Sie sind hier:

Foldables Huawei und Samsung stellen ihre faltbaren Smartphones vor

München, | 16:37 | mhr

Das Huawei Mate X und das Samsung Galaxy Fold sind die ersten ihrer Art: zwei faltbare Smartphones mit einigen Gemeinsamkeiten wie ihrem stolzen Preis ab 2.000 Euro, aber auch signifikanten Unterschieden wie der Kameraausrüstung und der Art, wie die beiden Premiumgeräte gefaltet werden. 

Huawei Mate X Das neue Huawei Mate X lässt sich in der Mitte falten und somit wie ein Smartphone oder Tablet verwenden. (Huawei)
Bereits knapp eine Woche vor dem Start des Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zeigte Samsung, was sein erstes Foldable-Device so kann. Mit seinem 7,2 Zoll großen Display in ausgeklapptem Zustand verwandelt sich das Samsung Galaxy Fold in ein kleines Tablet, auf dem die User Filme und Videos in höchster Auflösung ansehen können. Möchte man das Gerät dann doch wieder zum Telefonieren oder Chatten nutzen, wird das faltbare Handy des Branchenprimus wie ein Buch nach innen eingeklappt. So ist der große Bildschirm geschützt und es liegt locker in der Hand. Doch auch Huawei legte sich anlässlich des MWCs ins Zeug und zog kurz nach dem Startschuss der internationalen Mobilfunk-Konferenz mit seinem Mate X nach. Im Gegensatz zu seinem Mitstreiter setzt Huawei noch einen oben drauf und ermöglicht einen Tablet-Modus mit stattlichen 8 Zoll im ausgefalteten Zustand. Zusammengeklappt können Huawei-Fans gleich auf zwei seitlich gut abgerundeten Bildschirmen ein doppeltes Smartphone-Erlebnis erfahren. 

Sechsfach Kamera sticht Triple-Cam aus 
Kameratechnisch braucht sich das Samsung Galaxy Fold nicht zu verstecken. Zwar bleibt Samsung seinem randlosen Design treu, allerdings befindet sich auf der linken Seite des neuen Gerätes ein dicker Balken, in dem auch die Triple-Kamera verbaut wurde. Dieser soll das Handy im Tabletmodus beim Fotografieren handlicher machen. Auf die Selfiekamera verzichteten die Südkoreaner gänzlich, da sich die User gleich selbst mit der Hauptkamera ablichten können. Huawei fährt mit sechs Kameras auf: einer dreifachen Linse als Hauptkamera, einer Doppel-Front-Kamera für den ausgeklappten Modus und einer Linse im zugeklappten Zustand, die vermutlich primär für die Videotelefonie genutzt werden soll. 

Leistungsstarke Akkuleistungen und Bildverarbeitung von bis zu 8K 
Auch im Hinblick auf die Akkuleistung brilliert Huawei mit gleich zwei Batterien, die das Mate bis zu zwei Tage mit Energie versorgen. Laut Huawei könne der Mate-X-Akku des Falt-Handys innerhalb von nur 30 Minuten zu 85 Prozent aufgeladen werden – eine beeindruckende Zeitspanne. Das Samsung hat zwar nur einen Akku, dieser ist allerdings etwas größer und ermöglicht dadurch eine noch längere Nutzungsdauer. Dagegen sticht der hauseigene, leistungsstarke Prozessor von Huawei seinen Konkurrenten aus. Denn dieser macht das Mate X zum ersten 5G-fähigen Smartphone des Herstellers. 

Multitasking-Fähigkeit unbekannt
Ein großes Fragezeichen hinterlassen beide Technik-Giganten in Bezug auf das Betriebssystem. Schließlich ist es eine Herausforderung, die einzelnen Apps auf die verschiedenen Bildschirmgrößen anzupassen. Huawei lässt lediglich durchscheinen, dass auf dem Mate X drei Apps gleichzeitig nutzbar seien. Bei Samsung sind es zwei Applikationen, die Nutzer zeitgleich verwenden können. 

Faltbare Smartphones von Xiaomi und LG in den Startlöchern
Zwar sind Huawei und Samsung die ersten beiden Smartphone-Produzenten, die ihre Geräte zu einem Preis von je 2.000 Euro und 2.300 Euro im Frühjahr auf den Markt bringen wollen, allerdings schläft auch deren Konkurrenz nicht. Der chinesische Technik-Riese Xiaomi sowie LG aus Südkorea arbeiten bereits fleißig an eigenen Falt-Handys. Die Smartphone-Hersteller erhoffen sich mit dem Vertrieb der Falt-Geräte einen Anstieg ihrer Smartphone-Verkäufe. Denn die Verkaufszahlen waren im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf 1,4 Prozent gefallen. Der Grund hierfür: die Hersteller konnten in 2018 nur wenige neuartige Funktionen für ihre Smartphones präsentieren, weshalb Verbraucher lieber bei ihrem alten Gerät blieben.