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Heizen mit Erdgas

Wie funktioniert eine Gasheizung?

Die Technologie der Gasheizung hat sich mit den Jahren deutlich verbessert. Neueste Geräte arbeiten mit der hocheffizienten Brennwerttechnik, bei der Abgase als Wärmequelle wiederverwertet werden. Ältere Geräte werden häufig noch mit einem ineffizienten Niedertemperaturkessel betrieben. Eine moderne Gasheizung besteht aus mehreren Bestandteilen. Dabei nimmt der Brennwertkessel den meisten Platz ein und wird deshalb üblicherweise im Keller installiert. Eine Kombitherme für Heizung und Warmwasser befindet sich hingegen meist direkt in den Wohnräumen. Abgasleitung, Heizungsrohre und Heizkörper gehören ebenfalls zum Gasheizsystem.

Effizient heizen mit der Brennwerttechnik
Eine kleinere Version des Brennwertkessels ist die Kombi-Brennwerttherme, die nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Therme bzw. Kessel bestehen aus Brenner und Wärmetauscher. Im Brenner wird Gas verbrannt und dadurch entstehen Wärme und Abgase. Durch ein Rohr im Wärmetauscher fließt das Rücklaufwasser der Heizung. Dieses wird durch die warmen Abgase der Therme erneut erhitzt. Mit der Brennwerttechnik wird ein Wirkungsgrad von fast 100 Prozent erreicht. Zudem ist der CO2-Ausstoß sehr gering, da Abgase nicht ungenutzt durch den Schornstein entweichen.
Gastherme oder Kombitherme
Gasthermen bzw. Kombithermen dienen nicht nur zum Heizen, sondern werden auch zur Warmwasserbereitung verwendet. Anders als der Brennwertkessel befinden sie sich direkt in den Wohnräumen. Dabei wird das Wasser nach dem Prinzip des Durchlauferhitzers erst bei Bedarf aufgeheizt. Effizienter arbeitet die Kombi-Brennwerttherme, die ebenfalls der Warmwasserbereitung dient. Auch hier werden die Abgase genutzt, um das Wasser zu erwärmen.
Niedertemperaturkessel
Als mittlerweile überholte Technik gilt das Heizen mit Niedertemperaturkesseln. Dennoch werden sie in Altbauten noch häufig genutzt. Seit der Energiesparverordnung (EnEV) 2014 besteht eine Austauschpflicht für Heizkessel, die über 30 Jahre alt sind. Das heißt, Sie müssen Ihre Heizung mit Niedertemperaturtechnik nach 30 Jahren erneuern. Ausgenommen sind modernere Geräte mit einem hohen Wirkungsgrad oder Kessel, die nur der Warmwasserbereitung dienen.

Was sind die Vorteile einer Gasheizung?

HeizkesselDa Erdgas direkt über die Gasleitung ins Haus gelangt, benötigen Sie keinen extra Lagerraum für den Brennstoff, wie etwa beim Heizen mit Holz. Zudem muss Erdgas nicht nachgefüllt werden, sondern ist jederzeit direkt über die Gasleitung verfügbar. Da die Abgase bei der Brennwerttechnik durch eine kleine Abgasleitung aus Kunststoff, Stahl oder Keramik nach draußen abgeführt werden, ist kein Schornstein nötig, beziehungsweise können Sie ihn stattdessen für einen gemütlichen Kamin verwenden. Durch den hohen Wirkungsgrad verbrennt Gas vergleichsweise umweltfreundlich. Beim Heizen mit Gas entstehen nur rund 250 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde. Bei Heizöl werden rund 12 Prozent mehr Emissionen freigesetzt. Auch die Anschaffungskosten sind relativ günstig. Zudem lassen sich Gasheizungen sehr gut mit erneuerbaren Energien kombinieren. Sie können zum Bespiel eine Solarthermie-Anlage mit Ihrer Gasheizung verbinden.

Was sind die Nachteile einer Gasheizung?

Um mit Gas zu heizen, benötigen Sie für Ihr Haus einen Gasanschluss. Falls dieser noch nicht vorhanden ist, kann ein Neuanschluss sehr teuer werden. Doch mittlerweile sind so gut wie alle Wohngebiete an das Gasnetz angeschlossen. Als fossiler Brennstoff gehört Erdgas nicht zu den nachwachsenden Rohstoffen und ist somit nicht unendlich förderbar. Da in Deutschland kaum Gasvorkommen vorhanden sind, wird Erdgas größtenteils importiert. So bleibt Deutschland immer abhängig von Importländern wie Russland, Norwegen oder Großbritannien. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Gaspreise tendenziell über die Jahre hinweg steigen. Doch hier kann ein Gasanbieterwechsel Abhilfe schaffen.

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Mit welchen Heizsystemen kann ich meine Gasheizung kombinieren?

