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Statistik zu Stromausfällen in Europa Kaum Blackouts in Deutschland

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In Deutschland gibt es immer weniger Stromausfälle, berichtet die Saarbrücker Zeitung. Im Jahr 2015 fiel bei jedem Endkunden im Schnitt 12,7 Minuten lang der Strom aus. Gemeinsam mit der Schweiz und Luxemburg hat Deutschland die sicherste Stromversorgung in Europa.

Stromversorgung in Deutschland: Kaum Blackouts
In Deutschland kommt es in Zeiten der Energiewende kaum zu Stromausfällen.
Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat Angaben der Bundesnetzagentur ausgewertet. Das letzte Jahr, für das der Bundesnetzagentur Daten für alle Länder Europas vorliegen, ist 2014. In Deutschland fiel in diesem Jahr im Schnitt 13,5 Minuten der Strom aus, also noch etwas häufiger als 2015. Auch in der Schweiz und in Luxemburg gab es mit 13 bzw. 14,2 Minuten nur sehr wenige Blackouts. Zum Vergleich: In Slowenien saßen die Stromkunden im Schnitt 908 Minuten lang im Dunkeln, in Malta 570 Minuten.
 

Atomausstieg führt nicht zu mehr Blackouts

Auch in Frankreich und Belgien, wo fast ausschließlich auf Atomenergie gesetzt wird, kommt es relativ häufig zu Stromausfällen. In Frankreich war jeder Kunde rund 51,5 Minuten ohne Strom, in Belgien 26,1. Die Statistik zeige, dass die Versorgungsqualität mit abnehmender Atomkraft und zunehmenden erneuerbaren Energien immer besser werde, sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl gegenüber der Saarbrücker Zeitung. 2007 war der Strom in Deutschland im Schnitt noch 35 Minuten ausgefallen, 2011 noch 17,25. Nur 2013 war eine Ausnahme: In diesem Jahr kam es zu Blackouts von 32,75 Minuten.