DSL Geschwindigkeiten, auch Download-Bandbreiten genannt, werden von allen Anbietern mit "bis zu" oder "maximal" angegeben. Aus technischen Gründen kann kein Anbieter die exakte Geschwindigkeit garantieren, die später am Anschluss tatsächlich verfügbar ist. Die reale Geschwindigkeit kann von den Anbietern erst nach der Bestellung ermittelt werden. Aus diesem Grund sind mit Geschwindigkeitsangaben keine festen Zusagen verbunden.
Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den einzelnen DSL Geschwindigkeiten und welche Anwendungen diese problemlos gewährleisten können:
6.000 kBit/s
Der DSL Anschluss für schnelles Surfen, Telefonieren und Multimedia-Downloads (z.B. MP3-Musik-Dateien). Mit der Übertragungsgeschwindigkeit von 6.000 kBit/s kann der User völlig reibungslos im Internet surfen und zeitgleich telefonieren sowie Downloads starten. Der Download einer MP3-Musik-Datei (Spieldauer ca. 5 min) dauert hier im Schnitt ca. 10 Sekunden. Zusätzlich ist es möglich, mit mehreren Endgeräten (PCs, Laptops, Spielekonsolen etc.) parallel online zu sein.
Fazit: Ein relativ günstiger und schneller Anschluss für Normalanwender.
16.000 kBit/s
Anspruchsvolle Anwendungen wie Internet-TV, Video-on-demand und große Downloads sind ab einer Übertragungsgeschwindigkeit von 16.000 kBit/s ohne Probleme möglich. Auch Fans von Online-Games und Internetradio sollten für eine problemlose Anwendung DSL 16.000 wählen. Der Download einer MP3-Musik-Datei (Spieldauer ca. 5 min) dauert hier im Schnitt ca. 3 Sekunden. Gleichzeitig kann der DSL-Kunde mit mehreren Endgeräten (PCs, Laptops, Spielekonsolen etc.) online sein und parallel telefonieren.
Fazit: DSL 16.000 ist optimal für Multimedia-Liebhaber und für den Geschäftsgebrauch.
25.000 kBit/s
Der DSL-Anschluss der neuesten Generation für höchste Ansprüche. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 25.000 kBit/s bzw. Kabelanschluss kann der User neben dem Telefonieren noch schneller auf Online-Inhalte wie z.B. Videos (beispielsweise aus einer Online-Videothek) oder Audiodaten zugreifen. Der Download einer MP3-Musik-Datei (Spieldauer ca. 5 min) dauert hier im Schnitt ca. 1 Sekunde.
Fazit: Anschlüsse mit bis zu 25.000 kBit/s erfüllen höchste Ansprüche für Privatanwender und ist ideal für Geschäftskunden.
50.000 kBit/s und mehr
Wer einen Anschluss mit einer Surfgeschwindigkeit von bis zu 50.000 kBit/s oder sogar mehr, zum Beispiel 128.000 kBit/s wie es bisher nur Kabelanbieter im Angebot haben, bestellt, der surft auf allerhöchsten Niveau und mit allerhöchster Geschwindigkeit im Internet. IPTV in HD, blitzschnelle Downloads großer Dateien und auch extrem schnelle Uploads sind hier selbstverständlich.
Fazit: DSL 50.000 und mehr erfüllt alle Wünsche und ist zukunftssicher.
Für die DSL Anbieter ist es sehr schwierig, vor Auftragserteilung die genaue Bandbreite anzugeben, die voraussichtlich am Anschluss realisiert werden kann. Aufwändige Messungen sind dazu notwendig. Da eine exakte Voraussage der Bandbreite vor Vertragsabschluss kaum möglich ist, sind die Anbieter dazu übergegangen, "bis zu" oder "maximal"-Angaben hinsichtlich der voraussichtlichen Download-Geschwindigkeit zu machen. Dies bedeutet, dass Sie die maximal mögliche Bandbreite bis zur gebuchten Obergrenze zur Verfügung gestellt bekommen. Hinzu kommt, dass die meisten Anbieter nur noch wenige (z.B. 2.000, 6.000, 16.000), teilweise sogar nur noch eine (16.000) Geschwindigkeitsklasse für ihre Tarife anbieten. Der DSL Anbieter versucht dann, dem Kunden die höchstmögliche Bandbreite zur Verfügung zu stellen. Abweichungen sind aufgrund von regionalen Unterschieden möglich.
