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Arbeitsunfall-Statistik: Stürze besonders gefährlich

München, 14.2.2017 | 11:13 | kro

Jeder fünfte Arbeitsunfall ist durch einen Sturz bedingt. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Broschüre „Arbeitsunfallgeschehen 2015“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor.

Beine von Handwerker am BodenJeder fünfte Arbeitsunfall ist ein Sturz.
Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle (SRS-Unfälle) sind demnach die zweithäufigste Ursache für einen Arbeitsunfall (176.575 Fälle). Ein noch höheres Unfallrisiko birgt nur der Kontrollverlust über ein Werkzeug oder Werkstück (183.756 Unfälle).

Die Unfallrenten für SRS-Unfälle machten 2015 knapp 26 Prozent aller neuen Rentenfälle bei betrieblichen Arbeitsunfällen aus. Bei Unfällen durch Kontrollverlust über ein Werkzeug oder Werkstück waren es lediglich rund sechs Prozent.

Am häufigsten ereigneten sich SRS-Unfälle im gewerblichen Bereich, darunter Werkstätten sowie Be- und Entladestellen (30 Prozent). Weitere 17 Prozent geschahen an allgemein zugänglichen Orten, wie Parkplätzen und Warteräumen.

Typische Verletzungsfolgen von SRS-Unfällen waren Zerrungen und Verstauchungen (37 Prozent) sowie Prellungen (25 Prozent) von Beinen und Füßen. Gemeldet wurden außerdem Zerreißungen (17 Prozent) und Frakturen (15 Prozent).
 

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