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EZB-Direktor Asmussen fordert mehr Hilfen des IWF
| sbi

Mehr Geld für die Eurozone: Der IWF soll seine Hilfen zur Bekämpfung der Schuldenkrise erhöhen.
Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), drängt auf eine zeitnahe Entscheidung über die eventuelle Ausweitung der Finanzhilfen des Internationale Währungsfonds (IWF). Im Wall Street Journal sagte er, Europa habe seinen Teil geleistet, um die internationale Finanzstabilität wiederherzustellen und die Krise zu beenden. Spätestens zur Frühjahrstagung am kommenden Wochenende will Asmussen konkrete Zusagen.
Asmussen verwies darauf, dass eine höhere Beteiligung des IWF nicht nur der Eurozone, sondern der ganzen Welt zugutekäme. Der Höhepunkt der Schuldenkrise sei größtenteils überwunden - dennoch hätten einige Staaten die Wirtschafts- und Schuldenkrise noch nicht überstanden. Die Verantwortung für die Bekämpfung der Krise liege in erster Linie bei den Regierungen und nicht bei der EZB. Bezüglich einer Fortführung der Anleiheverkäufe von Schuldenstaaten, um die Krise zu bewältigen, äußerte sich Asmussen nicht.
Für eine stärkere Beteiligung am Kampf gegen die Euro-Krise hatte der IWF im Gegenzug von den Euro-Ländern verlangt, höhere Beträge in den Rettungsfonds einzuzahlen. Im vergangenen Monat hatte die Währungsunion den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM auf 700 Milliarden Euro ausgeweitet. Zusätzlich hatte sie dem IWF eine allgemeine Ressourcenerhöhung um 150 Milliarden Euro zugesichert. Im Zuge dieser Beschlüsse hatte sich IWF-Chefin Christine Lagarde zuversichtlich gezeigt, dass die Schlagkraft des Währungsfonds erhöht werde. Lagarde fordert laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von den Euro-Staaten, die Krisenmittel um 400 Milliarden Euro aufzustocken. Im Januar hatte die IWF-Direktorin noch bis zu 600 Milliarden Euro verlangt. Der Grund für die Korrektur sei, dass die weltweite Entwicklung deutlich glimpflicher verlaufen sei als bislang angenommen.
Doch die USA und einige Schwellenländer verweigern die Kapitalerhöhung: Während die Vereinigten Staaten eine Beteiligung gänzlich ausschlossen, fordern die Schwellenländer im Gegenzug mehr Mitspracherecht in der internationalen Gemeinschaft. Paulo Nogueira Batista sagte dem Spiegel, dass er bei der anstehenden Frühjahrstagung keine Entscheidung erwarte. Batista vertritt Brasilien und acht weitere Länder Lateinamerikas im IWF-Exekutivdirektorium. Er kritisierte zudem, dass die Euro-Staaten einerseits die finanzielle Unterstützung der Schwellenländer forderten, aber dennoch geplante IWF-Reformen blockierten, die diesen Ländern mehr Stimmrechte und höhere Kapitalquoten bringen sollten. Zurzeit konzentriere der IWF zu viele Mittel und Risiken in Europa. Laut Batista sei es durchaus denkbar, dass eine definitive Entscheidung erst auf dem G20-Gipfel im Juni fallen werde.
Für eine stärkere Beteiligung am Kampf gegen die Euro-Krise hatte der IWF im Gegenzug von den Euro-Ländern verlangt, höhere Beträge in den Rettungsfonds einzuzahlen. Im vergangenen Monat hatte die Währungsunion den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM auf 700 Milliarden Euro ausgeweitet. Zusätzlich hatte sie dem IWF eine allgemeine Ressourcenerhöhung um 150 Milliarden Euro zugesichert. Im Zuge dieser Beschlüsse hatte sich IWF-Chefin Christine Lagarde zuversichtlich gezeigt, dass die Schlagkraft des Währungsfonds erhöht werde. Lagarde fordert laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von den Euro-Staaten, die Krisenmittel um 400 Milliarden Euro aufzustocken. Im Januar hatte die IWF-Direktorin noch bis zu 600 Milliarden Euro verlangt. Der Grund für die Korrektur sei, dass die weltweite Entwicklung deutlich glimpflicher verlaufen sei als bislang angenommen.
Doch die USA und einige Schwellenländer verweigern die Kapitalerhöhung: Während die Vereinigten Staaten eine Beteiligung gänzlich ausschlossen, fordern die Schwellenländer im Gegenzug mehr Mitspracherecht in der internationalen Gemeinschaft. Paulo Nogueira Batista sagte dem Spiegel, dass er bei der anstehenden Frühjahrstagung keine Entscheidung erwarte. Batista vertritt Brasilien und acht weitere Länder Lateinamerikas im IWF-Exekutivdirektorium. Er kritisierte zudem, dass die Euro-Staaten einerseits die finanzielle Unterstützung der Schwellenländer forderten, aber dennoch geplante IWF-Reformen blockierten, die diesen Ländern mehr Stimmrechte und höhere Kapitalquoten bringen sollten. Zurzeit konzentriere der IWF zu viele Mittel und Risiken in Europa. Laut Batista sei es durchaus denkbar, dass eine definitive Entscheidung erst auf dem G20-Gipfel im Juni fallen werde.
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