Noch kein finanzieller Vorteil

Assistenzsysteme senken Schadenkosten nicht

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aktualisiert am 19.02.2019
Foto: Continental/DVR

Assistenzsysteme sollen das Autofahren sicherer machen. Doch wird dadurch auch die Kfz-Versicherung günstiger?

Zumindest in den kommenden Jahren werden die Beiträge zur Kfz-Haftpflicht sowie zur Kaskoversicherung deshalb eher nicht sinken.

Diese Einschätzung traf Medienberichten zufolge Tibor Paraki vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Der Grund: Die Schadenkosten der Kfz-Versicherer steigen. 2017 mussten die Gesellschaften für versicherte Schäden insgesamt 23,6 Milliarden Euro ausgeben – so viel wie noch nie.

Warum helfen Assistenzsysteme nur bedingt?

Eines der Probleme: Autofahrer verlassen sich zu sehr auf die Fahrzeug-Assistenten.

Beispiel Einparkassistent: „Wenn er wegen eines Defektes oder zu hoher Geschwindigkeit beim Parken nicht richtig funktioniert, passiert dann mehr“, so Pataki gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Ein weiterer Faktor: Kfz-Schäden gehen richtig ins Geld. Ein Parkrempler kostet heute deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren.

Was macht einen Kfz-Schaden teuer?

Die Sicherheitstechnik mit Kameras, Sensoren und Radar muss im Zuge der Reparatur meist ebenfalls ausgetauscht oder zumindest geprüft und instand gesetzt werden.

Eine neue Stoßstange liegt dann gleich im guten vierstelligen Bereich, der Austausch der Windschutzscheibe ebenfalls.

Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis sich Assistenzsysteme flächendeckend in unseren Autos etabliert haben.

Erst dann geht eine GDV-Studie davon aus, dass sich dadurch der Schadenaufwand um bis zu 15 Prozent senken ließe. Als Zeithorizont nennen die Studienautoren übrigens das Jahr 2035.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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