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Apple zündet iPhone-Feuerwerk

München, | 09:29 | bka

Apple hat auf der ersten Pressekonferenz im neuen Steve-Jobs-Theater gleich drei neue iPhone-Modelle vorgestellt. Neben dem iPhone 8 und iPhone 8 Plus zeigte Apple-Chef Tim Cook auch das iPhone X. Was die Smartphones voneinander unterscheidet, welche Innovationen es gibt und wofür das "X" in dem Namen des neuen iPhones steht, zeigt die Redaktion von CHECK24.

iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X: Apple brennt ein iPhone-Feuerwerk ab. (Bild: Apple)
Das iPhone X ist Apples neues Aushängeschild. Mit seinem nahezu randlosen Display passt es sich der aktuellen Marktsituation an. Wenig Rahmen um die Bildschirme ihrer Handys haben Nutzer dieses Jahr bereits von Samsung, LG und sogar Wiko gesehen. Auch das OLED-Display hat Apple für sich entdeckt. Statt LCD kommt erstmals in einem iPhone ein OLED-Panel zum Einsatz. Der von Apple als „Super Retina Display“ bezeichnete Bildschirm misst 5,8 Zoll in der Diagonalen und löst mit 2.436 x 1.125 Pixeln auf. Somit kommt er auf eine Pixeldichte von 458 ppi.

Das Gesicht ist der neue Fingerabdruck

Da sich das Display fast über die gesamte Front erstreckt, blieb kein Platz mehr für den Homebutton. Die Funktionen, die er innehatte, teilen sich nun auf mehrere Schultern auf. Siri etwa wird über einen Taster an der rechten Flanke gestartet. Um aus einer App zum Homescreen zu gelangen, muss der Nutzer vom unteren Bildschirmrand zur Mitte des Displays wischen. Und auch der Fingerandrucksensor ist verschwunden – Touch ID war einmal. Das iPhone X wird per Face ID entsperrt. Ein kurzer Blick in die Frontkamera genügt und das iPhone gibt den Homescreen frei. Dank zahlreicher Sensoren soll das Entsperren per Gesichtserkennung auch bei Dunkelheit oder bei Veränderungen des Aussehens etwa durch eine Brille oder einen Bart problemlos funktionieren.
 

Kabellos durch die Nacht

Beim Design hat Apple im Vergleich zum Vorgänger umgedacht: Statt Metall zu verbauen, kehrt das Unternehmen zu Glas als Werkstoff für das Gehäuse zurück. Ähnlich wie das iPhone 5 besitzt auch das iPhone X eine Rückseite aus Glas und einen Rahmen aus Metall. Der Verzicht auf Aluminium als Ummantelung erlaubt es Apple, eine Qi-Einheit im iPhone unterzubringen und das Gerät damit kabellos aufladbar zu machen. Diese Technologie ist allerdings nicht unbedingt neu: Bereits 2012 konnten Nutzer des Nokia Lumia 920 das Gerät kabellos aufladen.
 

Für Unterwasserfotos gewappnet

Beim Akku legt Apple eine Schippe drauf: Die Batterie im iPhone X hält nach eigenen Angaben bis zu zwei Stunden länger halten, als beim iPhone 7. Zur weiteren Ausstattung gehört eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Hinter den beiden Linsenpaaren mit Weitwinkel (F/1.8) und Teleobjektiv (Blende F/2.4) befinden sich zwei 12-Megapixel-Sensoren. Bei Dunkelheit schaltet sich ein Vierfach-LED-Blitz dazu. Zudem ist das iPhone X nach IP67-Schutzstandard gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt.

In vier Varianten zum stolzen Preis

Das iPhone X ist ab dem 27. Oktober vorbestellbar und ab dem 3. November im Handel erhältlich. Somit kommt das iPhone X pünktlich zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt. Das „X“ ist dabei übrigens an die Ziffer „10“ aus der römischen Zahlenschrift angelehnt, was gut zum 10-jährigen Geburtstag des iPhones passt. Das Gerät wird in zwei Speichervarianten (64 und 256 GB) sowie in den Farben Schwarz und Silber erhältlich sein. Käufer müssen allerdings wie gewohnt tief in die Tasche greifen: Für die 64-GB-Variante verlangt Apple bereits satte 1.149 Euro. Wer die Version mit 256 GB Speicher haben möchte, muss 1.319 Euro auf den Verkaufstresen hinblättern.
 

iPhone 8 und iPhone 8 Plus

Neben dem iPhone X hat Apple zwei weitere Smartphones präsentiert. Das iPhone 8 und iPhone 8 Plus sind die unmittelbaren Nachfolger der 7er-Reihe. Bei der neuen Generation setzt Apple – wie auch beim iPhone X – auf Glas als Gehäusematerial und Metall für den Rahmen. In allen neuen Modellen kommt der A11-Bionic-Prozessor mit sechs Kernen zum Einsatz. Zwei davon sind dem Unternehmen zufolge 20 Prozent schneller, als die der Vorgänger-Generation des A10 Fusion. Die übrigen vier Prozessorkerne liefern laut Apple sogar 70 Prozent mehr Leistung. Auch hinsichtlich der Lautsprecher hat Apple Verbesserungen vorgenommen. So sollen die neuen iPhone bis zu 25 Prozent lauter sein als ihre Vorgänger.
 
Während das iPhone 8 eine 12-Megapixel-Kamera auf der Rückseite besitzt, sind es beim iPhone 8 Plus zwei Linsenpaare. Zwar hat sich die Auflösung gegenüber der 7er-Reihe nicht verändert, jedoch soll der Sensor eine bessere Bildqualität abliefern und deutlich lichtempfindlicher sein.
 
Das iPhone 8 mit 4,7-Zoll-Display wird ab dem 22. September in den Farben Silber, Gold und Grau in Handel erhältlich sein. Für die 64-GB-Version werden 799 Euro fällig, während die 256-GB-Variante 969 Euro kosten wird. Beim iPhone 8 Plus, das ein 5,5 Zoll großes Display besitzt, liegen die Preise noch etwas höher. So müssen Käufer für das Gerät mit 64 GB Speicher 909 Euro bezahlen. Für die Variante mit 256 GB verlangt Apple sogar 1.079 Euro. Sowohl das iPhone X als auch die beiden Modelle der 8er-Reihe werden mit iOS 11 ausgeliefert. Für ältere Modelle wird Apple sein neues Betriebssystem ab dem 19. September zum Download zur Verfügung stellen.
 

Apple Watch der dritten Generation
 

Neben den neuen iPhones hat Apple auch seine neue Apple Watch der dritten Generation vorgestellt. Die Spekulationen um ein integriertes LTE-Modul im Vorfeld haben sich auf der Keynote bewahrheitet. Ob telefonieren, navigieren oder Musik streamen: All das funktioniert mit der Apple Watch Series 3 nun auch ohne Smartphone. Um Platz zu sparen hat Apple auf eine Nano-SIM-Karte verzichtet und setzt auf eine eSIM – eine nicht austauschbare und fest verlötete SIM-Einheit.
 
Wer Datenvolumen sparen möchte, kann zu Hause Musik auch über das WLAN streamen. Zudem verbindet sich die Uhr via Bluetooth mit Kopfhörern oder Lautsprechern. Nach eigenen Angaben soll der Akku der Apple Watch 3 bis zu 80 Stunden durchhalten. Dabei soll sich die Performance gegenüber dem Vorgängermodell um 70 Prozent verbessert haben. Die Uhr wird Apple zufolge ab dem 15. September vorbestellbar und am 22. September im Handel erhältlich sein. Der Preis: 369 Euro.

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