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Niedriger EZB-Leitzins gefährdet das Vermögen deutscher Sparer
| sbi

Die Niedrigzinspolitik der EZB gefährdet das Vermögen deutscher Sparer, sagt GfK-Experte Rolf Bürkl.
Der derzeit niedrige Leitzins sorgt für eine stetige Entwertung von Sparguthaben. Rolf Bürkl vom Marktforschungsunternehmen GfK sagte Medienberichten zufolge, dass viele Kapitalanlagen die Inflation nicht ausgleichen würden. Das Zinsniveau sei angesichts der relativ robusten Konjunktur zu niedrig. Anfang Mai hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent festgesetzt.
Bei der Verzinsung von Sparkonten orientieren sich Banken bei ihren Zinsen auf Sparkonten stark an dem Referenzzins. Dennoch habe der Niedrigzins kurzfristig auch positive Effekte. Laut Bürkl würde dadurch mehr investiert, auch die Kauflaune der Deutschen werde dadurch angeregt. Der Konsum werde damit zu einer wichtigen Säule des deutschen Wirtschaftswachstums. Auf die private Altersvorsorge wirke sich die Niedrigzinspolitik hingegen mittel- bis langfristig eher negativ aus. Geld werde entwertet, das später in den Rentenhaushalten fehlen werde, so Bürkl weiter.
Sparen lohnt sich derzeit nicht – deswegen geben die Deutschen ihr Geld aktuell eher aus, wie der aktuelle IFO-Index zeigt. Demnach kaufen Verbraucher so viel wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Dem GfK-Experten zufolge stecken die Bürger ihr Kapital vor allem in werthaltige Anschaffungen wie Immobilien. Das Wirtschaftswachstum profitiere auch von dieser Entwicklung, da beispielsweise auch das Geschäft von Handwerkern und Küchenherstellern angekurbelt werde.
Der Konsum wird nach Einschätzung von Bürkl jedoch nicht endlos von den niedrigen Zinsen profitieren. Sichere Alternativen für Sparer gebe es derzeit jedoch kaum. Sparer müssten für eine höhere Rendite entsprechend auch höhere Risiken eingehen - dazu seien aber nicht viele Bürger bereit. Viele Menschen würden zögern, mit ihrem Geld an der Börse zu spekulieren. Privatanleger seien verunsichert: Viele Anleger hätten ihr Geld verloren, als die Dotcom-Blase platzte oder die US-Investmentbank Lehman Brothers bankrottging. Wer sparen will, würde daher lieber schlechtere Konditionen der Banken in Kauf nehmen. Bürkl geht aber nicht davon aus, dass die Zinsen noch weiter sinken werden.
Sparen lohnt sich derzeit nicht – deswegen geben die Deutschen ihr Geld aktuell eher aus, wie der aktuelle IFO-Index zeigt. Demnach kaufen Verbraucher so viel wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Dem GfK-Experten zufolge stecken die Bürger ihr Kapital vor allem in werthaltige Anschaffungen wie Immobilien. Das Wirtschaftswachstum profitiere auch von dieser Entwicklung, da beispielsweise auch das Geschäft von Handwerkern und Küchenherstellern angekurbelt werde.
Der Konsum wird nach Einschätzung von Bürkl jedoch nicht endlos von den niedrigen Zinsen profitieren. Sichere Alternativen für Sparer gebe es derzeit jedoch kaum. Sparer müssten für eine höhere Rendite entsprechend auch höhere Risiken eingehen - dazu seien aber nicht viele Bürger bereit. Viele Menschen würden zögern, mit ihrem Geld an der Börse zu spekulieren. Privatanleger seien verunsichert: Viele Anleger hätten ihr Geld verloren, als die Dotcom-Blase platzte oder die US-Investmentbank Lehman Brothers bankrottging. Wer sparen will, würde daher lieber schlechtere Konditionen der Banken in Kauf nehmen. Bürkl geht aber nicht davon aus, dass die Zinsen noch weiter sinken werden.
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