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Mobile Payment Apple Pay und Google Pay besonders bei junger Generation beliebt

München, | 19:08 | mhr

Mobiles Bezahlen ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern eine simple  Möglichkeit, Rechnungen in stationären und Online-Shops zu begleichen. Dabei sind die verschiedenen Mobile-Payment-Angebote noch längst nicht bei allen Smartphone-Nutzern angekommen, obwohl Apple und Co. stetig neue Kooperationspartner dazugewinnen. 

Mobiles Zahlen mit dem Handy Das mobile Bezahlen ist schnell, bequem und einfach. (Apple)
Was in den USA schon längst Standard ist, erfährt in Deutschland nur langsam Zuspruch. Einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Eco-Verbandes zufolge haben 87 Prozent der Deutschen noch nie mit ihrem Smartphone bezahlt. Lediglich 5,5 Prozent der Befragten nutzen Apple Pay und Co. regelmäßig. Offen für das kontaktlose Bezahlen zeigt sich nur die junge Generation. 25 Prozent der Millenials sind laut einer Befragung von YouGov bei einem Mobile-Payment-Anbieter registriert.  

Abrechnung bisher nur über Kreditkarten möglich
Ein möglicher Grund für die geringe Verbreitung in Deutschland könnte die Beschränkung auf die Abrechnung per Kreditkarten sein. Denn lediglich ein Drittel aller Bankkunden hierzulande besitzt eine solche Karte. Eine Girocard (EC-Karte) hingegen hat laut Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) fast jeder Sparkassen-Kunde. Deshalb verhandelt die Sparkasse aktuell noch über die Aufnahme von Sparkassen-Girocards bei Apple Pay. Noch in diesem Jahr soll die Zusammenarbeit des DSGV und Apple starten. „Wir führen dazu sehr positive Gespräche mit Apple und hoffen, diese bald zum Abschluss zu bringen“, berichtet Helmut Schleweis, Präsident des DSGV, dem Handelsblatt. 

Kunden dieser Banken können das Angebot nutzen 
Apple Pay, das weltweit immerhin von 43 Prozent der iPhone-User genutzt wird, ist aber längst nicht der einzige Mobile-Payment-Anbieter. So haben seit Juni 2018 Besitzer von Android-Geräten die Option, per Google Pay mobil zu bezahlen. Im Boot bei Google Pay sitzen die Partner Commerzbank, comdirect, N26, boon, die Landesbank Baden-Württemberg/BW Bank, VIMPay, bunq sowie Revolut.
Apple hingegen kooperiert mit Amercian Express, boon, bunq, comdirect, Deutsche Bank, fidor BANK, Hanseatic Bank, HypoVereinsbank, N26, O2 Banking, Ticket Restaurant Edenred sowie VIMPay. 

Banken setzen auf hauseigene mobile Payment-Angebote
Auch die Banken selbst bieten Möglichkeiten für mobiles Bezahlen. Die Sparkassen und Volksbanken haben eigene Apps im Angebot, über die Kunden bezahlen können. Einziger Nachteil: Das mobile Payment funktioniert nur innerhalb Deutschlands. Die Deutsche Bank bietet für Android-Nutzer die Möglichkeit, kontaktlos über die bankeigene Lösung zu bezahlen. 

Sind meine Daten beim mobilen Bezahlen sicher?
Die Übertragung der notwendigen Bankdaten beim kontaktlosen Bezahlen geschieht per NFC – einer Methode zur Datenübertragung, die nur auf sehr kurzer Distanz zwischen dem Bezahl-Terminal und dem Smartphone funktioniert. Das Wellensymbol in der Nähe des Bezahl-Terminals markiert die Option für mobile Payment. Bei dem Vorgang werden die Daten verschlüsselt übertragen, was einen Missbrauch durch potenzielle Datenräuber erheblich erschwert. 

Diverse Identifikationsmethoden 
Zudem greifen noch die Sicherheitsvorkehrungen der Handyhersteller selbst. So müssen Google Pay-Kunden ihr Handy entsperren, wenn sie eine Summe von über 25 Euro bezahlen möchten. Dadurch können mögliche Diebe im Schadensfall lediglich kleine Beträge ergaunern. Bei Apple Pay weisen die User ihre Identität über ihren Fingerabdruck, den Entsperrungscode oder per Gesichtserkennung nach. 
Ob Aktivierung des Bildschirms, Öffnen der Bezahlapp oder Entsperrung des Displays: Die Sparkassen und Volksbanken lassen es ihren Kunden offen, für welche Identifikationsmethode sie sich entscheiden. Mit diesen vielfältigen Optionen hoffen die Banken und Dienstleister, ihr Angebot für das Bezahlen mit dem Smartphone noch attraktiver zu machen.