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Klimawandel – Mythen und Fakten

Warum eigentlich Energie sparen oder den persönlichen CO2-Fußabdruck schmälern? Kann das den Klimawandel aufhalten? Gibt es den Klimawandel überhaupt?  CHECK24 ist einigen Mythen zum Klimawandel auf die Spur gegangen.

Mythos 1: Es gibt keinen Klimawandel

Ist der Klimawandel menschengemacht?

In Deutschland jagt ein Rekordjahr das nächste. Die Jahresdurchschnittstemperaturen sind hier seit dem Jahr 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen, um rund 1,4 Grad angestiegen. Auch die Wetterextreme sind spürbar mehr geworden: Laut der Organisation Germanwatch ist kein anderer Industriestaat in solchem Ausmaß von Überflutungen oder schweren Stürmen getroffen wie Deutschland.

In der Arktis dagegen fallen die Temperaturen. Und dies wiederum lässt so manchen am Klimawandel zweifeln. Doch die Antwort auf die Frage, ob es den Klimawandel überhaupt geben kann, ist eindeutig ja. Denn entscheidend ist der globale Durchschnittswert und dieser steigt klar an. Auf der Erde ist es im Mittel deutlich wärmer geworden, 2014 und 2015 waren die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Eine Folge des Klimawandels sind veränderte Luft- und Wasserströmungen und dies wiederum führt dazu, dass es an manchen Orten zunächst kälter wird.

Mythos 2: Der Klimawandel ist nicht menschengemacht

„Seit es die Erde gibt, hat sich das Klima verändert. Wieso soll plötzlich der Mensch am Klimawandel schuld sein?“, lautet ein häufiges Argument der Klimaskeptiker. Es stimmt natürlich, dass sich das Klima schon seit jeher verändert. Neu ist jedoch die Geschwindigkeit der Veränderungen. Während sich die Erde früher innerhalb von Jahrtausenden um einige Grad abkühlte oder eben erwärmte, geschieht dies seit Beginn der Industrialisierung ungleich schneller. Vor allem der Anteil von Kohlendioxid (CO2) und Methan (CH4) in der Erdatmosphäre ist in den vergangenen zwei Jahrhunderten stark angestiegen. Die CO2-Werte in der Atmosphäre weisen heute einen Rekordwert auf.

CO2 entsteht auch auf natürlichem Wege, etwa beim Atmen, bei der Zersetzung von Pflanzen oder bei Vulkanausbrüchen. Es verbleibt etwa hundert Jahre in der Atmosphäre und wird dann von Pflanzen bei der Photosynthese verwertet. Dieses natürliche Gleichgewicht ist durch die zusätzliche Menge an CO2 gestört. Die Treibhausgase sammeln sich in der Atmosphäre an und verhindern, dass die Sonnenstrahlung, die von der Erde reflektiert wird, wieder zurückgeworfen werden kann. Die Erde erwärmt sich. An diesem menschengemachten Treibhauseffekt zweifelt kaum noch ein Wissenschaftler. Es ist zwar noch nicht endgültig geklärt, wie groß der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel ist, doch die schon angesprochene Geschwindigkeit, in der sich die Erde seit Beginn der Industrialisierung erwärmt, spricht dafür, dass er relativ groß ist.

Mythos 3: Schuld an der globalen Erwärmung ist die Sonne, nicht der Mensch

Mythos oder Fakt? Die Sonne ist der Grund für den Klimawandel.

Eine Gruppe der Klimaskeptiker führt die Erderwärmung auf die verstärkte Aktivität der Sonne zurück. Tatsächlich gibt es einen sogenannten Sonnenzyklus. Dieser beträgt ungefähr elf Jahre, danach geht die Aktivität der Sonne wieder zurück bzw. steigt an. Seit den 70er Jahren wird die Strahlungsintensität der Sonne von Satelliten aus gemessen.

Derzeit befinden wir uns den Messungen zufolge in einem Zyklus von eher geringer Aktivität. Nach der Theorie der Klimaskeptiker dürften die Temperaturen in den letzten Jahren demnach nicht angestiegen sein. Vielmehr müsste es sogar kälter werden. Warum dies nicht geschieht? Die Strahlung ist zu gering. Der Unterschied zwischen Maximum und Minimum eines Zyklus´ beträgt nur etwa 0,1 Prozent der Strahlungsintensität. Die Auswirkungen der Treibhausgase auf die Strahlungswirkung sind um ein Vielfaches größer.

