumte ein, dass dies wegen des hohen Wettbewerbs oftmals nicht durchsetzbar sei.
Die Finanzaufsicht will auch die Versicherer stärker unter die Lupe nehmen. Diese müssen ihre Kapital-Kennzahlen bis zum 5. Juni bei der Finanzaufsicht einreichen. Banken und Versicherern macht die seit 2008 im Euroraum herrschende Niedrigzinsphase zu schaffen. Während der Leitzins der EZB im Juli 2008 noch bei 4,25 Prozent lag, sank er im Verlauf immer weiter und liegt aktuell bei einer Höhe von 0,05 Prozent.
Weitere Nachrichten über Konto-Kredit
- 12.08.2016
Inflationsrate erneut gestiegen: Diese Posten auf dem Einkaufszettel wurden im Juli teurer
Die Verbraucherpreise sind im Juli erneut gestiegen. Für welche Waren und Dienstleistungen die Deutschen mehr bezahlen mussten und für welche weniger. » mehr
- 11.08.2016
Zinstief verändert Sparverhalten der Deutschen: Jeder Fünfte spart jetzt anders
Ein Fünftel aller Sparer hat von den Niedrigzinsen genug und inzwischen sein Sparverhalten geändert. Auf diese Bankkunden trifft das besonders zu. » mehr
- 03.08.2016
Überweisen im Whatsapp-Tempo: Wie Instant Payment unser Leben verändern könnte
In wenigen Jahren wird es möglich sein, Geld innerhalb von Sekunden zu versenden. Für Verbraucher könnte sich damit einiges ändern. » mehr