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Studie: Frühzeitige Smartphone-Nutzung soll Entwicklung von Kindern hemmen

München, | 11:25 | awa

Kleine Kinder, die häufig Smartphones, Tablets oder andere elektronische Medien nutzen, werden anscheinend insbesondere in ihrer sozialen Entwicklung beeinträchtigt. Wie die Onlineausgabe des Handelsblatts am Dienstag berichtete, haben Mediziner der Boston Universität im Rahmen einer Studie untersucht, wie sich die Nutzung von mobilen Geräten auf die Psyche von Kindern auswirkt und die Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlicht.

Mädchen mit Smartphone Smartphone & Co. gehören nicht in Kinderhände - sie sollen die soziale und emotionale Entwicklung stören.
Der Studie zufolge lernen Kleinkinder kaum, wenn sie elektronische Medien nutzen. Neben ihrer sozialen würde auch ihre emotionale Entwicklung gehemmt und ihre sprachlichen Fähigkeiten beeinträchtigt. Dies hätten bereits Studien zur Fernsehnutzung von Kleinkindern belegt, heißt es dem Bericht zufolge in der Studie weiter. Gleichzeitig hätten die Kinder weniger Zeit für direkte zwischenmenschliche Kontakte, wenn sie häufig elektronische Medien nutzen.
 
Andere Studien hätten bereits früher belegt, dass Kinder unter 30 Monaten am Bildschirm weniger lernen als durch Kontakt zu anderen Menschen. Sie seien erst im Vorschul- oder Schulalter überhaupt dazu in der Lage, mit interaktiven Medien richtig umzugehen - etwa um sinnvolle Verständnisübungen zu lösen.
 
Nutzen Kleinkinder früh und häufig elektronische Medien, würden darunter auch ihre spielerischen Aktivitäten leiden - diese sind notwendig, um sensorische und visuelle Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Fähigkeiten, bei denen Fühlen, Sehen und eigene Bewegungen zusammenspielen, seien wichtig, damit später Naturwissenschaften wie etwa Mathematik richtig erlernen zu können.

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