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Smartphones Samsung-Chef sagt baldiges Ende klassischer Handys voraus

München, | 16:58 | mhr

Smartphones sind nach Aussagen des Samsung CEOs und Mobile-Chefs Dong Jin Koh in ihrer aktuellen Form ein Auslaufmodell. Dong Jin prophezeit eine neue Ära, in der andere smarte Devices auf Basis von 5G, Internet of Things und künstlicher Intelligenz die Hauptrolle spielen sollen.

Samsungs CEO und Mobile-Chef Dong Jin Koh bei der Pressekonferenz Samsung-Chef Dong Jin Koh erklärt die "Ära der Smartphones" für beendet. (Samsung.com)
Koh gab bei einer Pressekonferenz in Samsungs Headquarter im südkoreanischen Seoul außerdem bekannt, dass der Telekommunikationsriese künftig seinen Fokus mehr auf die Weiterentwicklung anderer internetfähiger Geräte legen wolle. Die letzten zehn Jahre seien die Ära der Smartphones gewesen, in fünf Jahren werde es jedoch die herkömmlichen Smartphones nicht mehr geben. Auf die Zukunft der Smartphones angesprochen, entgegnete Koh dem ausgewählten Journalistenkreis: "Lasst uns mehr auf Smart Devices anstatt auf Smartphones konzentrieren.“

Smartphones passé: Wearables auf dem Vormarsch 
Deshalb plant Samsung, sich künftig anstelle von Smartphones auf Wearables wie smarte Uhren oder andere portable, am Körper zu tragende Screens und in Fahrzeuge integrierte Bildschirme zu konzentrieren. Samsung wolle die Wearables so optimieren, dass Nutzer gar nicht mehr bemerken, dass sie Bildschirme am Körper tragen, so Koh. Auch Samsungs Design-Leiter Kang Yun-je unterstrich den zukünftigen Unternehmensfahrplan von Samsung und erklärte, dass das Smartphone in seiner heutigen Ausführung an seine Grenzen gestoßen sei. 

Faltbares Smartphones als Übergangslösung
Aus diesem Grund steuere Samsung gezielt Innovationen im Bereich Foldables wie das bereits präsentierte erste faltbare Samsung-Smartphone Galaxy Fold an. Koh gestand allerdings ein, dass dessen Einführung zu früh erfolgt sei. Das Samsung Galaxy Fold werde aktuell massiven Tests unterzogen, damit es bald auf den Markt kommen könne. Allerdings sieht Koh die faltbaren Smartphones nur als Übergangslösung für noch potentere Smart Devices. Im Bereich Wearables hat Samsung aktuell Nachholbedarf. Schätzungen zufolge nimmt sein Konkurrent Apple mit seiner AppleWatch aktuell 35 Prozent des weltweiten Marktes ein, wohingegen Samsung mit seines Smartwatches bei 11 Prozent weit abgeschlagen liegt. 

Ohne 5G keine smarten Devices
Die Weichen für die Weiterentwicklung müssten mit einer entsprechenden 5G-Infrastruktur gestellt werden. Außerdem würde dem Internet der Dinge, also der Verknüpfung und Kommunikation zwischen smarten Gegenständen, eine bedeutende Rolle zukommen. Mit der Versteigerung der 5G Frequenzblöcke wurde in Deutschland hierfür der Weg bereitet. Wann die neue Technologie zum Standard wird, bleibt allerdings abzuwarten.