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Schuldenkrise: Ökonom Stiglitz warnt vor Rezession
| sbi
Joseph Stiglitz, früherer Chefökonom der Weltbank, rechnet mit einer Rezession in Europa, wenn die Eurozone ihren harten Sparkurs fortführt. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung rät er von zu harten Sparmaßnahmen der Krisenstaaten ab.
Ökonom Stiglitz: Durch den harten Sparkurs droht der Eurozone eine Rezession. Foto: World Economic Forum/Flickr
Stiglitz, Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001, sagte, Demokratien könnten nur ein begrenztes Maß an Einschnitten vertragen, ohne dafür Erfolge zu sehen. Durch die Sparmaßnahmen werde der Abschwung verstärkt, wodurch der Eurozone innerhalb kürzester Zeit eine zweite Rezession drohe. Kürzungen von Renten, Löhnen und Sozialleistungen seien der falsche Weg. Als Alternative schlägt Stiglitz eine gemeinsame Haushaltsbehörde vor. So könnten regionale Unterschiede in der Wirtschaftsleistung ausgeglichen werden. Länder mit einer hohen Arbeitslosenquote könnten beispielsweise mit zusätzlichen Finanzmitteln versorgt werden. Dadurch entstünde eine Transferunion - eine Idee, die bei der deutschen Regierung unpopulär ist.
Zudem sollten hochverschuldete Länder nach Einschätzung von Stiglitz ihre Staatsausgaben nicht senken sondern vielmehr erhöhen. Um einen Anstieg des Haushaltsdefizits zu verhindern, müssten in diesem Zuge jedoch auch die Steuern erhöht werden. In diesem Zusammenhang sprach er sich auch für eine Finanztransaktionssteuer aus.
Im speziellen Fall Griechenlands wäre nach Ansicht des US-Ökonomen allerdings eine Staatspleite vorteilhafter gewesen. Der Bankrott gehöre schließlich zum modernen Kapitalismus dazu. Die Bemühungen, das Unausweichliche zu verhindern, seien ein Problem für ganz Europa. Gegenwärtig bemühen sich die Euro-Länder Griechenland, Spanien und Portugal, die aktuell am stärksten unter der Krise zu leiden haben, mit einem harten Sparprogramm ihre Schulden abzubauen. Stiglitz sagte außerdem, dass sich Europa und die USA künftig auch auf eine Verschiebung der wirtschaftlichen Machtverhältnisse einstellen müssten - und zwar zu Gunsten von China und Indien.