Leasing
Beim Leasing wird ein Leasinggut von einem Leasinggeber an einen Leasingnehmer gegen ein gewisses Entgelt zu Nutzung überlassen. Es ist neben dem Barkauf und der Finanzierung die dritte Möglichkeit in Deutschland in Besitz eines Kraftfahrzeugs zu gelangen.
Der Leasingnehmer erhält für die Dauer des Vertrags das geleaste Fahrzeug und kann es im festgelegten Rahmen uneingeschränkt nutzen. Dafür zahlt er monatlich einen gewissen Betrag an den Leasinggeber, die sogenannte Leasingrate. Deren Höhe berechnet sich aus dem Anschaffungswert, dem voraussichtlichen Restwert und dem Wertverlust des Wagens sowie aus den Verwaltungskosten.
Ein Leasingvertrag ähnelt in weiten Teilen einem Mietvertrag. Sie unterscheiden sich aber vor allem dadurch, dass beim Leasing die Wartungs- und Instandsetzungsleistung auf den Leasingnehmer übertragen wird und der Leasinggeber im Gegenzug die Kaufrechte abtritt. Häufig wird ein Leasingvertrag deshalb als Mietkauf bezeichnet.
Es gibt beim Leasing aber auch Ausnahmen, bei denen von vorneherein feststeht, dass das Fahrzeug am Ende der Laufzeit zurückgegeben wird, der Leasinggeber also nicht die Kaufrechte abtritt. Dann spricht man vom operativen Leasing oder in einem speziellen Fall vom Kilometerleasing. Bei dieser Art des Leasings wird vorher eine gewisse Kilometerzahl festgelegt, die der Leasingnehmer mit dem Wagen zurücklegt. Am Ende der Laufzeit wird abgerechnet und der Leasingnehmer muss entweder nachzahlen oder erhält Geld zurück.
Man unterscheidet zwischen direktem und indirektem Leasing: beim direkten Leasing ist der Geber der Wagenhersteller, beim indirekten ist es ein Finanzinstitut.
In der Regel verlangen die Leasinggesellschaften, dass für das Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird. Grund dafür ist, dass die Leasinggesellschaft weiterhin der Eigentümer des Fahrzeugs ist.
Ein Fahrzeug zu leasen hat gegenüber einem Autokauf Vor- und Nachteile: Für Firmen liegt der Vorteil des Leasings vor allem darin, dass die Raten als Betriebsausgaben von der Steuer abgesetzt werden können. Für Privatpersonen ist es von Vorteil, dass man im Moment der Inbesitznahme des Autos nicht so viel Geld aufbringen muss und stattdessen gleichbleibende und kalkulierbare Raten zahlen kann.
Allerdings gilt es im privaten Bereich genau zu prüfen, ob sich Leasing überhaupt lohnt oder ob man, so man den Wagen am Ende kauft, nicht mit einem Finanzierungskauf günstiger zu einem eigenen Auto kommt. Ein weiterer Nachteil des Leasings liegt darin, dass der Wagen nicht Eigentum des Leasingnehmers ist und er bei Nichtnutzung oder plötzlicher Geldnot nicht die Möglichkeit hat, ihn zu verkaufen.
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