Das muss nicht zwingend der Fall sein. Für normales Surfen und E-Mail-Verkehr reichen kleinere Bandbreiten bis zu 6.000 kBit/s in der Regel aus. Eine schnelle Leitung (z.B. 16.000 kBit/s) benötigen Sie meist nur dann, wenn Sie aufwändige Multimediaanwendungen (z.B. Online Videotheken) nutzen, oder wenn große Datenmengen aus dem Internet geladen werden sollen. Je schneller die Leitung ist, desto eher kann es aber auch zu Schwankungen oder Instabilitäten kommen. Eine stabile Leitung mit geringerer Bandbreite kann somit durchaus als "schnellere" Internetleitung empfunden werden (da ein konstant hoher Datenstrom erfolgt), als eine auf dem Papier vermeintlich schnelle Leitung, die möglicherweise mit Verbindungsabbrüchen und Telefonstörungen im maximalen Datendurchsatz zu kämpfen hat.
Eine exakte Voraussage über die tatsächlich verfügbare DSL Geschwindigkeit ist in der Regel nicht möglich. Als Anhaltspunkt können die voraussichtlichen Angaben zu den verfügbaren Tarifen verwendet werden. Liefern einzelne Anbieter explizite Angaben zur Bandbreite, sollte diese ebenfalls in die Überlegung einbezogen werden. Geben beispielsweise einige DSL Anbieter an, dass der Anschluss nur mit einer kleineren Bandbreite von beispielsweise bis zu 1.500 kBit/s verfügbar ist, und werden von den meisten Anbietern lediglich Tarife mit kleiner Maximalgeschwindigkeit angezeigt, ist es relativ unwahrscheinlich, dass ein dritter Anbieter einen Anschluss mit voller Geschwindigkeit von 16.000 kBit/s zur Verfügung stellen kann. Da die verschiedenen DSL Anbieter aber auch unterschiedliche Telekommunikationsnetze verwenden, kann es durchaus zu Abweichungen in der tatsächlich verfügbaren Bandbreite zwischen den Anbietern kommen.
Wenn Ihre DSL Geschwindigkeit wesentlich langsamer als versprochen ist, kann das mehrere Gründe haben: Wesentliche Faktoren für eine langsame DSL Verbindung sind oftmals Länge und Qualität der Kabel, sowie Anzahl der Nutzer an einem Verteilerkasten (Ortsvermittlungsstelle oder Kabelverzweiger). Diese Probleme treten häufig in ländlichen Regionen auf; aber auch in Großstädten ist die maximale DSL Geschwindigkeit nicht immer möglich.
Zudem verlangsamen veraltete Hardware, schlechte Empfangsbedingungen des WLAN-Routers und mehrere PCs/Laptops, die am WLAN-Router angeschlossen sind, Ihre DSL Geschwindigkeit.
Folgende Tipps helfen bei der Optimierung der DSL Geschwindigkeit!
- Ein falsch aufgestellter WLAN-Router verlangsamt schon deutlich die DSL Geschwindigkeit. Stellen Sie daher sicher, dass der Router nah am PC oder Laptop steht und das WLAN-Signal nicht durch Stahlbetonwände oder Fußbodenheizung blockiert wird. Auch Strahlungsquellen, wie z.B. Mikrowellen, in der Nähe des WLAN-Routers können die Empfangsqualität beeinträchtigen. Wenn das WLAN-Signal über mehrere Etagen übertragen werden soll, müssen die WLAN-Antennen waagerecht gestellt werden. Tritt dadurch keine Verbesserung ein, bzw. bietet Ihre Hardware diese Möglichkeit nicht, kann ein Signalverstärker (Repeater) Abhilfe schaffen. Ein starkes WLAN-Signal erhöht normalerweise bereits die Geschwindigkeit. WLAN-Router in benachbarten Wohnungen können ebenfalls die eigene DSL Geschwindigkeit stören und somit verlangsamen.
- Für DSL mit einer Geschwindigkeit ab 16.000 kBit/s ist spezielle Hardware erforderlich. Die meisten DSL Provider bieten diese Hardware zu einem günstigen Preis bei Vertragsabschluss an. Nutzen Sie deshalb keine veraltete Hardware, da dies einen Geschwindigkeitsverlust zur Folge hat.
- In einigen Wohnungen oder Häusern sind mehrere TAE Dosen vorhanden. Achten Sie darauf, dass die DSL Hardware an der ersten TAE Dose angeschlossen ist. Informationen dazu erhalten Sie von Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung. Ein Geschwindigkeitsverlust kann auch durch den Anschluss an der falschen TAE Dose zu Stande kommen.
- Je mehr Geräte sich die Internetverbindung teilen, umso geringer ist die DSL Geschwindigkeit für jeden einzelnen PC oder Laptop. Überlegen Sie sich deshalb, ob es notwendig ist, alle Geräte zeitgleich online zu nutzen, da dies die DSL Geschwindigkeit deutlich verlangsamt.
- Stellen Sie sicher, dass die Netzwerkkarte im PC oder Laptop richtig eingestellt ist. Informationen hierzu erhalten Sie bei Ihrem Hardwarehersteller.