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Finanzprofessor: Inflation in Deutschland höher als angegeben
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Die Teuerungsrate in der Bundesrepublik liegt offenbar deutlich höher als von den offiziellen Stellen kommuniziert. Ausschlaggebend dafür ist dem Frankfurter Finanzprofessor Olaf Stotz zufolge, dass die steigenden Kosten für die private Altersvorsorge nicht in die Inflationsrate eingerechnet werden. Medienberichten zufolge sagte er, dass die Teuerungsrate bereits seit 2008 gut einen Prozentpunkt über dem bekannten Wert liege, wenn man die Kosten für die private Altersvorsorge berücksichtigen würde.
Stotz zufolge müsste die Altersvorsorge im Warenkorb in gleichem Maße wie Lebensmittel berücktsichtigt werden.
Den Berechnungen des Wissenschaftlers zufolge muss ein durchschnittlicher, 35 Jahre alter Bundesbürger mit einer Lebenserwartung von 79 Jahren derzeit monatlich 360 Euro sparen, um seinen Lebensstandard auch im Alter halten zu können. Im Jahr 2007 waren hingegen lediglich 168 Euro nötig. Demnach konnte damals mit risikolosen Anlagen wie Tagesgeld, Festgeld oder kurzfristigen Anleihen relativ leicht eine Rendite von zwei Prozent erzielt werden - rechnet man die Inflation ein, sind die Renditen dieser Anlagen heute negativ. Der Anstieg von 168 Euro auf 360 Euro sei nichts anderes als Inflation, sagte Stotz. Für "die Ware" Altersvorsorge müssten die Deutschen somit 13,5 Prozent mehr ausgeben als 2008.
Dem Finanzprofessor zufolge müssten Bundesbürger für die Altersvorsorge mittlerweile genauso viel investieren wie für Lebensmittel. Das Gewicht im Warenkorb müsse mit rund zehn Prozent deshalb auch ähnlich hoch sein. Durch den Anstieg der Ausgaben für ein Zehntel der Waren um 13,5 Prozent verteuere sich der gesamte Warenkorb um 1,35 Prozent pro Jahr. Demnach würde die Inflationsrate derzeit rund zwei Prozent betragen. Für den Monat Juli hatte das Statistische Bundesamt stattdessen nur 0,8 Prozent ausgewiesen.
Mit seinen Berechnungen will Stotz die Diskussion über die Altersvorsorge in Deutschland neu entfachen und die Bevölkerung gegenüber dem Thema stärker sensibilisieren. Dieses müsse in den Köpfen der Menschen verankert werden, sagte der Wissenschaftler. Auch die Politik müsse daran interessiert sein – schließlich sei es erklärtes Ziel, die private Altersvorsorge zu stärken.