Mythos 4: Der Klimawandel fördert das Pflanzenwachstum

Auch dies ist ein Argument, das gerne gegen die Energiewende hervorgebracht wird. Tatsächlich hat der vermehrte Ausstoß von Kohlendioxid dazu beigetragen, dass es seit den 80er Jahren deutlich grüner auf der Erde geworden ist. Doch der Düngeeffekt des CO2 lässt mit der Zeit nach, da sich die Pflanzen an die erhöhte Menge Kohlendioxid anpassen. Bei den meisten Pflanzen ist zudem das Nährstoffangebot im Boden der wichtigste Faktor für das Wachstum, und dieses wird nicht vom Kohlendioxidgehalt in der Luft bestimmt.

Vor allem jedoch wiegen die negativen Folgen des Klimawandels auch für die Pflanzen weitaus schwerer als der kurzfristige Düngeeffekt des CO2. In den meisten Breiten sind die höheren Temperaturen für das Pflanzenwachstum nicht förderlich. Unregelmäßige Niederschläge und Dürreperioden sind Konsequenzen des Klimawandels, die sich auf das Pflanzenwachstum problematisch auswirken werden.

Mythos 5: Die Landwirtschaft profitiert vom Klimawandel

Dieser Mythos stimmt ebenfalls zum Teil: Die Veränderung des Klimas hat sowohl positive als auch negative Folgen für die Landwirtschaft. Auch hier macht sich der Düngeeffekt von CO2 bemerkbar. Höhere Temperaturen können in unseren Breiten von Vorteil sein – Kartoffeln können früher gepflanzt werden, Obstbäume blühen früher und der Wein wächst länger.

Der Klimawandel hat verschiedene Konsequenzen für die Landwirtschaft.Gleichzeitig sorgen Extremwettersituationen für Ertragsausfälle in erheblichem Maße. Auch wenn nicht jeder Starkniederschlag, Hagel, Sturm, Spätfrost sowie jedes Hochwasser auf den Klimawandel zurückzuführen ist, so ist das vermehrte Vorkommen dieser Witterungsereignisse eine der Folgen des Klimawandels. Für die Landwirte bedeutet dies, dass es häufiger zu Ernteausfällen kommt. Eine neue Herausforderung für die Bauern sind auch die verstärkte Trockenheit während der Vegetationsperiode und die Tatsache, dass es im Herbst tendenziell immer feuchter wird.

Die Hauptkonsequenzen des Klimawandels haben jedoch die Landwirte in tropischen und subtropischen Regionen zu tragen. Wenn dort, wo ohnehin schwierige Bedingungen für die Landwirtschaft herrschen, noch etwas mehr Regen fällt oder die Niederschläge ausbleiben, kann dies die Bauern in ihrer Existenz bedrohen. Dem International Food Policy Research Institute zufolge ist besonders der Anbau von Grundnahrungsmitteln in Asien und Afrika gefährdet.

Mythos 6: Für Klimaschutz ist es schon zu spät

Die Gletscher schmelzen, das Eis von Grönland schwindet rasant und die Meeresspiegel steigen an. Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten. Doch das Ausmaß, in dem sich die Bedingungen auf der Erde verändern, kann der Mensch noch beeinflussen. Bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 haben sich viele Länder, darunter die größten CO2-Produzenten China und die USA, vertraglich dazu verpflichtet, die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 auf zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Stoßen wir dagegen so viele Treibhausgase aus wie bisher, ist auch ein Anstieg um 5 Grad möglich. Dann werden die Folgen weitaus verheerender sein. Einer aktuellen Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie und des Cyprus Institutes zufolge könnte es gegen Ende des Jahrhunderts im Nahen Osten und in Nordafrika im Schnitt an jedem dritten Tag im Jahr über 50 Grad heiß sein. Viele Regionen der Erde wären nicht mehr bewohnbar. Millionen von Menschen würden zu Klimaflüchtlingen.

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