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Projekt gescheitert AirPower: Apple begräbt kabellose Ladematte endgültig

München, | 17:47 | mhr

Apple stellt die Entwicklung seiner kabellosen Ladematte aufgrund von technischen Problemen bis auf Weiteres ein. Die Beendigung des Projektes kommt für Apple-Fans abrupt, schließlich wurde Apples AirPower-Ladematte noch auf der Verpackung der neuen Airpod-Kopfhörer erwähnt. 

Apple Ladekabel Bis auf Weiteres müssen Apple-Fans auf das Standard-Ladekabel zurückgreifen.
„Wir entschuldigen uns bei den Kunden, die sich auf die Einführung gefreut haben“, sagt Dan Riccio, Apples Senior Vice President of Hardware Engineering. Weiter heißt es: „Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass die Zukunft drahtlos ist, und sind bestrebt, das drahtlose Erlebnis voranzutreiben.“ Die Hauptursache für das Scheitern der kabellosen Ladematte sei laut eines Statements von Apple, das dem Technik-Magazin „Techcrunch“ vorliegt, dass das Unternehmen seinen eigenen hohen Standards nicht gerecht werden könne. 

Eine unerwartete Wendung für Apple-Fans
Darüber hinaus berichten Technik-Insider nun auch von physikalischen Problemen, die zunächst zu Entwicklungsverzögerungen und schließlich zur Beerdigung des Projekts führten. Eine plötzliche Entscheidung: Schließlich wurden auf die Verpackungsboxen der neuen AirPod-Hüllen noch Fotos von AirPower gedruckt. Der Smartphone-Gigant aus Kalifornien hatte die kabellose AirPower-Ladematte erstmals im September 2017 angekündigt und sie zuletzt Anfang 2019 beworben.

Simultanes, kabelloses Laden mehrerer Devices 
Zwar sind die neuen Apple-Smartphones seit dem iPhone 8 allesamt kabellos aufladbar und es gibt bereits diverse kabellose Ladestationen anderer Hersteller auf dem Markt, allerdings hob sich Apples Anspruch an das AirPower-Projekt von der Konkurrenz ab. Der Konzern wollte seinen Kunden mit der kabellosen Ladematte die Möglichkeit bieten, mehrere Devices auf einem Ladepad zu platzieren und diese gleichzeitig aufzuladen. Auf den jeweiligen Geräten sollten Apple-User dann den Ladestand ablesen können. Eine Herausforderung, die nach einer ausgefeilten Hardware verlangt. 

Hardware-Probleme sind nichts Neues bei Apple
Dass Apple nicht immer pünktlich mit seinen Produktneuheiten auf den Markt geht, ist allerdings keine Neuheit. Bereits in der Vergangenheit sorgte der Technikriese beispielsweise mit der Einführung der AirPods für Verzögerungen in der Verfügbarkeit der Devices. Es dauerte einige Monate, bis die Geräte flächendeckend in den Läden standen. Für Diskussionen über mögliche Hardwareprobleme im Hause Apple sorgte kürzlich außerdem ein Funktionsfehler bei der MacBook-Tastatur. 
Dennoch ist damit zu rechnen, dass Apple weiter daran arbeiten wird, beispielsweise für das iPhone XS eine hauseigene drahtlose Lademöglichkeit anbieten zu können. Wie diese gestaltet sein wird und ob das parallele Aufladen mehrerer Devices doch ermöglicht wird, bleibt abzuwarten.