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Zinspause: EZB lässt Leitzins wegen Angst vor Rezession unverändert
| sbi

Die EZB dreht nicht an der Zinsschraube - Grund sind Rezessionsängste.
Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt den Leitzins unverändert bei 1,5 Prozent. Das beschloss der EZB-Rat auf seiner jüngsten Sitzung in Frankfurt. Als Grund für die Entscheidung nannte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet laut Handelsblatt verstärkte Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum - sie überwiegen die Angst vor der Inflation.
Die Zentralbank beurteilt die Konjunkturaussichten inzwischen deutlich pessimistischer als noch im Juni. Im Euro-Raum wird nun im laufenden Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 1,6 Prozent erwartet - im Sommer lag die Prognose noch bei 1,9 Prozent. Die Annahme für das kommende Jahr wurde ebenfalls nach unten geschraubt. Die EZB geht von einem Plus von nur noch 1,3 statt 1,7 Prozent aus. Trichet nannte unter anderem die jüngsten Marktturbulenzen als Grund.
Die Geldentwertung im Euro-Raum hatte sich dagegen zuletzt leicht abgeschwächt. Sie liegt aber mit derzeit 2,5 Prozent noch deutlich über dem Zielwert der EZB von zwei Prozent. Eigentlich wäre daher eine weitere Erhöhung des Leitzinssatzes fällig gewesen, der wegen der Finanzmarktkrise mehrmals stark gesenkt worden war. Doch ein solcher Schritt würde nicht nur die Inflation bremsen, sondern auch das Wirtschaftswachstum hemmen und Krisenstaaten wie Griechenland und Portugal stärker belasten.
Einzelne Ökonomen hatten deshalb zuletzt sogar eine Senkung des Leitzinses verlangt. Doch dass sich die Zentralbank zu einem solchen Schritt durchringt, gilt als unwahrscheinlich. Die Notenbanker hatten den Zinssatz in diesem Jahr bereits zweimal erhöht - zuletzt im Juli. Nur wenn es zu einer systemgefährdenden Eskalation der Schuldenkrise kommen sollte, werde die EZB die Zinsschraube wieder lockern, so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer gegenüber dem Handelsblatt. Im Spannungsfeld zwischen Rezessions- und Inflationsängsten erwarten die meisten Finanzmarktexperten eine längere Zinspause.
Die Geldentwertung im Euro-Raum hatte sich dagegen zuletzt leicht abgeschwächt. Sie liegt aber mit derzeit 2,5 Prozent noch deutlich über dem Zielwert der EZB von zwei Prozent. Eigentlich wäre daher eine weitere Erhöhung des Leitzinssatzes fällig gewesen, der wegen der Finanzmarktkrise mehrmals stark gesenkt worden war. Doch ein solcher Schritt würde nicht nur die Inflation bremsen, sondern auch das Wirtschaftswachstum hemmen und Krisenstaaten wie Griechenland und Portugal stärker belasten.
Einzelne Ökonomen hatten deshalb zuletzt sogar eine Senkung des Leitzinses verlangt. Doch dass sich die Zentralbank zu einem solchen Schritt durchringt, gilt als unwahrscheinlich. Die Notenbanker hatten den Zinssatz in diesem Jahr bereits zweimal erhöht - zuletzt im Juli. Nur wenn es zu einer systemgefährdenden Eskalation der Schuldenkrise kommen sollte, werde die EZB die Zinsschraube wieder lockern, so Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer gegenüber dem Handelsblatt. Im Spannungsfeld zwischen Rezessions- und Inflationsängsten erwarten die meisten Finanzmarktexperten eine längere Zinspause.
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