Gasheizung kombiniert mit Solarthermie

Gut lässt sich die Gasheizung mit Solarthermie kombinieren. Für die Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts benötigen Sie eine Sonnenkollektorfläche von etwa vier Quadratmetern. Sie können mit 1 bis 1,5 Quadratmeter Kollektorfläche pro Person rechnen. So erzeugen Sie genügend Warmwasser, um in den Sommermonaten zu duschen und zu baden. Zudem können Sie auch die Warmwasserkosten im Winter um einiges senken. Insgesamt können Sie rund 60 Prozent Ihres Warmwasserbedarfs über die Solarthermie-Anlage abdecken. Mittlerweile gibt es viele Heizungshersteller, die Kombilösungen anbieten, in denen Brennwertheizung, Solaranlage und Wasserspeicher enthalten sind. Für Anschaffung und Installation müssen Sie mit 6.000 € bis 12.000 € rechnen.

Gasheizung kombiniert mit Wärmepumpe

Auch mit einer Wärmepumpe kann die Gasheizung kombiniert werden. Laut Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) muss dabei allerdings die Wärmepumpe mindestens 50 Prozent der Wärme erzeugen. Sie können sowohl Erd-, als auch Wasser- oder Luft-Wärmepumpen dazu nutzen. Die Investitionskosten können je nach Modell bis zu 20.000 € hoch sein. Da Sie im Gegenzug 50 Prozent der Gaskosten einsparen, amortisiert sich die Anschaffung nach relativ kurzer Zeit.

Was kostet eine Gasheizung?

Kosten für Anschaffung und Installation

Ein Heizkessel mit Brennwerttechnik kostet zwischen 2.500 und 5.000 €. Eine moderne Gastherme ist schon für etwa 1.500 € erhältlich. Für eine Kombitherme bezahlen Sie 2.500 bis 3.000 €. Möglicherweise müssen Sie auch Ihren Schornstein sanieren lassen, wenn Sie auf Brennwerttechnik umrüsten, da ein neues Abgassystem installiert werden muss. Hier müssen Sie mit zusätzlichen Baukosten zwischen 800 und 1.500 € rechnen. Falls Sie einen Warmwasserspeicher benötigen, erhöhen sich die Kosten noch einmal um etwa 800 €. Insgesamt können die Installationskosten je nach Aufwand zwischen 600 und 2.400 € betragen.

Laufende Kosten

Die jährlichen Wartungskosten für eine Gasheizung liegen zwischen 100 und 200 €. Dazu kommt eine Jahresgebühr für den Schornstein von etwa 50 €. Und natürlich muss der monatliche Abschlag an den Gasanbieter gezahlt werden. Die jährlichen Gaskosten variieren von Anbieter zu Anbieter. Gerade zwischen Grundversorgungstarifen und den Angeboten alternativer Versorger besteht ein großer Unterschied. Je nach Haushaltgröße können Sie zwischen 200 € (Singlehaushalt) und 600 € (4-Personen-Haushalt) sparen, wenn Sie aus der Grundversorgung zu einem günstigeren Gasanbieter wechseln.

Gibt es Fördermöglichkeiten?

Wenn Sie zum Beispiel noch einen Niedertemperaturkessel besitzen und auf effiziente Brennwerttechnik umrüsten möchten, können Sie sich diese Effizienzmaßnahme von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördern lassen. Das BAFA bietet sogar einen speziellen „Kesseltauschbonus“ in Höhe von 500 € an. Zudem können Sie eine BAFA-Förderung erhalten, wenn Sie Ihre Gasheizung mit erneuerbaren Energien, etwa einer Solarthermie-Anlage, kombinieren. Von der KfW erhalten Sie auf Antrag Kredite zu günstigen Konditionen und Zuschüsse. Mit dem KfW-Kredit 151/152 etwa können Sie eine Kreditsumme für Einzelmaßnahmen von bis zu 50.000 € erhalten. Egal, ob KfW- oder BAFA-Förderung – die Sanierungsmaßnahmen müssen eine energetische Verbesserung aufweisen und den CO2-Ausstoß senken, damit sie genehmigt werden.

Kann ich auch mit Biogas heizen?

Sie können mit Biogas heizen, indem Sie einen entsprechenden Tarif auswählen. Üblicherweise handelt es sich dabei um Erdgastarife, denen Biogas beigemischt wird. Häufig beläuft sich der Biogasanteil zwischen 10 und 30 Prozent. Mittlerweile haben einige Versorger auch Tarife im Angebot, die einen 100-prozentigen Biogasanteil aufweisen. Zwar sind diese Tarife üblicherweise etwas teurer als die Angebote für herkömmliches Erdgas, aber dafür wird das Klima unterstützt. Denn beim Verbrennen von Biogas entsteht kein klimaschädliches CO2, das die Atmosphäre belastet.

Eine weitere umweltfreundliche Tarifvariante ist Klimagas. Hier bieten die Gasversorger handelsübliches Erdgas an, verpflichten sich aber die entstehenden CO2-Emissionen auszugleichen. Dies gewährleisten sie, indem sie nationale oder internationale Klima- und Umweltschutzprojekte finanziell unterstützen. Ob Klima- oder Biogas – beides sind klimafreundliche Alternativen zu herkömmlichen Gastarifen.

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